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Wind, Wellen und ein volles Wettfahrtprogramm zur Halbzeit

23. Juli 2014 (HL-Red-RB) Zur Halbzeit der Travemünder Woche hat der Reigen der deutschen Meisterschaftsentscheidungen Fahrt aufgenommen. Die Contender kürten mit Volker Niediek vom Steinhuder Meer ihren national Besten, und das an einem Tag, der den Seglern in den neun gestarteten Klassen Welle und Wind und ein pralles Wettfahrtprogramm bescherte. Damit kamen Organisatoren und Athleten wieder in bestes Fahrwasser für die TW-Entscheidungen, nachdem zum Wochenbeginn der stürmische Wind das Programm durcheinander geweht hatte. Neben den Contendern verabschiedeten sich auch die Kielzugvögel von der Jubiläumsausgabe der Travemünder Woche im 125. Jahr.

Volker Niediek wiederholte mit dem Titelgewinn seinen Contender-Erfolg von 2011, als er auf seinem Heimatrevier in Niedersachsen die gesamte deutsche Konkurrenz in die Schranken verwiesen hatte. Nun geht es für ihn wie auch für die weitere Elite weiter nach Kühlungsborn, wo von Sonnabend an die Europameisterschaften ausgesegelt werden. Niediek erklomm in Travemünde mit dem letzten Rennen die Spitze des Rankings, nachdem er mit der Hypothek, die erste Wettfahrt aufgegeben zu haben, in die Meisterschaftsserie gestartet war. „Dieser Titelgewinn ist sehr überraschend und um so schöner für mich. Bisher war ich vor allem bei wenig Wind gut unterwegs. Jetzt habe ich mein Setup am Boot etwas verändert, und das hat offenbar ganz gut funktioniert“, freute sich der Meister. „Aber nach dem ersten Rennen, als mir der Trapezdraht gerissen war und ich zur Reparatur an den Strand musste, habe ich damit nicht mehr gerechnet. Vielleicht war ich dann aber auch besonders frei unterwegs“, so Niediek, der für die EM nun aber keine besondere Zielsetzung hat: „Ich gebe alles und werde sehen, was dabei herauskommt.“ Hinter Niediek komplettierten Dirk Müller aus Bremen und Andreas Voigt aus Potsdam das Siegerpodest.
Bei den Kielzugvögeln ging es zwar nicht um eine Meisterschaft, aber der Titel als Travemünder Woche-Sieger ist auch hoch angesiedelt, und der wurde heute vergeben. Als Sieger durften sich Jürgen Reichardt/Gerd Stejskal (Essen) feiern lassen – mit der überlegenen Serie von drei Siegen in drei Rennen.

Am zweiten Tag ihrer Weltmeisterschaft wechselten die Ynglings von der geschützten Bahn in der Pötenitzer Wiek auf die freie Ostsee. Und dort wurde es für den führenden Niederländer Jamin Maarten etwas enger. Dennoch verteidigte der dreimalige WM-Titelträger seine Führung vor seinen Landsleuten Jan Haven Hidde und Gietma Lieuwe. Für Petra Schutt, die deutsche Klassenchefin aus Moers, ist die Überlegenheit der Niederländer keine Überraschung: „Die Holländer sind ob guter Sponsoren topp, können ganzjährig trainieren, haben ein gutes Jugendprogramm.“ In Deutschland fehlen dagegen die helfenden Hände aus der Wirtschaft gänzlich, aber es wird immer noch auf gut 95 Booten gesegelt.

Nah am Limit des Machbaren und zum Teil darüber hinaus agierten die International 14 zum Auftakt ihrer Europameisterschaft. Die hochgetakelten Boote hatten mit den riesigen Segelflächen auf den gerade einmal 4,30 Meter langen Rümpfen besonders mit den hohen Wellen zu kämpfen. Unter Gennaker jagen sie das Wellental hinunter und müssen dort das Boot abfangen, bevor es sich mit dem Gennakerbaum in die See bohrt. „Das war grenzwertig, mehr hätte es echt nicht sein dürfen“, sagte Oliver Voss (Kiel), der als Dritter mit seinem Lübecker Vorschoter Jens Holscher der derzeit beste Deutsche ist und über mehr als zwei Jahrzehnte 14-Footer-Erfahrung verfügt. „Aber es war ein supertoller Tag. Wir sind im Rennen nicht umgefallen, mussten unter Gennaker aber in den Sicherheits-Modus umschalten“, so Voss. Einen Platz auf dem Podium peilt der frisch gekürte Deutsche Meister als Ziel an. Den Briten Archie Massey, der viermal in Folge Weltmeister geworden ist, von der Spitze zu verdrängen, wäre aber ein hartes Stück Arbeit.

