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Alan Gilbert mit Mahlers Dritter Sinfonie „Die Welt umfassen“

18. Januar 2009. „Die Welt umfassen“: NDR Sinfonieorchester unter Alan Gilbert mit Mahlers Dritter Sinfonie. Konzerte: Do., 29. und Fr., 30. Januar, 20.00 Uhr, Laeiszhalle Hamburg. Sonnabend, 31. Januar, Glocke Bremen. Sendung: Montag, 13. April, 20.05 Uhr, NDR Kultur.

Die Berufung Alan Gilberts zum Chefdirigenten des New York Philharmonic wurde einhellig als gelungener Coup gefeiert. Im neuen Amt in seiner Heimatstadt New York blickt Gilbert auf eine ehrfurchtgebietende Schar von Amtsvorgängern zurück, die von Leonard Bernstein über Kurt Masur bis zu Lorin Maazel reicht.

Alan Gilbert, das NDR Sinfonieorchester, die Damen des NDR Chors und der Knabenchor Hannover präsentieren am Donnerstag, 29., und Freitag, 30. Januar, im Großen Saal der Hamburger Laeiszhalle sowie am Sonnabend, 31. Januar, in der Bremer Glocke die klanggewaltige Dritte Sinfonie von Gustav Mahler. Erstmals wird zudem die junge Mezzosopranistin Alexandra Petersamer zu Gast sein. Einführungsveranstaltungen mit Habakuk Traber gibt es am 29. und 30. Januar um 19.00 Uhr im Kleinen Saal der Laeiszhalle.

Für Gustav Mahler musste eine Sinfonie „die Welt umfassen“, und in keinem seiner Werke hat er diesen Grundsatz so rückhaltlos befolgt wie in seiner Dritten Sinfonie d-Moll, in der alles zu Wort kommt – von der toten Materie, die im ersten Satz erst allmählich zu Leben erwacht, über Blumen und Tiere zum Menschen, zum Engel und schließlich, im langsamen Finale, zur göttlichen Liebe. Zu einer solch expansiven Formkonstruktion hat Gustav Mahler später nie mehr gegriffen und auch nicht zu einer derart bunten Collage verschiedener Elemente vom Militärmarsch über das Volkslied zum weihevollen sinfonischen Adagio. Mit sechs Sätzen und einer Dauer von gut 90 Minuten ist dies die längste Sinfonie des Komponisten. Von der Monumentalität dieses inhaltlich wie formal außergewöhnlichen Werkes zeigte sich Gustav Mahler selbst tief beeindruckt und bewegt: „Man ist, sozusagen, selbst nur ein Instrument, auf dem das Universum spielt.“



Die Künstler:

Das NDR Sinfonieorchester, zukünftig „Orchestra in Residence“ der Elbphilharmonie, wurde 1945 als eines der ersten großen deutschen Rundfunkorchester gegründet. Mehr als ein Vierteljahrhundert lang prägte der erste Chefdirigent Hans Schmidt-Isserstedt das künstlerische Profil des Orchesters. Neben der Pflege des klassisch-romantischen Repertoires liegt ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit auch auf der Präsentation zeitgenössischer Werke. Dirigenten wie Bruno Maderna, Pierre Boulez oder Krzysztof Penderecki leiteten wichtige Uraufführungen. Ab Anfang der 80er-Jahre erreichte die
20-jährige intensive Zusammenarbeit des Orchesters mit Günter Wand eine ähnliche Bedeutung wie die Ära Schmidt-Isserstedt. Wand hat bis zu seinem Tod im Jahr 2002 die künstlerische Arbeit des NDR Sinfonieorchesters besonders geprägt. Die Reihe der Chefdirigenten wurde in den Neunzigern zunächst mit Sir John Eliot Gardiner und Herbert Blomstedt fortgesetzt. 1998 wurde Christoph Eschenbach in diese Position berufen. Seit Beginn der Saison 2004/05 setzt Christoph von Dohnányi die Tradition bedeutender Dirigentenpersönlichkeiten in der Chefposition des Orchesters fort.

