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Endlich: Ausbau der Bahnstrecke Kiel-Lübeck beginnt im August!

06. Februar 2009 (Kiel/Lübeck). Die Bahnverbindungen zwischen Kiel und Plön werden ab März kommenden Jahres komfortabler, flexibler und sicherer. Wie Schleswig-Holsteins Verkehrs-minister Dr. Werner Marnette und die Beauftragte der DB-Konzernleitung, Ute Plambeck, heute in Kiel ankündigten, fällt im August der Startschuss für den 35 Kilome-ter langen Bauabschnitt. Der Gesamtausbau der Bahnstrecke zwischen Kiel und Lübeck beläuft sich nach groben Kostenschätzungen auf rund 90 Millionen Euro. Bund, Land und DB Netz AG haben vereinbart in den ersten Bauabschnitt über 30 Millionen Euro zu investieren.

Im ersten Abschnitt sind neben dem Neubau der Bahnsteige im Plöner Bahnhof, einem neuen Kreuzungsbahnhof in Kiel-Elmschenhagen und einem neuen Haltepunkt Schwen-tinetal-Raisdorf auch technische Verbesserungen von insgesamt zehn Bahnübergängen vorgesehen. Über den Zeitplan für die Planung des zweiten Bauabschnitts der 80 Kilo-meter langen Strecke zwischen Kiel und Lübeck wird derzeit gesprochen. „Wenn das Gesamtprojekt abgeschlossen ist, werden die beiden großen Universitätsstädte des Landes ein großes Stück näher zusammenrücken“, sagte Marnette.

Zu den technischen Verbesserungen an zehn Bahnübergängen zwischen Kiel und Plön zählt unter anderem auch die künftige Ausstattung des Übergangs Ascheberg-Lisch mit Halbschranken. An der Kreuzung waren im Sommer vergangenen Jahres drei junge Männer tödlich verunglückt, nachdem sie trotz Warnlicht mit ihrem Pkw in einen Regio-nalzug gerast waren. „Diese zusätzliche Sicherheitsvorkehrung wird hoffentlich dazu füh-ren, dass sich ein so schrecklicher Vorfall niemals wiederholen wird“, sagte Marnette.



Grafik über Quelle(s.u.)

Nach den Worten der DB-Konzernbevollmächtigten Plambeck wird die Bahnstrecke bis Mitte November zunächst abschnittsweise für den Zugverkehr gesperrt und anschließend „unter dem rollenden Rad“ die Signaltechnik angepasst. Nach Abschluss aller Arbeiten am 1. Bauabschnitt können ab dem 27. März 2010 dann folgende Angebotsver-besserungen umgesetzt werden:


► Pro Stunde und Richtung gibt es künftig 2 durchgehende Züge Kiel Hbf – Lübeck Hbf. Die Züge fahren außerdem stündlich über Lübeck Flughafen und Büchen von und nach Lüneburg.

► Neu eingeführt wird eine RegionalExpress-Linie, die beschleunigt wird und nur noch in Kiel Hbf, Raisdorf, Preetz, Plön, Bad Malente-Gremsmühlen, Eutin, Bad Schwartau und Lübeck Hbf hält.

► Zusätzlich verkehrt eine RegionalBahn-Linie mit Halt auch an allen an-deren Zwischenbahnhöfen. Die bisher zwischen Kiel und Preetz (nur mon-tags bis freitags) sowie zwischen Eutin und Lübeck fahrenden Pendelzüge werden durch die durchgehende RegionalBahn ersetzt.

► Neu eingerichtet werden die Stationen Kiel-Elmschenhagen (Fahrzeit von/nach Kiel Hbf nur noch 5-6 Minuten) sowie – vorbehaltlich einer abge-sicherten Finanzierung - Schwentinental-Raisdorf Ostseepark, die stünd-lich von der RegionalBahn-Linie bedient werden.

► Montags bis freitags fahren zwei Züge je Richtung von Kiel über Lübeck direkt von und nach Hamburg Hbf. Diese Züge sind zeitlich auf die Be-dürfnisse des Berufsverkehrs ausgelegt und werden mit neuen Doppel-stockwagen gefahren.

► Der neue „Holsteinische-Schweiz-Express“ verbindet von Ostern bis Ende Oktober jeweils zweimal täglich an Wochenenden die Kreise Plön und Ostholstein umsteigefrei mit der Metropolregion Hamburg.

► Alle Züge fahren mit modernstem Wagenmaterial (neue Niederflurtriebwa-gen und Doppelstockzüge), das barrierefreien Zugang ermöglicht.


Wie Marnette und Plambeck weiter erläuterten, gehöre die Verbindung Kiel – Lübeck mit rund 3.000 Reisenden am Tag zu den überaus gut genutzten Bahnstrecken im Land. „Durch die Angebotsverbesserungen machen wir Pendlern, Schülern und Tou-risten ein gutes Angebot zum Umstieg auf die Schiene“, so Marnette. „Der Ausbau der Strecke sowie der Neubau des Bahnhofs Kiel-Elmschenhagen und der Umbau in Plön sind für uns wichtige Projekte zur Steigerung der Attraktivität im Nahverkehr“, unterstrich Plambeck das Engagement der Bahn. Nach Abschluss aller Bauarbeiten ver-kürzt sich die Fahrzeit für die 80 Kilometer lange Strecke zwischen Kiel und Lübeck gegenüber heute um rund 25 Prozent (von rund 1¼ Stunden auf knapp 55 Minuten).


Quelle Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr / DB Mobility Logistics AG / HS-Kulturkorrespondenz

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