Nicht alle deutschen 14-Footer-Mitfavoriten erlebten einen derart guten Start wie Voss/Holscher. Georg Borgenstein/Eike Dietrich vom Wittensee brach nach einem dritten Platz zum Auftakt im zweiten Rennen der Mast. Immerhin werden sie in den kommenden Tagen wieder in den Meisterschaftskampf eingreifen. Noch am Nachmittag hatten sie ein neues Rigg gestellt.

Die ganze Faszination ihres Sports konnten die O'pen Bic zum Auftakt ihrer Weltmeisterschaften präsentieren. Die jungen Segler auf den flach gebauten Nussschalen agierten nah und mitunter im Wasser. Aufgeteilt nach Altersklassen konnten drei Rennen (U16) bzw. zwei (U19 und U13) gesegelt werden. Der deutsche Klassenpräsident Marcus Cremer war von dem Auftakt in die Meisterschaft begeistert: „Absolut perfekt! Die Kinder haben die Boote in diesen Bedingungen sehr gut beherrscht. Und diejenigen, die Bedenken hatten, waren verantwortungsvoll an Land geblieben.“

Mit voller Kraft setzten die Laser 4.7, Laser Radial und Dyas ihre Deutschen Meisterschaften fort. Nach nunmehr fünf Wettfahrten in der Liste stehen bei den Dyas Andreas Linke/Andreas Malcher (Kröslin/Edersee) an der Spitze. Sie müssen sich aber am Donnerstag noch auf ein heißes Duell um den Titel einstellen, denn vor dem finalen Tag sitzen ihnen Michael Schmohl/Ralph Ostertag (München/Chiemsee) mit lediglich einem Punkt Rückstand direkt am Heck.
Auch für die Laser 4.7 endet am Donnerstag der Auftritt zur Travemünder Woche. Hier indes scheint alles auf einen Sieg des Kielers Jasper Paulsen hinzudeuten. An einem weiteren harten Tag für die jungen Segler komplettierte er die Serie mit 8 (Streicher), 1 und hat damit vor den letzten Rennen ein dickes Polster angelegt.

Einen Tag mehr in der Lübecker Bucht haben die Laser Radial vor sich. Sie segeln noch bis Freitag und haben nach zwei Tagen auf See nun sechs Rennen in der Liste. Seinen starken Auftakttag setzte Nik Willim (Schleswig) auch heute fort. Den drei Siegen zum Start ließ er nun die Plätze 1, 1, 1 folgen und hat damit die Konkurrenz von 88 Seglern bestens im Griff.

Damit scheint es in der Laser-Klasse auf einen familiären Doppelsieg hinauszulaufen. Denn bei den Standard-Seglern, die heute in ihre Ranglisten-Regatta gestartet sind, liegt Niks Vater Andreas Willim mit zwei Siegen in den beiden Wettfahrten an der Spitze.

Am Donnerstag weitet sich das Segelprogramm der Travemünder Woche noch mehr aus. Denn mit den ehemals olympischen Tornados startet eine weitere Europameisterschaft, dazu ermitteln die 505 bis einschließlich Sonntag ihre Deutschen Meister, und die J/22 gehen in die German Open, die inoffizielle Deutsche Meisterschaft.
Er hatte auf das berühmte Anfängerglück gehofft, aber daraus wurde nichts. Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer musste sich am Ende im diesjährigen „Volksbank Rotspon Cup“ deutlich seinem Amtskollegen Bernd Saxe geschlagen geben. Bei herrlichen Segelbedingungen auf der Trave mit moderatem Wind um 12 Knoten und Sonnenschein patzte Kämpfer gleich im ersten Rennen. Der „passionierte Mitsegler“, wie er sich selbst bezeichnet hatte, rutschte gerade erst über die Startlinie, da war Lübecks Saxe, der das Duell Boot gegen Boot vor elf Jahren wiederbelebt hat, schon um die erste Luvtonne rum. Kämpfer weit abgeschlagen kam gerade noch rechtzeitig zum zweiten Start ins Ziel. Beim zweiten Rennen machte Kämpfer seinem Namen alle Ehre und glich aus: 1:1 der Stand nach zwei Wettfahrten. Auf den historischen A+R Yachten der Klasse 8 KR waren beide Teams dann so richtig eingespielt, das dritte und entscheidende Rennen wurde angeschossen. Kämpfer zunächst vorne, Saxe allerdings dicht hinter ihm. Auf dem Down-Wind-Kurs hatte Saxe das richtige Händchen für ein paar Böen und zog an Kämpfer vorbei. Saxe sicherte sich damit den vierten Sieg im elften Rotspon Cup.

