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Erste Sieger bei Finns/O-Jollen - dazu ein Blick auf morgen...

23. Juli 2013 (HL-Red-RB) TW: Finns und O-Jollen küren Sieger/ Hobie Wild Cat und Tiger in die WM gestartet – Saxe ist bereit für Rotspon Cup: „Es war eine sehr hohe Leistungsdichte hier am Start. Von den ersten zehn Seglern hätte theoretisch jeder gewinnen können“, sagte der Sieger der Finn Dinghy, Ralf Behrens vom Wolfsburger Yacht Club Allertal. „Der stärkere Wind heute ist mir letztendlich zugutegekommen, sodass ich Karl-Heinz, der mir auf die Pelle gerückt war, noch in die Schranken verweisen konnte“. Karl-Heinz ist Karl-Heinz Erich aus Freudenberg, der im Endergebnis auf Platz drei liegt. Der Vorjahressieger Martin Hofmann vom Kanu-Segel-Club Hermer wurde Zweiter.

Auch die O-Jollen hatten heute ihren letzten Tag auf der TW und sind bei besten Windbedingungen ihre Wettfahrten gesegelt. Der erste Vorsitzende der Klassenvereinigung, Roland Franzmann von der Seglerkameradschaft Scheppen, konnte seine Führung von gestern halten und gewann vor Harry Voss aus Auhagen und Herman Blum vom Düsseldorfer Segelclub.

Die Hobie Tiger und Hobie Wild Cats sind heute in den Titelkampf eingestiegen. Bei den Tiger führen die Australier Robbie Lovig und Andy Dinsdale und die besten Wild Cat-Segler sind zurzeit Emeric Dary und Maxime Blondeau aus Frankreich.

Geburtstagskind Tom Heinrich (14) konnte in der Hobie Dragoon-Klasse mit Vorschoterin Lea Selin Zisler vom Yachtclub Scharbeutz/Ostsee seine makellose Serie von gestern fortsetzen und hat sich damit wohl selbst das schönste Geschenk gemacht. Auf dem Konto stehen heute wieder nur erste Plätze und damit weiterhin die Gesamtführung. „In Deutschland gibt es außer uns nur zwei andere Boote. Deshalb segeln wir auf den meisten Regatten zu dritt. Hier ist die Konkurrenz dagegen sehr stark“, sagte der Nachwuchssegler, der ansonsten auch schon mal im Hobie Wild Cat mit WM-Teilnehmer Thomas Neudahl unterwegs ist. Einer der Konkurrenten bei der Dragoon WM ist Bruder Ben, der als Vorschoter von Stella Maria Zisler (Schwester von Lea Selin) segelt. Diese Kombination ist kein Zufall: „Wir haben uns das so ausgedacht, weil es praktisch ist, da dann nur ein Elternteil beide Segelduos zu den Regatten fahren muss“, lachte Tom. Der Europameister von 2011, Oliver Stoltenberg, führt die Hobie 14 Konkurrenz beim Kampf um den Weltmeistertitel an.

Die Tempest haben den zweiten Tag ihrer Weltmeisterschaft hinter sich. An der Spitze gab es einen Führungswechsel. Die Schweizer Cornelia und Ruedi Christen wurden von Frank Weigelt und Arne Lanatowitz vom Deutschen Touring Yacht-Club an der Spitze abgelöst.

Dass die Brüder Helge und Christian Sach vom Lübecker Yacht-Club mit den heutigen Windbedingungen wesentlich besser zurecht kamen, als mit dem gestrigen Leichtwinden, lässt sich unschwer an den Tagesergebnissen der F16-Klasse ablesen. Sie konnten sich insgesamt auf Platz vier vorschieben und gehören nun mit zu den Angreifern, die morgen versuchen werden, Henri Demedmaeker und Jeroen van Leeuwen aus Belgien von Platz eins zu verdrängen. Dabei werden die Wind- und Wellenbedingungen wieder eine wichtige Rolle spielen, denn es ist nicht nur ein Wettbewerb der Teams mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen in der F16-Klasse, sondern auch ein Wettbewerb der verschiedenen Bootsbauer, deren Konstruktionen für unterschiedliche Bedingungen ausgelegt sind. Erstmalig bei einem Event sind auf der TW 2013 alle F16-Konstrukteure vertreten, weshalb es auch eine Konstrukteurs-Wertung – ähnlich wie in der Formel 1 – geben wird. Die rasanten Katamarane konnten heute auf dem SAP Media Race Course bestaunt werden.

