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Wein-Jahrgang 2017 - Sehr klein und doch sehr fein!

14. Juni 2018 (HL-Red-RB) Nach der Vorstellung des Veranstaltungsprogramms des in diesem Jahr erstmals auf dem MARKT stattfindenen WeinSommers, einem - durchaus auch - persönlichen Rückblick auf das Warum dieser immerhin zum 23. Mal stattfindenden Weinfeste, der Verlosung von Weinpräsenten und einer geführten Weinprobe durch Rheinhessische Weinprinzessin Jasmin Breitenbach, ein weiterer Blick auf ein Thema, das sicherlich zu den Fragestellungen vor Ort zählen wird - nämlich "Wie wird der Wein der Vorjahreslese". Dazu führt der Veranstalter vorab aus:
"Jahrgang 2017 -
Sehr klein und doch sehr fein!
Wieder einmal hat das Wetter einen Weinjahrgang dominiert und mit hoher Qualität bei gleichzeitig geringer Menge für ein lachendes und ein weinendes Auge gesorgt. Bedingt durch den frühen Vegetationsbeginn endete das Weinjahr 2017 mit einer „Turbo“-Weinlese.

Ungewöhnlich warme Tage im März ließen die Reben schon früh austreiben. Was dann in einigen Lagen zu großen Verlusten durch Aprilfröste führte. Vereinzelte, heftige Hagelunwetter sorgten für weitere Schäden und Mengeneinbußen, z.T. zum Totalverlust, sodass 2017 im Ergebnis zu den kleinsten Jahrgängen der letzten 10 Jahre gehört. Rheinland-Pfalz-weit lag der Rückgang bei rund 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch in vielen Ländern Europas führten die extremen Witterungsverhältnisse zu erheblichen Verlusten. Im Ergebnis liefert 2017 eine gute bis sehr gute Qualität bei gleichzeitig extrem kleiner Erntemenge.
Qualitativ ist der Jahrgang vielversprechend – da sind sich Weinmacher und Fachleute einig. Dank des sonnigen Wetters nahm der Zuckergehalt in den Trauben zum Ende der Reifephase nochmal stark zu. Kühle Nächte und warme Tage prägten intensive Aromen aus. Beste Voraussetzungen also für die in Deutschland beliebten fruchtbetonten Weine.
Da viele Rebsorten gleichzeitig die Lesereife erreichten, hatten die Winzer drei Wochen einigen Stress mit einer Turboernte. Dabei sorgte die besonders frühe Organisation von Helfern, Maschinen und die kurze Lesedauer für einige Hektik in den Betrieben. Aber das Ergebnis versöhnt! Davon können sich alle WeinSommer-Besucher persönlich überzeugen.

Deutschland und die Welt
Laut dem Deutschen Weininstitut in Mainz liegt die finale Erntemenge für 2017 deutschlandweit mit etwa 7,51 Mio hl 13,2 Prozent unter dem Vorjahr. Je nach Intensität der Frostschäden aus dem Frühjahr ergeben sich regional starke Schwankungen. So liegt der Ernteverlust in Baden-Württemberg bei knapp 24 Prozent. Für Rheinland-Pfalz das Ergebnis knapp 16 Prozent unter dem des Vorjahres.
Europaweit fällt die Ernte mit einem Minus von vier Prozent geringer aus als im Vorjahr.

Rheinland-Pfalz – Wein in Zahlen
Rheinland-Pfalz ist das Weinland Nummer 1 in Deutschland. Auf insgesamt rund 64.000 Hektar werden weiße Sorten angebaut, allen voran Riesling mit über 17.000 Hektar. Rund 20.500 Hektar sind mit roten Rebsorten bestückt. Hier dominiert der Dornfelder mit 7.400 Hektar.
In Rheinland-Pfalz erzeugen rund 10.000 Betriebe in sechs der 13 deutschen Anbaugebiete – Rheinhessen, Pfalz, Mosel, Nahe, Mittelrhein und Ahr – ca. 65 – 70 Prozent der gesamten deutschen Erntemenge. Im Durchschnitt werden im Bundesland zwischen 6 und 6,5 Mio. Hektoliter Wein geerntet. Für 2017 wurde nach erster Schätzung eine Erntemenge von 5,4 Mio Hektoliter erwartet, die finale Menge lag bei 4,9 Millionen. Für Rheinhessen – dem größten deutschen Anbaugebiet – fiel die Erntemenge laut Statistischem Bundesamt mit 1,97 Mio Hektoliter (minus 23 Prozent) besonders gering aus. In der Pfalz wurden 2,08 Mio Hektolitern geerntet, was einem Minus von 5,5 Prozent entspricht."

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