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TW: Interview mit Gesamt-Wettfahrtleiter Brian Schweder

25. Juli 2015 (HL-Red-RB) Nach der ersten Travemünder Woche in der Verantwortung als Gesamt-Wettfahrtleiter kann Brian Schweder ein Fazit ziehen, das eine große Zufriedenheit widerspiegelt. In einem Wetterumfeld, das von den Teams auf den Bahnen flexibles Agieren erforderte, gelang es, allen Klassen ein volles Programm zu liefern. Und mit Titelkämpfen von der deutschen bis zur Welt-Ebene war die Travemünder Woche hochklassig besetzt. Im Interview blickt Brian Schweder auf die Woche zurück.

TW-Presse: Herr Schweder, im ersten Jahr nach dem 125-jährigen Jubiläum hieß es, die Travemünder Woche würde wieder „down to earth“ kommen. Die Erde liegt in Travemünde aber offenbar in luftiger Höhe?

Brian Schweder: Absolut. Ich denke, mit drei Weltmeisterschaften, einem Gold-Cup, zwei Titelkämpfen auf europäischer und vier auf deutscher Ebene haben wir wieder ein sehr hohes Niveau angeboten. Und die Segler waren begeistert. Die RS Feva fühlten sich sportlich und gesellschaftlich so wohl hier, dass sie sofort angemeldet haben, wiederkommen zu wollen.

Damit ist der Blick voraus schon geöffnet. Was dürfen wir in den kommenden Jahren von der Travemünder Woche erwarten?

Es sind schon diverse Meisterschaften angebahnt. Die RS wollen im kommenden Jahr in ihren verschiedenen Klassen drei WM und eine Europameisterschaft austragen. Auch die OK-Jollen haben schon im Winter angefragt, um hier ein internationales Großevent auszurichten, und bei den Lasern hat sich die Travemünder Woche als Stätte der deutschen Nachwuchs-Meisterschaften fest etabliert. Für 2017 sind wir in konkreter Planung für die Ausrichtung diverser Titelkämpfe im Jugendbereich, 2018 steht die Deutsche Meisterschaft der Seesegler an. Wir werden also weiter Segelsport auf hohem Niveau anbieten.

Zurück zur aktuellen Travemünder Woche: Wie sind Sie in ihrer ersten TW als Gesamt-Wettfahrtleiter von der Arbeit überrannt worden?

Ich muss gestehen, intensivere Tage erwartet zu haben. Viele Dinge sind so eingespielt, dass sie sich von selbst erledigt haben. Ich bin also in ein sehr gut funktionierendes Team gekommen. Patrick (Heibey, d. Red.) und Alexander (Lietsch, d. Red.) haben mir unglaublich viel abgenommen. Und Birgit (Stamp-Oehme, d. Red.) als Projektmanagerin in das Büro geholt zu haben, hat sich als guter Schachzug erwiesen. Trotzdem waren die Tage sehr lang, haben um 7.30 Uhr begonnen und sind manchmal erst um 23 Uhr zu Ende gegangen. Da werden wir für die Zukunft – gerade für die Social Events – die Abläufe noch optimieren und die Verantwortung für die Abendveranstaltungen auf verschiedene Schultern verteilen. Natürlich gab es im Verlauf der Woche auch ein paar Haker, die aber spontan ausgemerzt wurden. Das ist notiert und wird nach der Travemünder Woche besprochen.


Auf dem Wasser wurde ein volles Programm gesegelt. Viel besser kann der Einstieg als Gesamt-Wettfahrtleiter kaum sein?

Damit sind wir sehr zufrieden. Der Wind war an manchen Tagen nicht einfach, aber letztlich hatten wir auch oft das Glück, dass wir noch segeln konnten. In Absprache mit unserem Wetter-Experten Meeno Schrader, der uns verlässliche Informationen geliefert hat und auch auf kurzfristige Anfrage immer zur Verfügung stand, haben die Wettfahrtleitungen einen sehr guten Job gemacht. Nach dem flauen Vormittag am Sonntag haben wir auch gelernt, dass wir unsere Vorwarnzeiten für die Segler verbessern müssen. Denn da haben wir etwas Segelzeit verloren. Aber das haben wir in der Woche sehr gut umgesetzt.


Wichtig für den Erfolg einer Großveranstaltung ist auch immer die Medialisierung...

Richtig! Und da werden wir durch SAP großartig unterstützt – nicht nur durch das Tracking aller Bootsklassen, die Live-Übertragung mit dem Sail-Cube, sondern auch durch die Zusatzinformationen im Web mit den Segler-Informationen per Online-Noticeboard und speziellem Wetterbericht für die Bahnen. Dazu läuft die Verbreitung durch die neuen Medien sehr gut und bringt dem Außenstehenden den Segelsport näher. Die Zahl der Follower und Likes ist schon ganz toll.


Und Ihre Wünsche für die Zukunft?

Die Medal Races der Laser mit den zehn besten Teams auf dem SAP Media Race Course haben uns gut gefallen. Das ist für die Zuschauer interessant, deshalb würden wir das gern in allen Klassen anbieten. Für die Trave Races sollten wir versuchen, die Sicht auf das Geschehen zu verbessern und mehr Informationen zu den Klassen in gedruckter Form anzubieten. Die Siegerehrungen wollen wir etwas aufpeppen. Langfristige Projekte in Travemünde wie ein Jugend-Leistungszentrum und ein Wellenbrecher für den Bereich Mövenstein/Grünstrand sind angeschoben und können uns helfen. Ansonsten bin ich schon sehr glücklich. Mein Wunsch vor der Travemünder Woche war, jeden Tag auch auf das Wasser zu kommen. Das ist mir gelungen. Ich konnte alle Bahnen besuchen. Das zeigt, wie gut hier alles läuft und wie sehr ich mich auf das Back-Up verlassen konnte. Genauso sollte die Führung einer Großveranstaltung laufen.

Quelle:
Travemünder Woche
Foto: www.segel-bilder.de

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