Während man das feine Festival an Land verbunden mit den SAP Trave Show Races nur in Travemünde vor Ort erleben kann, können sportlich Interessierte, die nicht nach Travemünde kommen können, die Regatten ausgewählter Bootsklassen des SAP Media Race Course auch im Internet im "LiveCenter" unter http://livecenter.travemuender-woche.com/ verfolgen: Hautnah, live und aus verschiedensten Perspektiven. Segeln wird so auf ganz neue Weise erlebbar – auch für Nicht Segler. Die Live-Bilder stammen von on-board Kameras, einer in Höhe positionierten Kamera an Land, von einem Motorboot sowie von einer Drohne aus der Luft. Sie werden drahtlos ans Studio im SAP Sail Cube übermittelt. Von dort kommentiert der ZDF-Reporter Alex Ruda mit verschiedenen Segelexperten täglich die Regatten. Dem Duo stehen außerdem wichtige Hintergrund-Informationen zur Verfügung: „Die GPS Daten der Boote werden zum einen in virtuelle und leicht verständliche 2D und 3D Animationen umgewandelt“, erklärte Stefan Lacher, Head of Technology Sponsorship SAP AG, „und sie sind neben Wind- und Strömungsdaten Grundlage für unsere SAP Analytics - eine Software-Lösung, die Live-Tabellen und Rennanalysen in Echtzeit liefert. Mit diesen Technologien und unserer mobilen Studiolösung können wir den Segelsport auf ein ganz neues Niveau befördern.“

Für alle, die tiefer einsteigen möchten, veranstaltet SAP morgen, am Mittwochabend um 19.00 Uhr, am SAP Sail Cube ein Segler-Debrief. Bei einem After-Sailing-Drink werden dort spannende Regattamomente der vergangenen Regatta-Tage von der Segel-Bundesliga, den Finns und den F 16, mit Segel-Experten vom Sailing Team Germany analysiert (weitere Infos unter k.schulz@konzeptwerft.com).

An Land erlebten die Besucher der TW heute „Blaue Wunder“. Zum einem am gleichnamigen Küchenmesserstand, zum anderen im Riesenrad: Die Ostsee von oben ist mit den vielen Regattaseglern ein blauer Traum. Grill-Kamine für den Sommer, exotische Strandkörbe und „Kuschelmuscheln“- dazu viel Kleinod gab es auf dem Handwerkermarkt zu entdecken. Täglich ab 11 Uhr geöffnet.

Wer sich hungrig und durstig geshoppt und gestaunt hatte, freute sich über die kulinarische Vielfalt auf der TW: Ob Husumer Krabbenbrötchen, Bratwurst, oder Zuckerwatte, ob Cockail, Aperol Spritz oder ein kühles Holsten – alles auf der Meile zu genießen.

Spaß, Abenteuer und Adrenalin gab es für die jüngsten (und junggebliebenen) Besucher im CITTI Park im Brügmanngarten. Hochseilgarten, Wasserspaß oder Schatzsuche versprachen einen kurzweiligen Tag – kostenfrei für die Besucher. Täglich ab 11 Uhr geöffnet.

Am Abend lädt die Hansestadt Lübeck die Hobie 14-Segler zum Sportleremppfang auf die „Passat“ ein, gesponsert vom Mischgewürzhersteller Hela. Segler aus acht Nationen, darunter Südafrika und Neuseeland, tragen derzeit die Weltmeisterschaften in der Klasse auf der Lübecker Bucht aus.

Das Startsignal zu einer Regatta der etwas anderen Art ertönt morgen um 12 Uhr: Lübecks Bürgermeister, Bernd Saxe, und Kiels Oberbürgermeistern, Susanne Gaschke, werden gegeneinander Boot gegen Boot – Crew gegen Crew um den Sieg beim traditionsreichen „Rotspon Cup“ kämpfen. Bernd Saxe will nach seiner Neiderlage im vergangenen Jahr, das Duell wieder für sich entscheiden und ist bereit dafür. Von Live-Kommentaren begleitet, werden die Politiker in traditionellen Zwölfern, das sind Americas Cupper, auf der Trave an die Startlinie gehen. Bei dieser 124. Travemünder Woche wird der Cup erstmalig durch die Volksbank Raiffeisenbanken Schleswig-Holstein kommentiert.

Auch für Musik-Fans ist morgen wieder etwas dabei: Zum Beispiel auf der Festivalbühne ab 21.15 Uhr mit Bell Block + Candle, den Chartstürmern der 90er mit ihrem Hit „Rescue me“. Schon ab 18 Uhr gibt es Soul-Pop mit dem Akustik-Duo Nervling, ebenfalls auf der Festivalbühne. Nach der Classic Night heute Abend folgt morgen Teil zwei der emotionalen Highlights: Das Höhenfeuerwerk an der Nordermole um 22.45 Uhr.

Quelle:
Travemünder Woche


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