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Werner Horstmann Volksfestkönig 2012 mit "Teiler - Rekord" 6,4

15 Juli 2012 (HL-Red-RB) Acht Tage hatten die Lübeckerinnen und Lübeck Gelegenheit, sich im Wettstreit der organisierten wie auch unorganisierten Schützen um die Ehre des Volksfestkönigs, ja auch längst einer „-Königin“ zu messen. Lübeck-TeaTime hat mehrfach berichtet, dass Hintergrund dieses sportlichen Wettbewerbs die Öffnung zuvor elitären Treibens die Revolution von 1848 um eine Demokratisierung Deutschlands war. Die Revolution endete zumindest zunächst nur wenig später durch blutige Niederschlagung preußischer und österreichischer Truppen. Nicht niedergeschlagen wurde jedoch dieses spontan initiierte Scheibenschießen für „alle“, das – bis auf wenige Kriegsjahre oder auch aus politischen Gründen bis heute Bestand hat und längst Tradition geworden ist. Leider aber verkannt und zum immer mehr erfolgloseren Jahrmarkt in den Hintergrund gedrängt, hat sich der das ausrichtende Scheibenschießen Lübecker Schützenverein von 1839 nicht entmutigen lassen, dieses sportliche Scheibenschießen bis heute auszurichten. Bis in diese Tage und unter medial nicht gerade förderlicher Berichterstattung zum Schützenwesen unter dem Eindruck von Geschehnissen um „Waffen in Privathand“, was mit sportlichem Schießen nichts zu tun hat. Dann könnte man auch beispielsweise den Besitz und das Führen von Autos verbieten, weil dieses zu tödlichen Unfälle führt. Ein Vergleich, der durchaus kritisch zu betrachten ist. Denn kompetentere Regelungen um den Besitz von Sportwaffen im Rahmen von Vereinszugehörigkeiten etwa auch „zu Hause“ wären ggf. notwendig, würden aber einen Missbrauch vor allem durch „Dritte“ nie ausschließen können. Und auch die „andernorts Aufbewahrung“ von derartigen Waffen brächten keine absolute Sicherheit.

Aber zurück zum Volksfest - Scheibenschießen 2012: Besagte acht Tage lang hatte „jederfrau und jedermann“ Gelegenheit, sich aus besagtem Wettstreit heraus mit sogar lediglich „einem“ Schuss als Volksfestkönig krönen zu lassen. Ein Unterfangen, dass selbstverständlich am ersten oder auch am letzten Schießtag zu Erfolg führen kann. Wenn heute in Medien zu lesen war, dass die Vereinsschützen unter sich geblieben waren bis hin bei der gestrigen Proklamation des Königs, stimmt das nun wirklich nicht. Das konnte dieses Blatt am vergangenen Donnerstag noch gar nicht wissen, zumal noch weitere zwei Tage Chance gaben für „jederfrau/-mann“.Richtig allerdings, dass – wie in vergangenen Jahr etwa – nur ein knappes Hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor allem aus nachbarlichen Schützenvereinen Treue zeigen würden und dem Aufruf zum Scheibenschießen folgen würden. Ein „Zehntel“ leider nur aus dem nicht-organisierten „Volk“, so dass hier einfach viel mehr Resonanz her muss. Das allerdings kann wahrscheinlich nur durch eine faire Medienarbeit erreicht werden und gilt auch für die Nachwuchswerbung, der unter den derzeitigen Umständen nur verschreckt sein kann. Lübeck-TeaTime wird zum modernen Schützenwesen in den nächsten Tagen noch einmal Stellung beziehen und auch den Verein vorstellen.

Die stolze Zahl von allerdings 4.800 Schüssen lag in diesem Jahr zwar etwas unter der vom Vorjahr, konnte sich aber erneut sehen lassen. Wer nun jedoch glaubt, dass hier ein „verkrampfter“ Wettstreit um die Königswürde stattfinden würde, irrt: Für die Vereinskasse gut, zumal eine solche Veranstaltung auch Kosten verursacht. Aber die Majestätswürde zu erlangen, macht niemanden arm. Denn jede und jeder kann sich daraus in einem finanziellen Rahmen zeigen, der jeweils möglich und genehm ist. Soviel sei vorab verraten, dass der neue Volksfestkönig 120 Schüsse abgegeben hat an vier Tagen. Unglaublich - der letzte Schuss am schließenden Sonnabend-Vormittag. Da war zwar klar, dass mit einem Teiler von 6,4 ein neuer Rekord aufgestellt war. Ob dieser jedoch ein solcher bleiben würde, blieb selbstverständlich „geheim“; denn am Schluss-Tag gibt es – im Gegensatz zu den Tagen zuvor – keine Tages-Siegerehrung. Das würde sonst die Proklamation überflüssig machen.

Diese, engagiert „im Freien“ vorbereitet, machte anhaltender Regen wenig sinnvoll, so dass man sich in den Vereinsräumen versammelte. Vom 1. Vorsitzenden Norbert Klaßen begrüßt, Die Moderation allerdings übernahm Schriftführerin Eva Bothmann, zumal dieser sich als Volksfestkönig 2011 vielleicht lieber unter eigener Erwartung zum diesjährigen Ergebnis unter die Reihen der darauf gespannten Siegerliste 2012 stellte. Eine aufs Zerreißen erkennbare Spannung war auch dem neuen Rekord-Inhaber anzumerken. Dieser wusste genau, dass am letzten Tag bis zur letzten Minute auch dieser Rekord durchaus hätte übertroffen werden können. Der Verfasser konnte locker schmunzeln: Im lag das Ergebnis mit der Siegerliste schon ein paar Augenblicke im Versprechen der Verschwiegenheit – so wie es dieser durch einen Mann im Audienzsaal bildnerisch dargestellt entspricht – bekannt.

Und nun endlich das Gesamtergebnis in der Reihenfolge von zehn Medaillen-Trägerinnen und – Trägerin bis hin zu den dann mit Pokalen und Preisen Geehrten:
Grittli Stachg (80,8)
Stefan Strehlau (78,1)
Bettina Karsten (61,1)
Astrid Claßen (56,4)
Rolf Wittstock (52,8)
Manfred Spehr (51,4)
Alfred Strehlau (46,3)
Manuela Dummer (45,0)
Norbert Claßen (41,0)
und
Heiner Karsten (39,8).

Zur Majestät und seinem Hofstaat - dabei „Spannung“ auch an dieser Stelle bis zum letzten Augenblick:
Marc Tabbert, Armer Ritter (34,0)
Nicole Wittstock, 2. Hofdame (26,9)
Ute Wittstock, 1. Hofdame (25,0)
und endlich
Werner Horstmann, Volksfestkönig 2012 (6,4).

Wie zu erwarten, blieb der 1. Sachpreis dem neuen Volksfestkönig vorbehalten, der dieses auch gerne neben Blumen und Pokal in Empfang nahm. Er verriet, dass er das Elektrofahrrad (E-Bike), gestiftet von Winfried Stöcker, Firma Euroimmun, seiner Frau Antoinette schenken würde. Die übrigen Preise, ein tragbarer DVD Player mit DVB-T Tuner, Sony Blue Ray Disc/DVD Player und ein Navigationsgerät NAV-PNU 43 durften ausgesucht werden.

Herzlichen Glückwunsch allen auch von Seiten Lübeck-TeaTime!

Hier ein großer Lübeck-TeaTime – Bilderbogen:




Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Norbert Klaßen













































Volksfestkönig 2012Werner Horstmann















Fotos © Reinhard Bartsch, Lübeck

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