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TW: Wind, Welle, Sonne: "Einfach tolles Segeln"

27 Juli 2012 (HL-Red-RB) Ein perfekter Tag auf See für die zehn Klassen, die am Freitag bei der 123. Travemünder Woche auf die Bahn gingen: Die Seebrise übertraf alle Erwartungen, die Welle rollte in blau-grüner Farbe in die Bucht und sorgte für fast schon karibische Atmosphäre. Fotografen und Sehleute wurden mit vielen optischen Leckerbissen verwöhnt und die Athleten segelten auf allen Kursen mindestens drei knackige Rennen. Im 29er bog die Weltmeisterschaft dabei in das zuvor prognostizierte Finale ein. Die großen Favoriten Carlos Robles/Florian Trittel (Spanien) haben sich eine derart gute Ausgangsposition erarbeitet, dass sie in den drei noch ausstehenden Rennen nur noch eine Top-Platzierung benötigen, um den WM-Titel feiern zu können.

Die WM-Führenden Robles/Trittel hatten gestern schon zum Siegesjubel angesetzt, denn das zwischenzeitlich ausgehängte Programm sah für den Sonnabend nur noch zwei Rennen vor, womit sie den Titel scheinbar sicher gehabt hätten. Doch die guten Windbedingungen ließen die Wettfahrtleitung im Plan noch einmal umschwenken und drei Rennen ansetzen, womit der Siegersekt der WM noch im Kühlfach bleiben musste. Die deutschen 29er müssen dagegen Lehrgeld bei den Titelkämpfen bezahlen. Nach zwei Drittel der Finalrennen steht kein GER-Team mehr unter den Top-Ten. Paul Kohlhoff/Carolina Werner (Kiel) sind als 21. die Besten, ihre Klubkollegen Jasper Steffens/Tom Brauckmann folgen auf Platz 24. "Das ist super. Wir sind total glücklich. Die Europameisterschaft vorher haben wir noch zum Training genutzt, und das Erreichen der Goldflotte hier war das Ziel. Dass es aber so gut läuft, hätten wir nicht gedacht", sagte Jasper Steffens, der mit seinem Vorschoter Tom Brauckmann erst seit einem Jahr zusammen segelt. Das Duo musste aber auch feststellen, dass die Leistungsdichte in der Spitze immens ist. Die Ausschläge in ihren Einzelresultaten zeigen das. "Wenn man nicht gleich vorn dabei ist, dann kommt man auch kaum mehr nach vorn", so Steffens, der nun im Herbst bei der Deutschen Jugend-Meisterschaft einen Top-Rang in der U17 anpeilt.


Martin Menzner

Auf ein enges Finale läuft die German Open der J22 hinaus. Die Kieler Martin Menzner/Christian Drews/Frank Lichte, die den ersten Tag noch dominiert hatte, waren am Freitag vergeblich auf der Suche nach dem richtigen Trimm. "Dadurch haben wir dann auch den ersten Start verpasst", sagte Menzner. "Wir haben vor dem Start noch einen Probeschlag gemacht - allerdings zu lang. Denn als wir noch unterwegs waren, fiel schon der Startschuss." In den folgenden Läufen waren sie mit drei vierten Plätzen zwar besser auf Kurs, mussten sich aber harter Attacken der Konkurrenz erwehren. "Bei den J22 wird schon hart drauf gegangen. Das kenne ich aus meiner Stammklasse, der J80, nicht so", berichtete Menzner, der mit seinem Team auf Rang zwei hinter Reiner Brockerhoff (Duisburg) zurückgefallen ist.

Eine eindrucksvolle Serie legten bei den German Open der Platu25 Sven-Erik Horsch und seine Hamburger Crew hin. Einer Frühstart-Disqualifikation im ersten Rennen ließen sie drei Tagessiege folgen, so dass sie die Gesamtwertung unangefochten anführen.

Noch besser auf Kurs liegen beim Europacup der F18-Katamarane Helge und Christian Sach aus Zarnekau. "Das waren geile Segelbedingungen heute hier", schwärmte Helge Sach nach der Rückkehr an den Strand. "Im ersten Rennen war es noch etwas schwächerer Wind, aber nachher kachelte es ganz schön und es lief eine ordentliche Welle rein: einfach tolles Segeln!" Und stark war auch die Leistung der TW-Rekordsieger. Obwohl sie nicht in allen Wettfahrten als Erste die erste Marke erreichten, so waren sie doch in allen Rennen als erste im Ziel. Allerdings auch mit einer Frühstart-Disqualifikation. Über den Ausgang der Regatta wollte Helge Sach trotz insgesamt fünf Siegen keine Aussage treffen: "Wir haben eine klare Führung zur Halbzeit herausgefahren. Mehr nicht!"

