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SH will seine "Film-Landschaften" stärker touristisch nutzen

17. November 2008(sh-na/red. Schleswig-Holstein ist filmreif: Buddenbrooks, Landarzt, Küstenwache oder Tatort sind nur einige der aktuellen Kino- und Fernsehproduktionen, die wesentlich von den Locations im Land zwischen den Meeren leben. Künftig sollen diese Filmlandschaften touristisch stärker genutzt werden. Auf einer gemeinsamen Veranstaltung der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH) und der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) im Rahmen der Mediatage Nord werden am 25. November in der IHK Kiel Erfolgskonzepte und die touristischen Chancen einer engen Zusammenarbeit der Film- und Tourismuswirtschaft vorgestellt.

Die heile Welt des Landarztes zwischen gelben Rapsfeldern, blauen Ostseewellen und pittoresken Reethäusern, das hanseatische Großbürgertum der Buddenbrooks im Lübeck des vergangenen Jahrhunderts oder der raue Charme weiter Landschaft in den Kultfilmen von Detlev Buck oder Lars Jessen steigern den Bekanntheitsgrad der Regionen und locken Urlauber an.

Wie sich diese Filmlandschaften touristisch nutzen lassen, erläutern Touristiker und Produktionsmitglieder von Film- und Fernsehprojekten, die bereits erfolgreiche Kooperationen eingegangen sind: Seit 1987 praktiziert Der Landarzt an der Schlei – mittlerweile in dritter Generation. Die malerische Landschaft lockt seither Touristen aus dem In- und Ausland in den Norden, die an Originalschauplätzen auf Spurensuche gehen und andarzt-Souveniers erwerben können.







Fotos: Buddenbrooks / Warner Bros Entertainment Inc.


Heinrich Breloers Buddenbrooks-Verfilmung, die mit Star-Besetzung am 25. Dezember 2008 in den Kinos startet, wird als eines der aufregendsten Kinoereignisse des Jahres und herausragender Werbeträger des Drehortes Lübeck gehandelt. Jochen Ludwig von Bavaria Pictures und Andrea Gastager, Geschäftsführerin der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH referieren über ihre Erfahrungen und Pläne in der Zusammenarbeit.

Die niedersächsische Stadt Lüneburg kann seit Start der Telenovela „Rote Rosen“ eine Steigerung von Übernachtungszahlen und Tagestourismus um ca. 10% verbuchen. Dies bestätigt Studien aus England und der Schweiz, die Film und Fernsehen einen nachweisbaren Einfluss auf das touristische Reisevolumen von ca. 10% bis 20% bescheinigen. Dieser wäre damit dreimal so hoch wie der Einfluss klassischer Anzeigenwerbung.

Filmproduktionen brauchen jedoch auch ein Anreizsystem, um Locations in Deutschlands nördlichstem Bundesland auszuwählen. Das österreichische Tirol – aktuell im Film "Nordwand" auf den Leinwänden zu sehen – spielt hier eine Vorreiterrolle: Produktionsbudgets werden spürbar durch die Bereitstellung von Unterkünften, Verpflegung etc. entlastet, die Region im Gegenzug publikumswirksam in Szene gesetzt.

Für Armin Dellnitz, Geschäftsführer der TASH könnte dies eine Vorbildfunktion haben: „Schleswig-Holstein mit seinen zwei Küsten bietet Filmproduktionen ebenso zahlreiche wie vielfältige Locations. Für Kooperationen zwischen Film- und Tourismuswirtschaft sehe ich hier ein hohes Potenzial, das wir in Zukunft gemeinsam stärker ausnutzen sollten.“

Die Veranstaltung „Filmtourismus in Schleswig-Holstein“ findet statt am Dienstag, 25. November von 15 – 17 Uhr im Hauptsitz der Förde Sparkasse am Kleinen Kiel, Lorentzdamm 28 - 30, 24103 Kiel.

Interessierte Touristiker können sich noch bis Freitag, 21. November bei der TASH anmelden unter Tel. 0431-6005849 oder per E-Mail carstens@sht.de.

Quelle: sh-na

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