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Bauernhof-Cafés in Schleswig-Holstein

07. August 2009 (HL/red.) HS-Kulturkorrespondenz: Bauernhof-Cafés in Schleswig-Holstein - Von Hans-Joachim Lender und Horst Schinzel: Die traditionelle Landwirtschaft hat es zunehmend schwieriger, so zu wirtschaften, dass die Besitzerfamilie allein von dem vom Hof erwirtschafteten Einkommen leben kann – eine Entwicklung, die sich fast überall in Europa abzeichnet. Es fehlt nicht an Versuchen, durch die regionale Vermarktung der Erzeugnisse zusätzliche Einkünfte zu erwirtschaften. Abschließend gelöst ist dieses Problem so gut wie nirgends Immerhin hat ein Ansatz im Westfälischen es vor einigen Jahren zum
Deutschen Tourismuspreis gebracht.
In Schleswig-Holstein setzen die Landwirte außer auf Hofläden zunehmend auf Bauernhof- und Landcafés. Derer gibt es inzwischen rund 180. Die Landwirtschaftskammer gibt alljährlich ein Verzeichnis heraus. Das Angebot dieser Cafés umfasst meist neben hausgemachten Torten, Kuchen und regionaltypischen Spezialitäten wie etwa Schinken auch die verschriensten Kaffee-, Tee, Schokoladen- und Eiskreationen. Einige Betriebe bieten auch ein „Landfrühstück“ mit Produkten der Gegend an. Ein Zukauf von vermarktenswürdigen Erzeugnissen bei anderen Erzeugern, aber auch im
Großhandel ist zulässig und wird durch Richtlinien der Landwirtschaftskammer geregelt. Das gilt auch für das Angebot der häufig angeschlossenen Hofläden, in denen meist Obst, Gemüse, Käseprodukte, hausgemachte Liköre, Marmeladen, Brot feilgehalten werden. Die Notwendigkeit einer gesetzlichen
Regelung für den Zukauf wie in Österreich für die „Buschen- und Heurigenschenken hat sich bislang nicht ergeben.
Bei der Ausstattung knüpfen die Betreiber häufig an die in der Region früher entwickelten Formen an.
Allerdings zwingen die europaeinheitlichen Hygienevorschriften zu vielen Zugeständnissen. Viele dieser gastgewerblichen Einrichtungen sind in umgebauten Scheunen, Ställen oder Dielen untergebracht, aber häufig auch in großen gepflegten Gärten und parkähnlichen Anlagen. Das Platzangebot schwankt zwischen 40 und 120. Häufig kommt eine Außengastronomie mit zwischen 25 und 100 Plätzen hinzu.
Die Öffnungszeiten richten sich neben den personellen Möglichkeiten der Betreiber oftmals nach den touristischen Strukturen der Region. Die meisten Betriebe haben nur zwischen Ostern und Oktober und auch nur am Nachmittag geöffnet. Öffnungszeiten am Vormittag sind selten. Gleiches gilt für die Öffnung in den Wintermonaten.
Viele Betreiber – meist sind es natürlich Betreiberinnen – ergänzen ihr Angebot mit Kunstausstellungen und bieten die Möglichkeit zu Familien- und Betriebsfeiern. Häufig kommt ein besonderes Angebot für Kinder hinzu. Beliebt sind Führungen in Bauern- und Kräutergräten und Erntefeste entsprechend den saisonalen Gegebenheiten. Bei etlichen Anbietern sind die Café mit dem Angebot „Urlaub auf dem Bauernhof“ verbunden. Das schließt dann auch recht urige Sonderangebote wie „Bauerngolf“, Hochseilgärten und Seminare zu ländlichen Themen ein. Die Betreiber eines mehrfach ausgezeichneten Unternehmens in Eutin sind speziell in „Bauernhofpädagogik“ ausgebildet. Wie sich überhaupt gezeigt hat, dass es zum Führen eines solchen Betriebszweiges mehr bedarf als nur das Wissen darum, wie man feine Toten backt. Die Landwirtschaftskammer berät und schult deshalb schon seit langem die landwirtschaftlichen Unternehmer für diese Arbeit.

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