Was die Sachs bei den F18 sind, das ist das Ehepaar Roland und Nahid Gäbler (Bremen) bei den Tornados. Die ehemalige olympische Klasse startet mit drei Rennen in ihre Travemünder Woche, und alle dreimal jagten die Gäblers als Erste ins Ziel. Damit nicht genug: Auch bei den Trave-Races, den Showrennen vor Publikum, demonstrierte das deutsch-dänische Ehepaar, das für 2016 einen Olympiastart unter deutscher Flagge anstrebt, ihre Stärke mit drei Siegen.

Ein munteres Wechselspiel liefern sich im olympischen Laser die beiden Kieler Michael Zittlau und Max Kohlhoff. Nachdem Zittlau am ersten Tag ausschließlich Siege einfuhr und Kohlhoff am zweiten, war es nun wieder Zittlau, der in allen Wettfahrten den Bug vorn hatte und damit klar an der Spitze steht. "Es war ein unglaublich spannender Tag. Ich hab zwar immer gewonnen, aber in drei Rennen nur mit einer halben Bootslänge vor Max", sagte Zittlau. Kohlhoff war nach drei Rennen mental so am Ende, dass er auf den vierten Start verzichtete, aber trotzdem auf Rang zwei liegt.

Eine klare Führung gibt es zudem bei den Korsaren. Die Abonnement-Sieger Uti und Frank Thieme aus Berlin sind auch zur TW wieder auf Siegkurs. Enger geht es bei den Folkebooten zu. Hier führt nach drei Rennen mit nur einem Punkt Vorsprung Jürgen Breitenbach (Kiel) vor Friedrich Mahrt (Tarp). Auch bei den O-Jollen ist noch alles offen. Jörg Legien (Düsseldorf) geht als knapp Führender vor Roland Franzmann (Düsseldorf) in den Finaltag der olympischen Einmann-Klasse von 1936. Die Musto Skiffs haben noch zwei Tage vor sich. Damit ist der knappe Vorsprung von Paul Dijkstra (Niederlande) gegenüber Iver Ahlmann (Kiel) noch kein Ruhekissen.


Ergebnisse vom siebten Wettfahrttag der 123. Travemünder Woche

Freitag, 27. Juli 2012

Meisterschaften


Weltmeisterschaft der 29er

Gesamtstand nach sechs Wettfahrten in der Goldflotte: Gesamtstand nach sechs Wettfahrten in der Goldflotte: 1. Carlos Robles/Florian Trittel (Spanien) 17; 2. Lucas Rual/Kevin Fischer (Frankreich) 31, 3. Alejandro Baudoino/Martín Cubría (Argentinien) 56, 4. Noppakao Poonpat/Steven Thomas (Thailand) 58; 5. Mateo Majdalani/Klaus Lange (Argentinien) 68, 6. Christopher Williford/Kai Friesecke (USA) 78, 7. Ben Batten/Tim Gratton (Großbritannien) 79, 8. Nahuel Martinez/Damian Saponara (Argentinien) 80; 9. Victoria Travascio/Franco Greggi (Argentinien) 80, 10. Johanna Sommarlund/Marcus Anjemark (Schweden) 83,... 21. Paul Kohlhoff/Carolina Werner (Altenholz) 126;... 24. Jasper Steffens/Tom Brauckmann (Kiel) 141; ... ; 41. Ole Kuck/Niclas Kath (Lübeck) 192; 42. Nils Carstensen/Jan Frigge (Flensburg) 192;... 47. Stefan Gieser/Hannes Mandel (Heidelberg) 217; ... 52. Charlotte Müller/Thomas Müller (Heidelberg) 248, 53. Kim Niclas Holste/Yannik Holste (Wunstorf) 267.



German Open J22

Gesamtstand nach sieben Wettfahrten: 1. Reiner Brockerhoff (Duisburg) 12 Punkte; 2. Martin Menzner (Stein) 15; 3. Svend Hartog (Lübeck) 16; 4. Jörg Friedlein (Witten) 16; 5. Christian Rieckborn (Niedernhausen) 41; 6. Frank Lammerskitten (Flensburg) 41.



German Open Platu25

Gesamtstand nach sieben Wettfahrten: 1. Sven-Erik Horsch (Hamburg) 8 Punkt; 2. Ingo Lochmann (Berlin) 17; 3. Suzanne Willim (Schleswig) 26; 4. Gordon Nickel (Stade) 27; 5. Daniel Nauck (Berlin) 29; 6. Jens Ahlgrimm (Niederstotzingen) 32.



Olympische Klassen



Laser Standard

Gesamtstand nach zehn Wettfahrten: 1. Michael Zittlau (Kiel) 11 Punkt; 2. Max Kohlhoff (Altenholz) 19; 3. Finn Hinzpeter (Lübeck) 37; 4. Dzimtry Strasheuski (Belgien) 50; 5. Kai Bertallot (Kiel) 60; 6. Ralf Marten (Großhansdorf) 63.