„Das war ein tolles Rennen mit wunderbarem Segelwetter, wir haben es spannend gemacht aber auch ein Quäntchen Glück gehabt. Ulf Kämpfer, den ich sehr schätze, war ein würdiger Gegner“, sagte Bernd Saxe bei der Siegerehrung am Steg. Ulf Kämpfer bedankte sich vor allem bei seinem Team: „Toller Skipper, tolle Crew, tolles Segelwetter – es war sehr eng hier in der Trave aber ich würde mich sehr freuen, wenn ich noch einmal eine Chance bekommen könnte“, freute sich Ulf Kämpfer.

Mit im Gewinner-Team von Bernd Saxe war auch Roger Pawellek, Vorstand der Volksbank Lübeck: „Das erste Mal auf diesem Boot auf der Trave beim `Volksbank Rotspon Cup` war richtig schön. Vor allem der Skipper und seine Crew haben ganz entspannt die Kommandos gegeben, wir hatten eine tolle Stimmung an Bord“. Dr. Michael Brandt, ebenfalls Vorstand der Volksbank Lübeck übergab dann der Sieger-Crew die 6-Liter Flasche Rotspon.

Nach dem Sieg wurde noch am Steg gefeiert – genauso wie jeden Tag im Erdinger Biergarten. Bayrisches Flair im hohen Norden: Ein herrlicher Kontrast. Neben den zahlreichen Fischbrötchen-, Pizza- und Bratwurstständen sticht das 1800 Quadratmeter große Areal heraus. Typische Bierzeltbänke reihen sich dort aneinander und laden die TW-Besucher zu einer deftigen Brotzeit ein. Oder einfach zu einem kühlen Getränk mit Blick auf die Segelregatten auf der Trave, den Großsegler „Passat“ oder die vorbeiziehenden Fähren. Im Erdinger Biergarten gibt es dabei weit mehr als Bier. „Natürlich haben wir ganz klassisch Erdinger Hefe oder Alkoholfreies, aber auch Erdbeerbowle, Aperol, Hugo, Weine und mehr“, erklärt Veranstalter Arno Teegen. Er freut sich auf viele Gäste auch unter der Woche und zeigt sich zufrieden mit der Resonanz der ersten TW-Tage. Sauerkraut, Spanferkel und Brotzeitbrettl laufen gut. Auch – oder vielleicht gerade – an der Travemündung im hohen Norden.

Ausblick auf morgen:

Kinder können sich im CITTI Spieleparadies austoben, Besucher schlemmen auf der Meile zwischen fernöstlich und feinköstlich oder feiern mit den Siegern der Segelwettbewerbe im Segler-Village. Um 22:45 Uhr startet die Laser- und Pyroshow auf der Passat. Sie ist jeden Abend der TW zu erleben. Auch auf den Bühnen ist ne Menge los: Auf der Festivalbühne am Brügmanngarten wird um 19 Uhr „United Four“ auftreten. Auf der Bühne des KarriereTreffs der Bundeswehr gibt es um 17:30 Uhr eine Autogrammstunde mit Ross Antony, um 18 Uhr spielen die „Schlagerboys“, um 20 Uhr präsentiert dann Ross Antony seine Hits und um 21 Uhr kommen dann noch einmal die „Schlagerboys“ auf die Bühne. Im LN/NDR Medienzelt gibt es wieder eine Kochshow (16 Uhr) und Jose singt (19 Uhr). Und um 20:10 Uhr spielt die Band „Thunderbird“. Auf der Trave starten morgen um 17 Uhr die Teams der Bootsklasse Int. 14 zum SAP Trave Race und auf der SAP Medienbahn sind ebenfalls die Rennen der Int. 14.

Videos zu den Highlights auf der SAP Medienbahn von den einzelnen Regattatagen finden sie unter https://www.youtube.com/channel/UCdgCx_g7SUq43VRKQiHzq3A Zusätzlich zu den täglichen Highlight-Videos können wir Sie auch mit Rohmaterial der Live-Übertragung vom SAP Media Race Course und den SAP Trave Races versorgen. Anfragen bitte an Stef Dreyer (s.dreyer@realtvgroup.com).

Ergebnisse der Wettfahrten von heute:

WM Yngling:
1. Maarten Jamin (NED) 1.0 1.0 (4.0) 2.0 1.0 5.0
2. Hidde Jan Haven / Don Van Aarem, Auke Van Der Werf (NED) 3.0 4.0 (8.0) 1.0 2.0 10.0
3. Lieuwe Gietma / Diederik Kuiters, Reinier Tromp (NED) 2.0 3.0 3.0 (4.0) 3.0 11.0
4. Frederik Zafiryadis / Konrad Floryan, Mikkel Nørrelykke (DEN) (8.0) 7.0 1.0 8.0 4.0 20.0
5. Lucas Lier / Frederik Berg, Jakob Groth (DEN) (11.0) 2.0 2.0 7.0 9.0 20.0

WM O´pen BIC U 16:
1. Mattia Journo (ITA) 1.0 4.0 2.0 7.0
2. Federico Zampiccoli (ITA) 16.0 1.0 1.0 18.0
3. Florin Van Roomen (SUI) 6.0 5.0 7.0 18.0
4. Giulio Sirolli (ITA) 6.5 2.0 11.0 19.5
5. Michelle Waink (ITA) 3.0 15.0 4.0 22.0

Ergebnisse U 13 und U 19 waren zum Zeitpunkt des Versandes noch nicht fertig.

