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„Freunde der Viermastbark Peking e.V“ besuchten Passat

19. September 2017 (HL-Red-RB) Bauweise der „Passat“ liefert historische Vorlage für Rekonstruktion der „Peking“: Freunde und Liebhaber der legendären „Flying P-Liner“ werden mit Spannung und Interesse die inzwischen erfolgreich abgewickelte Rückführung der „Peking“ aus New York zur Peters Werft in Wewelsfleth verfolgt haben. Die nun folgende Komplettrestaurierung der „Peking“ hofft man in etwa drei Jahren abschließen zu können - soll sie doch möglichst schon im Jahr 2020 als attraktives Museumsschiff an den 50er Schuppen im Hamburger Hafen ihren endgültigen Liegeplatz einnehmen. Direkt gegenüber der Elbphilharmonie dürfte das Schiff unzählige Besucher anziehen und einen Vorgeschmack auf das dort bis Mitte des kommenden Jahrzehnts entstehende Deutsche Hafenmuseum geben. Die Rekonstruktion der „Peking“ ist jedoch kein einfaches Unterfangen, zumal es unter anderem an Originaldokumenten fehlt.
Der Bereich Schule und Sport, Friedrich Thorn, freut sich nicht nur, mit der baugleichen, ebenfalls 1911 bei Blohm + Voss vom Stapel gelaufenen Passat eine ausgesprochen gut erhaltene historische Vorlage liefern zu können, er begrüßte zudem am gestrigen Sonntag, 17. September 2017, neben dem Vorsitzenden Mathias Kahl etwa 60 Mitglieder des Vereins „Freunde der Viermastbark Peking e.V.“ zu einem Besuch an Bord des Schwesternschiffes „Passat“. Unter Ihnen befindet sich unter anderem Kapitän Ulf Petzel, welcher auf eine langjährige Erfahrung als Matrose auf der „Passat“ zurückblicken kann. Auch ein Vertreter des Vereins „Rettet die Passat“ nahm teil. Es wurden wertvolle Eindrücke gewonnen und ein reger Informationsaustausch fand statt. Ganz bestimmt wurde auch die eine oder andere interessante Idee mit nach Hamburg genommen. Der Peking-Vereinsvorsitzende Mathias Kahl hierzu: „Ich bin sehr dankbar, dass uns die Verantwortlichen der Passat mit offenen Armen empfangen haben und uns ihre Unterstützung bei der Restaurierung der Peking anbieten. Ich freue mich sehr auf den Beginn einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen den ´Zwei Schwestern`“.




Die "Passat" am Abend vor dem Feuerwerkt der diesjährigen Travemünder Woche.
Freunde der Viermastbark Peking e.V. besuchten jetzt das im Priwall-Hafen liegende Schwesterschiff Passat. Vor Jahren war sogar eigens der Leiter des Museumshafen New York nach Travemünde gekommen, um sich über die erfolgreiche Restaurierung der Passat zu informieren und dementsprechende techn. Unterlagen zu erbitten. Anlass waren Bemühungen, das in New York vor sich hin dümpelnde und in katastrophalem Zustand befindliche Schiff dort herrichten zu lassen. Bekanntermaßen scheiterten diese Versuche aus finanziellen Gründen. Im Vergleich Passat zur Peking - nun in Hamburg - fällt übrigens aus Sicht Lübeck-TeaTime auf, dass in Lübeck offenkundig wesentlich mehr Mühe bestand, die Gelder zusammen zu bekommen. Dafür noch einmal große Anerkennung. So beschloss der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages, die Peking für das im Aufbau befindliche Hafenmuseum Hamburg zurückzuholen und zu restaurieren. Hierfür stellte der Bundestag 26 Millionen Euro bereit.

Allerdings auch große Anerkennung nach Hamburg, die Hamburger "Peking", das einzige "echte" Schwesternschiff der "Passat". "Schwestern" sind alle acht P-Liner der Hamburger Reederei F. Laeisz-Werft, aber Schwesternschiffe sind nur dann solche, wenn weitgehend Baupläne übereinstimmen und Stapellauf im gleichen Jahr stattfanden. Das trifft übrigens nur noch auf "Pola" und "Priwall" zu.

Foto © Reinhard Bartsch, Lübeck

Quelle:
Hansestadt Lübeck / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
/Red.

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