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Stadtführerinnen und Stadtführer im Audienzsaal empfangen

15. März 2018 (HL-Red-RB) Ein Mal im Jahr dient der Audienzsaal des Lübecker Rathauses, in dem die Hansestadt Lübeck schon so manche Würdenträgerinnen und Würdenträger, Promis aus Politik, Wissenschaft und Kultur die Ehre gab, einem Kreis von lübschen Bürgerinnen und Bürgern eben diese, zumal - wie aus diesem Anlass - für die Wahrnehmung einer Aufgabe, die die „erste Reihe“ verdient: Stadtführerinnen und Stadtführer, die aus vor allem ersten Kontakt mit Besucherinnen und Besuchern gerne als „Botschafter dieser Stadt“ bezeichnet werden. Vermitteln diese doch, wie am Dienstag Senator Sven Schindler, seines Zeichens zuständiger Ressortleiter auch des Tourismus, dies in seiner Begrüßung voranstellte. In Anwesenheit einmal als „Ehrengast“ Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer oder besonders aktuell Jan Lindenau, der in wenigen Tagen die Nachfolge des sich nach 18 Jahren Amtszeit verabschiedenden Bürgermeisters Bernd Saxe antreten wird.

So forderte der Senator die Anwesenden auf, ein wenig näher zu kommen und dies vor allem zu können, zumal der Kronleuchter des Audienzsaales trotz eines Gewichtes von rund 600kg zuverlässig hängen würde, und stellte erfreut fest, dass die Gäste sich die Zeit genommen hätten der Einladung zu folgen, um nach seinen einleitenden Worten den Bürgermeister um dessen Grußwort zu bitten.

Eine der noch offenen Aufgaben Bernd Saxes der Empfang besagter „Botschafterinnen und Botschafter“, die über den Verein Lübecker Stadtführer e. V. oder den Lübecker Verkehrsverein engagiert, den wichtigen ersten Eindruck des Besucherzieles vermitteln. Gerade Lübecks Stadtführerinnen und Stadtführer im Audienzsaal empfangen zu dürfen, für ihn seit eben bereits 18 Jahren erneut eine große Freude, ihnen seinen Dank aussprechen zu dürfen. So beobachtet er gerne Stadtbotschafter und Besuchergruppen, wie diese in vielen Sprachen über die Stadt berichten. Ein Erlebnis dabei offensichtlich, wie dies vermittelt, aber auch angenommen wird. In einigen Gast-Sprachen kann er dabei teilhaben. So sogar in Holländisch, wohne seine Tochter in diesem Land, aber, wie er gerne zugab, bei der Vielzahl der angebotenen Sprachen in vielen auch nicht. Wichtig, weil die Besucherinnen und Besucher, vielleicht nach erstem Kontakt mit „Zimmermädchen oder Parkplatzwächtern", den ersten Eindruck machen im Gespräch, das enorme Bedeutung bekommt über eine Stadtführung, die den Spirit einer Stadt nicht mehr nur über die Vorbereitung des Besuchs erahnen, sondern nun die Wirklichkeit erleben lässt. "Was diese Stadt ausmacht," so der Bürgermeister schmunzelnd, "wollen wir nicht im Vergleich mit Kiel anstellen. Schauen wir beispielsweise lieber nach Heidelberg oder Rothenburg – Unterschiede, die interessieren lassen, was die Gäste jeweils bewegt! Erkennbar rasch, wenn man bei den Führungen ein paar Minuten zuhört!“ Vor allem sei es nicht nur Historisches hier, so der Bürgermeister, sondern es seien auch „Döntjes“, die auflockern und lebendig machen. Sachlich, aber auch witzig zu beobachten, weil die Gäste oft lachen. Gut vorbereitet ohnehin, weil die Stadtführerinnen und Stadtführer viele Fragen längst kennen und locker zu beantworten wissen. Dies nicht nur von daher, sondern bei nächtlichen Führungen etwa dies im passenden „Themen-Kostüm“ zusätzlich zu unterstreichen. Das abschließende Wort der Anerkennung des Bürgermeisters kurz und bündig: „...das machen Sie ganz toll!“

