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4. Tornado-WM-Gold für Gäbler - Sach-Brüder auf Anhieb Bronze

29. Juli 2010 (HL-Travemünde/Red-RB) "Tornados" nicht (mehr) olympisch! Was auch immer dazu geführt hat - jetzt kann man es zumindest in Lübeck-Travemünde "verstehen". Denn gestern beeindruckten Roland und Nahid Gäbler als Weltmeister und auch die "erneut" und damit auf diese Bootsklasse kurzfristig wieder eingestiegenen und damit kaum darauf trainierten wie am Boot technisch darauf asugefeilt eingestellten Brüder Helge und Christian Sachau Schleswig-Holstein mit "Bronze". Nun - ein "Joke" - aber an der olympischen Wiederzulassung der Tornados wird längst von den Insidern international gearbeitet, und man kann nur hoffen, dass diese "Formel-1-Klasse" zurückkehrt. Also Aufruf an Verband und Nachwuchs, die "Rückkehr" nicht zu verschlafen.

Hier der "sportbezogene" Beitrag von Andreas Kling, PR Manager der Travemünder Woche:
"Roland Gäbler ist zurück an der Weltspitze der Tornados. Bei der 121. Travemünder Woche fuhr der 45-Jährige am Mittwoch (28. Juli) mit seiner dänischen Ehefrau und Vorschoterin Nahid zu seinem vierten WM-Titel und setzte sich damit zu seiner eigenen Überraschung gegen die griechischen Olympia-Zehnten von 2008, Iordanis Paschalidis/Konstantine Trigonis, durch. Auf dem Bronzerang komplettierten die Zarnekauer Brüder Helge und Christian Sach den deutschen Erfolg.




Foto (© MK/Travemünder Woche): Die Gäbler am Ziel ihrer Träume: Sieg bei der manroland Tornado-WM auf der 121. Travemünder Woche




Foto (© MK/Travemünder Woche): Neue Tornado-Weltmeister: Nahid und Roland Gäbler


In einem mitreißenden Finaltag der manroland Tornado-WM, der mit schwachen Winden begann und in kräftigen Schauerböen endete, zog Altmeister Roland Gäbler alle Register seines Könnens. Und am Abend durfte er mit seiner Ehefrau dafür den verdienten Lohn einfahren. Vor laufenden TV-Kameras unter dem langanhaltenden Beifall der zahlreichen Zuschauer nahm das Ehepaar die WM-Trophäen entgegen und lauschte schließlich der zu ihren Ehren abgespielten Nationalhymne.

„Wir sind völlig überwältigt, damit haben wir im Traum nicht gerechnet. Das ist die Krönung meiner Segelkarriere. Das müssen wir jetzt erst einmal verdauen“, jubilierte der Olympiadritte von 2000, der mit einer beeindruckenden Serie in acht Wettfahrten zum Erfolg fuhr. Drei erste, drei zweite und einen dritten Rang brachte das Ehepaar Gäbler in die Wertung ein, stand so schon vor dem Abschlussrennen als Sieger fest. Damit konnten sie sich zum Abschluss mit Platz sechs auch einen Ausrutscher leisten, ohne von den Griechen noch von der Spitze verdrängt werden zu können.

Paschalidis/Trigonis, seit über zehn Jahren Trainingspartner von Roland Gäbler und aktuelle Europameister, mussten sich trotz dreier Siege am Mittwoch mit Gesamtrang zwei begnügen. „Wir sind stolz, dass es so gut gelaufen ist und wir als Mixed-Team ganz vorn gelandet sind, obwohl wir erst seit einem Jahr zusammen segeln. Die Griechen waren die eigentlichen Favoriten. Aber meine Frau hat einen Super-Job gemacht, selbst heute in den Hammer-Böen, als die Rennen teilweise zu einem Rodeo-Ritt wurden. Ich bin beeindruckt, wie sie das hinbekommen hat, denn wir segeln erst seit einem Jahr zusammen“, berichtete Gäbler.

Ebenso überraschend wie das Gold für Ehepaar Gäbler war Bronze für die Sach-Brüder, die vor Jahren auf den etwas kleineren Formula-18-Kat umgestiegen sind und nun den Tornado ohne vorheriges Training direkt aus dem Lager ins Wasser schoben. Auf ihrem Hausrevier mussten sie sich erst wieder auf das ehemalige Olympia-Boot einstellen. „Außerdem hatten wir noch einige kleine Arbeiten an dem Boot zu erledigen. Wir bekamen die Kiste im Laufe der Tage zwar immer besser in den Griff, aber es war eben noch nicht gut genug. Roland ist stark gesegelt, und wir haben ein paar Fehler gemacht“, berichtete Steuermann Helge Sach. Ein Patzer mit Platz zehn zum Start in den letzten Regattatag brachte die Zarnekauer Brüder um alle Titelchancen, die Australier Brett Burvill/Ryan Duffield hielten sie im Kampf um die Bronzemedaille aber deutlich auf Distanz.