EM Int. 14:
1. Archie Massey / Damion Ash (GBR) 1.0 1.0 2.0
2. Daniel Holman / Chris Rodway (GBR) 2.0 2.0 4.0
3. Oliver Voss / Jens Holscher (Mielkendorf) 5.0 3.0 8.0
4. Glen Truswell / Sam Pascoe (GBR) 4.0 6.0 10.0
5. Douglas Pattison / Mark Tait (GBR) 8.0 4.0 12.0

IDM Contender (Endergebnis):
1. Volker Niediek (Braunschweig) (60.0) 6.0 3.0 1.0 3.0 2.0 15.0
2. Dirk Müller (Bremen) 1.0 5.0 6.0 3.0 (7.0) 1.0 16.0
3. Andreas Voigt (Potsdam) 5.0 2.0 (12.0) 5.0 1.0 3.0 16.0
4. Hannes Seidel (Potsdam) 7.0 1.0 1.0 8.0 (9.0) 6.0 23.0
5. Jörg Dannemann (Hamburg) 3.0 (17.0) 7.0 2.0 2.0 11.0 25.0

IDM Dyas:
1. Andreas Linke / Andreas Malcher (Kröslin) (7.0) 3.0 1.0 3.0 1.0 8.0
2. Michael Schmohl / Ralph Ostertag (München) 2.0 4.0 2.0 1.0 (7.0) 9.0
3. Arndt Fingerhut / Julian Stricker (Edersee) 5.0 1.0 3.0 6.0 (33.0) 15.0
4. Tim Eberhardt / Kjer Andresen (Hamburg) 6.0 2.0 6.0 2.0 (10.0) 16.0
5. Lothar Schmidt (München) 3.0 (6.0) 5.0 5.0 6.0 19.0

IDJM 4.7:
1. Jasper Janik Paulsen (Dänischenhagen) 1.0 7.0 1.0 1.0 1.0 (8.0) 1.0 12.0
2. Nico Steenbuck (Lengede) 3.0 4.0 2.0 3.0 4.0 (5.0) 4.0 20.0
3. Leon Zartl (Tettnang) 5.0 1.0 6.0 4.0 2.0 3.0 (11.0) 21.0
4. Nico Naujock (Berlin) 2.0 3.0 5.0 (10.0) 10.0 1.0 2.0 23.0
5. Domenique Freund (Berlin) (12.0) 2.0 8.0 7.0 6.0 2.0 5.0 30.0

IDJM Laser Radial:
1. Nik Willim (Schleswig) (1.0) 1.0 1.0 1.0 1.0 1.0 5.0
2. Pia Kuhlmann (Wunstorf) 2.0 2.0 (8.0) 4.0 3.0 2.0 13.0
3. Max Wilken (Rechlin) (5.0) 4.0 2.0 2.0 2.0 3.0 13.0
4. Michael Linder (Ingolstadt) 4.0 7.0 6.0 3.0 5.0 (8.0) 25.0
5. Hannah Anderssohn (Rostock) 3.0 14.0 5.0 (19.0) 4.0 5.0 31.0

Laser Standard:
1. Willi Willim (Schlei) 1.0 1.0 2.0
2. Leah-noel Gonseth (Hamburg) 2.0 2.0 4.0
3. Jan O. Schulz (Uerdingen) 4.0 3.0 7.0
4. Roger Schulz (Uerdingen) 3.0 4.0 7.0
5. Ralf Marten (Großhansdorf) 5.0 5.0 10.0

Kielzugvögel (Endergebnis):
1. Jürgen Reichardt / Gerd Stejskal (Essen) 1.0 1.0 1.0 3.0
2. Manfred Brändle / Joachim Heinz (Duisburg) 4.0 2.0 2.0 8.0
3. Christian Huber / Oliver Puethe (Waging) 2.0 3.0 7.0 12.0
4. Hansi Maibohm / Andre Feldin (Wetter) 3.0 4.0 6.0 13.0
5. Henry Kopplin / Alexander Hattwig (Zeuthen) 5.0 6.0 3.0 14.0

Quelle:
Travemünder Woche

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