Christian Martin Lukas, Geschäftsführer der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH. (LTM) betonte über seinen ebenfalls großen und überaus anerkennenden Dank an die Stadtführerinnen und Stadtführer für deren hervorragende Arbeit die Besonderheiten im Programm-Angebot des diesjährigen 875. Jubiläumsjahres der Hansestadt Lübeck. Eine Geburtstagsfeier, die nicht etwa nur einen Tag andauert, sondern das gesamte Jahr. So ist es beispielsweise der offizielle „Jubel-Taler aus Marzipan zum Anbeißen, herausgegeben von der LTM und Niederegger. Der 50g schwere Marzipantaler mit Zartbitter-Schokolade trägt das Logo „875 Jahre Lübeck“ und ist bzw. wird in einer Stückzahl von 4.000 Exemplaren hergestellt. Er ist in der Tourist-Information der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH und im Hause Niederegger für Euro 4,00 erhältlich. Verpackt ist er in eine kleine dekorative Schachtel im „875 Jahre Lübeck“-Design mit der Aufschrift „JUBEL TALER“ und alternativ mit dem frechen Spruch „BEISS MICH“. Der Erlös fließt in das Veranstaltungsbudget „875 Jahre Lübeck“ und trägt damit zur Finanzierung des Jubiläumsjahres rund um Kunst, Kultur und Geschichte bei, wie Christian Martin Lukas ausführte. Weiter, wie er berichtete, wirbt die LTM im neuen und damit vierten Kulturkatalog 875 Jahre Luebeck "Das neue K ist da!" mit dem Themenschwerpunkt „Lübeck hat Geburtstag“ zweisprachig in Deutsch und Englisch mit ausgewählten Tipps für einen Streifzug durch Lübecks Museen, Galerien, Theater und Kirchen. In den Fokus gerückt sind dabei Themenschwerpunkte für das ganze Festjahr mit zahlreichen Veranstaltungen rund um Kunst, Kultur und Geschichte und für Bürger und Gäste in Szene gesetzt.
Auch die von der EuroMint GmbH in Zusammenarbeit mit der Hansestadt Lübeck herausgegebene offizielle Sonderprägung zum Stadtjubiläum „875 Jahre Lübeck“, eine in reinem Silber 999 in der Größe 35mm Durchmesser und einem Gewicht von 15g Gramm im Hochrelief und Antik Finish angebotene Medaille kann ein besonders Souvenir sein, dabei streng limitiert auf 875 Exemplare und im Holzetui mit einem beiliegenden Echtheitszertifikat erhältlich.
Wie weiter zu hören, feiert die Hansestadt Lübeck ihr Stadtjubiläum „875 Jahre“ mit einem ausführlichen Jahrbuch sowie der Webseite www.luebeck-hat-geburtstag.de, präsentiert vom Fachbereich Kultur der Hansestadt Lübeck gemeinsam mit der LTM und vielen Programmpartnern, Förderern und Sponsoren. Besondere Höhepunkte des Jubiläumsprogramms sind das HanseKulturFestival (8.-10. Juni), die Lange Nacht der Lübeck Literatur (29. Juni) und die Ausstellung „875 Jahre - LÜBECK ERZÄHLT UNS WAS“, die Lübecks Stadtgeschichte vom 9. September 2018 bis 6. Januar 2019 im Museumsquartier St. Annen und im Europäischen Hansemuseum vorstellt.

Verena von der Hagen machte ihrerseits für das „Project Management "Welcome to Metropolregion Hamburg" at Lübeck und Travemünde Marketing GmbH“ auf den Zukunftspakt für das internationale Lübeckmarketing Lübeck aufmerksam, der unter der Federführung der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM) mit der Auslandsmarketingkampagne „LÜBECK.INTERNATIONAL 2020plus“ startete und damit die Weichen für eine Steigerung der Übernachtungszahlen in den zehn wichtigsten Auslandsmärkten gestellt werden. Dabei wird die LTM vom Fachbereich 2 der Hansestadt Lübeck und rund 30 Partnern aus Hotellerie, Gastronomie und Handel in Lübeck und Travemünde unterstützt. „Der Anteil der deutschen Übernachtungen am Gesamtvolumen liegt bei rund 80 Prozent, die der ausländischen Gäste bei nur 20 Prozent“, so Verena von der Hagen. „Das Ergebnis einer Potenzialanalyse hat deutlich gezeigt, das Lübeck und Travemünde hervorragende Chancen haben, sich im internationalen Markt zu behaupten und somit die touristischen Kennzahlen, insbesondere die Auslastung der vorhandenen Betriebe, zu steigern.“ Die neue Kampagne basiere, so Verena von der Hagen weiter, auf der „Touristischen Wachstumsstrategie Lübeck 2020 plus“, die eine Steigerung der Übernachtungen von rund 1,5 Mio auf 2 Mio im Jahr 2020 vorsieht. Eine Steigerung der Auslandsübernachtungen von zurzeit rund 300.000 auf 400.000 Übernachtungen ab 2020 wird durch die Erschließung neuer Märkte und Zielgruppen angepeilt.