Foto (© MK/Travemünder Woche): Helge und Christian Sach holten Bronze bei der manroland Tornado-WM zur 121. Travemünder Woche


Neben den Tornados beendeten am Mittwoch auch die Musto Performance Skiffs ihre Travemünder Woche. Hier gab es einen schleswig-holsteinischen Doppel-Erfolg. Iver Ahlmann aus Büdelsdorf siegte vor Julian Ramm (Kiel).

Währenddessen starteten die Hobies in die zweite Hälfte ihrer Multi Europeans. Nachdem am Dienstagabend die Sieger und Medaillengewinner in sieben Disziplinen während einer rauschenden Party an Travemündes Grünstrand feierlich geehrt wurden, begannen am Mittwoch die Nachwuchs-Kat-Segler auf dem Dragoon mit ihrer Meisterschaft. Daneben gingen auch noch die Einhand-Segler auf dem Hobie 14 und die mit mehr als 100.000 Booten größte Kat-Klasse der Welt, die Hobie 16 in der offenen Wertung, ins Rennen. Nach zwei Wettfahrten führen bei den Dragoon die Niederländer Thomas Schouten/Esther Hillebrand.

Das Feld der Hobie 14 sieht nach drei Läufen Arnaud Thieme (Frankreich) an der Spitze. Und den Auftakt der Hobie-16-Konkurrenz gewannen Vincent Domand/Titovan Fafournoux (Frankreich). Die Athleten hatten trotz wiederholter Schauer einen langen Tag zu absolvieren und segelten bis in die Abendstunden. Ihre EM wird am Donnerstag fortgesetzt, wenn die Asso 99 ihren Euro Cup beenden. Acht Klassen werden ihre Travemünder Woche um 13 Uhr beginnen.


Segeln in Zahlen
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Ergebnisse vom fünften Wettfahrttag der 121. Travemünder Woche (Mittwoch, 28. Juli)

Internationale und nationale Klassen


manroland Tornado-Weltmeisterschaft

Endstand nach acht Wettfahrten: 1. Roland und Nahid Gäbler (Tinglev) 12 Punkte; 2. Iordanis Paschalidis/Konstantine Trigonis (Griechenland) 13; 3. Helge und Christian Sach (Zarnekau) 22; 4. Brett Burvill/Ryan Duffield (Australien) 36; 5. Veit Hemmeter/Moritz Rieger (Lindau) 39; 6. Nikolaos Mavros/Alexander Tagaropoulos (Griechenland) 45.



Musto Skiff

Endstand nach neun Wettfahrten: 1. Iver Ahlmann (Büdelsdorf) 13 Punkte; 2. Julian Ramm (Kiel) 14; 3. Paul Dijkstra (Niederlande) 28; 4. Thomas Kübler (Weil am Rhein) 29; 5. Erik Loeff (Niederlande) 39; 6. Martin Sattelkau (Berlin) 51.


Hobie Multi Europeans

Hobie 14

Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Arnaud Thieme (Frankreich) 5 Punkte; 2. Broder Diedrichsen (Drochtersen) 8; 3. Jörg Stoltenberg (Hamburg) 8; 4. Niklas Martens (Trittau) 12; 5. Tanja Rindt (Hamburg) 14; 6. Martin Löpertz (Essen) 19.


Hobie Dragoon

Gesamtstand nach zwei Wettfahrten: 1. Thomas Schouten/Esther Hillebrand (Niederlande) 4 Punkte; 2. Jolann Neiras/Jaquues Rochefort (Frankreich) 5; 3. August Maene/Emilie Victor (Belgien) 8; 4. Teuntje van Es/Lotte van Ouwerkerk (Niederlande) 9; 5. Denise Hillebrand/Koen Dedel (Niederlande) 10; 6. Jordi Booth/Pau Dengra (Spanien) 13.


Hobie 16 Open

Gold-Flotte

1. Wettfahrt: 1. Vincent Domand/Titovan Fafournoux (Frankreich); 2. Adrian Orain/Olivier Kersuzan (Frankreich); 3. Francesco Porro/Luca Marsaglia (Italien); 4. Jerome le Gal/Marco Lazzetta (Frankreich); 5 Knud Jansen/Anke Delius (Kiel); 6. Cédric Bader/Nathalie Souquet (Frankreich).


Silber-Flotte

1. Wettfahrt: 1. Maxime Hillen/Cas van Oort (Niederlande) 1; 2. Mischa de Munck/Sanne van Hek (Niederlande); 3. Daniel Müller/Christian Winkel (Marpingen); 4. Silvia/Concutelli/Viola Monaci (Italien); 5. Bartek Janiszewski/Mariusz Kusmierski (Polen); 6. Philip Hendrickx/Gaétan Bols (Belgien).


Asso 99 Euro Cup

Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Szabolcs Detre (Ungarn) 4 Punkte; 2. Tamás Vadnai (Ungarn) 5; 3. Luitpold von Bayern (Kaltenberg) 10; 4. Kevin Koch (München) 11; 5. Henning K. Neumann (Travemünde) 15; 6. Ivano Brighenti (Italien) 24.


www.travemuender-woche.de

Vorbemerkung:
Reinhard Bartsch
Herausgeber Lübeck-TeaTime


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