Neben von Dohnányi nimmt Alan Gilbert, ebenfalls seit der Saison 2004/05, die Position des Ersten Gastdirigenten ein. Gilbert ist zudem designierter Music Director des New York Philharmonic, ein Amt, das er mit Beginn der Spielzeit 2009/10 antreten wird. Gilbert tritt als Gastdirigent mit weiteren Spitzenorchestern in Europa, Asien und Amerika auf, u. a. Chicago Symphony Orchestra, Los Angeles und New York Philharmonic, Boston Symphony, Philadelphia Orchestra, Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam und Wiener Symphoniker. Anfang 2006 debütierte er mit großem Erfolg beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Von Januar 2000 bis Juni 2008 war er Chefdirigent und Artistic Advisor des Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, dessen Ehrendirigent er nach seinem Ausscheiden wurde. Alan Gilberts leidenschaftliches Interesse gilt zudem der Oper. Im Oktober 2002 gab er sein Debüt an der Oper Zürich und war von 2003 bis 2006 Music Director der Santa Fe Opera. 2007 folgte sein Debüt an der Wiener Staatsoper. Mit einer gefeierten Neuproduktion der Oper „Dr. Atomic“ von John Adams war er 2008 erstmals an der New Yorker Metropolitan Opera zu erleben.

Alexandra Petersamer, geboren in Landau an der Isar, studierte von 1988 bis 1995 in München an der Musikhochschule Gesang und schloss ihr Studium als Opern- und Konzertsängerin mit dem Meisterklassendiplom ab. Neben zahlreichen Stipendien gewann sie 1992 den ersten Preis beim Bundeswettbewerb Gesang VDMK in Berlin im Fach Oper, 1994 den ersten Preis beim Internationalen Pfitzner Wettbewerb in München und 1997 zwei Sonderpreise von Riga und Barcelona beim Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb in Wien. Alexandra Petersamer war von 1994 bis 2000 festes Mitglied am Anhaltischen Theater Dessau. Danach folgte von 2000 bis 2004 ein Festengagement am Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz. Seit 2005 ist sie regelmäßig in den Rollen Carmen, Charlotte, Eboli, Santuzza, Brangäne und Ortrud zu erleben. 2006 gab sie ihr Bayreuth-Debüt unter der Leitung von Christian Thielemann. 2007 debütierte sie mit großem Erfolg als Ortrud im „Lohengrin“ mit dem New Japan Philharmonic Orchestra in Tokio. 2008 war sie in dieser Rolle auch an der Oper Leipzig zu erleben. Es folgten Engagements als Oberpriesterin („Penthesilea“) an der Sächsischen Staatsoper Dresden sowie als Brangäne in Stavanger. Alexandra Petersamers rege Konzerttätigkeit führte sie bereits nach Berlin, Dresden, Köln, Essen, Paris, Marsaille, Aix-en-Provence, in den Musikverein nach Wien, in das Concertgebouw in Amsterdam, zu den Schlosskonzerten auf Neuschwanstein sowie zu den Salzburger Festspielen, zum Grant Park Music Festival in Chicago und zu den Opernfestspielen in Savonlinna. Die Mezzosopranistin hat mit renommierten Dirigenten wie Valery Gergiev, Sir Colin Davis, Michael Gielen, Stefan Soltesz, Marcello Viotti und Christian Thielemann zusammengearbeitet. In nächster Zeit stehen auf dem Programm der Künstlerin u. a. Mahlers „Kindertotenlieder“ in Kassel und Saarbrücken sowie Beethovens Neunte Sinfonie in Berlin.

Karten für Hamburg zu 9 Euro bis 41 Euro (zzgl. 10 % Vorverkaufsgebühr) gibt es im NDR Ticketshop im Levantehaus, Mönckebergstr. 7, 20095 Hamburg, Tel.: 0180/178 79 80 (bundesweit zum Ortstarif; Preise aus dem Mobilfunknetz können abweichen), E-Mail: ticketshop@ndr.de, www.ndrticketshop.de. Karten für Bremen zu 19 Euro bis 42 Euro sind beim Eventim Ticketshop im Hause Karstadt erhältlich, Tel.: 0421/17 02 32, bei TSC Eventim, Tel.: 0421/35 36 37, online unter www.eventim.de sowie im Ticket-Service-Center in der Glocke, Tel.: 0421/33 66 99.

www.ndrsinfonieorchester.de

Quelle: NDR Presse und Information

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