Aufbauend auf eine fundierte Marktanalyse wurden wesentliche Maßnahmen für die zunächst kommenden drei Jahre festgelegt. Wichtigster Bestandteil sind marktübergreifende Basisaktivitäten für einen internationalen Lübeckauftritt (bspw. Herausgabe einer internationalen Imagebroschüre, responsive Website), aber auch konkrete Werbeaktivitäten in den Zielmärkten sind klar formuliert und werden seit 2016 umgesetzt.
Hinzu kommen Maßnahmen vor Ort in Lübeck, die die internationale Gastfreundschaft und Servicekultur in den kommenden Jahren sukzessive verbessern möchten. Beispielsweise werden im Rahmen der Service-Offensive entsprechende Weiterbildungs-/Schulungsangebote angeboten.

Ilona Auschra-Hotoğlu, 1. Vorsitzende des Vereins Lübecker Stadtführer e. V. bestätigte, dass die Stadtführungen in bereits 16 Sprachen angeboten werden. Selbstverständlich auch in „Platt“, und wer denkt, chinesisch sei nicht dabei, irrt gewaltig. Lange schon dabei, vermittelt nicht nur sprachlich, sondern auch „optisch“ von einer waschechten Vertreterin dieses großen Landes, wie in dieser Stunde unschwer auszumachen. Stadtführerinnen und Stadtführer – Botschafter der Hansestadt Lübeck, die, das soll ebenfalls betont werden, sich sorgsam auf ihre Aufgabe vorbereiten. 1 ½ Jahre dauert die Ausbildung, deren Abschluss nicht nur bestätigt, sondern eine erfolgreiche sogar zertifiziert wird. Nachwuchssorgen kennt diese „Sparte“ nicht, wie die Vereinsvorsitzende in ihren Dank für diese Einladung einbringen konnte. Noch an diesem Abend, nach dem Empfang, fänden Bewerbungsgespräche statt, so Ilona Auschra-Hotoğlu. Eine weitere Sprache ist neu dazu gekommen: Die 17. Sprache ist – Arabisch. Ein Beitrag, der eine Nische füllt. Denn auch aus diesen Ländern werden Gäste vermehrt nach Lübeck kommen. Zuerst vielleicht vor allem, um Angehörige und Freunde zu besuchen. Dann allerdings auch, weil in deren Heimat Lübeck als Weltkulturerbe immer bekannter und damit Aufmerksamkeit erlangen wird.

Dabei besteht längst eine „Verbindung“ auch bei Empfängen im Audienzsaal mit dem Orient, wie beim hier abschließenden gegenseitigen Austausch bei Rotspon und – Marzipan bewiesen: Hat uns der Orient doch das Marzipan beschert, mitgebracht exclusiv für Monarchen, dann Fastenspeise freigegeben für Mönche Co, bis hin zur Gründungsgeschichte beispielsweise des weltberühmten Lübecker Unternehmens und seines Edelproduktes.

Für Gastgeber und Gäste jedenfalls eine allseits willkommene Gelegenheit, zusammen zu kommen oder auch außerhalb des Vereinsgeschehens wiederzusehen. Selbstverständlich ebenso, Anliegen bei den Gastgebern anzusprechen. Das war auch bei dieser Gelegenheit der Fall. Das leidige Thema „öffentliche Toiletten“, lächelnd nebenher erwähnt, blieb allerdings offiziell ausgespart. Aber daran wird selbstverständlich gearbeitet.

Lübeck-TeaTime hat die Feierstunde besucht und zeigt folgenden Bilderbogen:



















Fotos © Reinhard Bartsch, Lübeck

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