Nationale und Internationale Klassen



Formula 18

Gesamtstand nach sechs Wettfahrten: 1. Helge Sach/Christian Sach (Zarnekau) 5 Punkt; 2. Jörg Gosche/Hannes Pegel (Bremen) 11; 3. Christoph Bock/Nikolas Aleksik (Bad Schwartau) 17; 4. Martin Friedrichsen/Finn Heeg (Flensburg) 23; 5. Daniel Paysen/Nico Heinrich (hamburg) 31; 6. Andreas Behem/Philip Boll (Hamburg) 33.



Tornado

Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Roland Gaebler/Nahid Gaebler (Bremen) 3 Punkt; 2. Markus Betz/Nikolas Betz (Überlingen) 6; 3. Stefan Lippert/Thomas Grassl (Preissenberg) 11; 4. Wilfried Jodorf/Ludwig Böcker (München) 12; 5. Arndt Meyer/Celine-Patricia Meyer (Neustadt a. Rbge) 16; 6. Peter Gührs/Axel Keil (Berlin) 21.



Korsar

Gesamtstand nach sechs Wettfahrten: 1. Uti Thieme/Frank Thieme (Berlin) 7 Punkte; 2. Barbara Hachenberg/Susi Krüger (Polle) 11; 3. Oliver Schaber/Christine Escher (Krefeld) 17; 4. Markus Gluch/Hans Lawitzke (Köln) 26; 5. Peter Tschada/Doreen Jaeschke (D) 28; 6. Ralf Mahnke/Gabriele Hackländer (Verden) 29.



Musto Skiff

Gesamtstand nach sechs Wettfahrten: 1. Paul Dijkstra (Hol) 6 Punkte; 2. Iver Ahlmann (Büdelsdorf) 8; 3. Markus Mühlbauer (Uffing) 23; 4. Erik Loeff (Net) 23; 5. Christian Porsche (Kempten) 29; 6. Thomas Kübler (Weil am Rhein) 31.



O-Jolle

Gesamtstand nach sechs Wettfahrten: 1. Axel Dr. Forstmann (Wunstorf) 14 Punkte; 2. Joerg Legien (Duesseldorf) 16; 3. Roland Franzmann (Düsseldorf) 19; 4. Harry Voss (Auhagen) 27; 5. Detlef Munke (Steinhude) 29; 6. Jochen Lollert (Hagen) 31.



Folkeboote

Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Breitenbach/Rakow/Pape (Kiel) 7 Punkt; 2. Mahrt/Bastian/Hompesch (Tarp) 8; 3. Schaarschmidt/Lewin/Dehn (Kiel) 16; 4. Hasselmann/Bobbert/Paulsen (Essen) 17; 5. Blank/Knegendorf/Döring (Berlin) 18; 6. Gäde/Gäde/Niklas (Bordesholm) 21.



Informationen zur Veranstaltung:

Gegründet im Jahre 1889, wird die Travemünder Woche nun zum 123. Mal veranstaltet. Entstanden ist die beliebteste Regattawoche der Welt, als die Hamburger Kaufleute Carl Hermann Wentzel und Hermann Droege vor Travemünde um die Wette segelten. Der Sieger erhielt eine Flasche Lübecker Rotspon. Erst neun Jahre später - im Jahre 1898 wurde der Lübecker Yacht-Club nach einem Aufruf von Kaiser Wilhelm II gegründet, um eine Institution zu haben, die die Travemünder Woche professionell organisiert. Seither ist der Lübecker Yacht-Club mit seinen Clubhäusern an der Wakenitz und der Ostsee Hauptveranstalter. Mitveranstalter sind die Hansestadt Lübeck, der Norddeutsche Regatta Verein (NRV) und der Hamburger Segler-Club (HSC). Jedes Jahr ist die Travemünder Woche der Anziehungspunkt für tausende aktive Segler und rund eine Million begeisterte Zuschauer und Besucher, die sowohl das sportliche Großereignis als auch das feine Festival an Land genießen. Nirgends auf der Welt wird der Segelsport so eng mit einem abwechslungsreichen Landprogramm verknüpft wie in Travemünde. Die Travemünder Woche gGmbH ist eine gemeinnützige GmbH, die keinen Gewinn mit der Veranstaltung erzielt. Familiäre Stimmung, Spitzensport, Sommer, Strandfeeling und Show sind die Schlaglichter, die die Travemünder Woche Jahr für Jahr auszeichnen.


Quelle:
Travemünder Woche gemeinn.GmbH
Lübecker Yacht-Club e.V.
Foto: MK/Travemünder Woche


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