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Nationale Stars auf Meistersuche

16. Juli 2015 (HL-Red-RB) Sportlich ist die Travemünder Woche 2015 nicht nur welt- und europameisterlich. Auch nationale Meister werden in vier Bootsklassen gesucht. Darunter bei der German Open der J/24, der Deutschen Meisterschaft der Canoe Taifun und der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft der Laser 4.7 und Laser Radial.
„Jede Meisterschaft ist auf ihre Art besonders. Die J/24 machen eine German Open – also eine Bestenermittlung. Die Canoe Taifun sind Kanus mit einem Segel darauf – von den Seglern wird besonderes Geschick gefordert, und die Laser 4.7 und Radial sind die Jugendbootsklassen der olympischen Disziplinen. Der Nachwuchs kommt also auch in diesem Jahr zur Travemünder Woche“, sagt Brian Schweder, Gesamtwettfahrtleiter der Travemünder Woche.

Die Jugendlichen im Laser 4.7 und Laser Radial hatten es im vergangenen Jahr der TW nicht so leicht. Die Teilnehmer lagen am Grünstrand, und der beständige Ostwind zur Jubiläums-TW ließ eine hohe Welle an den Strand rollen. Nur mit vereinten Kräften der Eltern kamen die Kinder und Jugendlichen samt Booten ins Wasser rein und überhaupt wieder raus. „Da lagen auch einige Steine, sodass es zu Materialschaden kam“, erklärt Bernd Buchert, Vorsitzender der Klasse. „Wenn einmal alle auf dem Wasser waren, war es toll. Der Platz ist ideal, weil es viele Parkplätze gibt, und die Eltern konnten ihren Kindern wunderbar beim Segeln zuschauen.“ Aber das Risiko der Wellen will die Klasse in diesem Jahr nicht wieder eingehen: „Die Laser 4.7 und Radial sind 2015 auf dem Priwall untergebracht. Direkt am Strand wird das dort der Jugendtreff“, sagt Brian Schweder. Eine Sorge bleibt dann allerdings: „Die Kinder müssen durch die Fahrrinne, um auf ihre Bahn zu kommen“, sagt Buchert. Erwartet werden pro Klasse jeweils 70 bis 80 Laser-Segler (20. bis 24. Juli).

Ihren Deutschen Meister suchen auch die Segler der Bootsklasse Canoe Taifun (19. bis 24. Juli). Im späten 19. Jahrhundert wurde Kanufahrern in England und Kanada das einfache Paddeln zu langweilig und sie bauten ein Segel auf ihre Kanus – außerdem fingen sie an Regatten zu segeln. So ist diese Klasse entstanden – bis heute ist das Kanu als Rumpf zu erkennen. Sie sind traditionell unter dem Dachverband der Kanuten geblieben – wobei die Taifune mittlerweile auch im Deutschen Seglerverband organisiert sind. Das Boot gilt als eine der schnellsten und anspruchsvollsten Einhandjollen überhaupt. Und das auch wegen der besonderen Trimm-Möglichkeiten des Steuermanns durch zwei Ausreitbretter, die an beiden Seiten des Bootes in der hinteren Hälfte des Cockpits gelagert sind. Als Jugendbootsklasse wird der Taifun mit Steuermann und Vorschoter gesegelt. Die Boote sind etwa fünf Meter lang und wiegen circa 80 Kilogramm. Mit zehn Quadratmetern ist das Segel in Relation zum Rumpf recht groß. „Diese schlanke Bootsform fordert vom Segler vor allem Aufmerksamkeit und Geschick. Wichtig ist ein exzellentes Bootsgefühl – diese Boote sind geradezu gemacht für die SAP Media Bahn und die Trave Races. Unseren Zuschauern an Land können wir damit richtig viel bieten – da freue ich mich drauf“, sagt Brian Schweder.

Für die Segler der J/24, die mit ihrer German Open das Finalwochenende der Travemünder Woche (24. bis 26. Juli) krönen, geht es nicht nur um den deutschen Titel. Für die Crews ist die TW auch ein wichtiger Testlauf für die Weltmeisterschaft. Fünf Wochen nach der TW geht es vor Boltenhagen um den globalen Titel – ein guter Grund auch für die internationalen Mannschaften nach Travemünde zu kommen. Und so sind hier bereits Mannschaften aus fünf Nationen am Start.

Quelle:
Travemünder Woche

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