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Agentur für Arbeit Lübeck

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Heidi Kabel verstorben: Kondolenzbuch im Volkstheater Geisler

19. Juni 2010 (HL-Red-RB) Am Dienstag ist Heidi Kabel, Hamburgs berühmteste und weit darüber hinaus bekannte Volksschauspielerin im Alter von 95 Jahren verstorben. Ihr Name ist vor allem mit dem Hamburger Ohnsorg-Theater aufs engste verbunden, mit dessen Fernseh-Aufzeichnungen seit 1954 unzähligen Menschen vom hohen Norden bis weit in den Süden Deutschlands große Freude bereitet wurde. Einen wunderbaren Bogen in ihrem Genre spannte sie im Zusammenwirken mit Kölns unvergessenem Willy Millowitsch wie gen Süden mit der bayerischen Volksschauspielerin Erni Singerl. Vielleicht weniger bekannt, dass ein weiterer Name - und dabei ein vor Spielfreude sprühender - mit Tommy Geisler nahe zu Heidi Kabel steht. Tommy Geisler, der von ihr und der ebenfalls unvergesenen Ilse Werner inspiriert wurde, in Lübeck das "Volkstheater Geisler" zu gründen - in Räumlichkeiten, die schon im 18. Jahrhundert unter dem Namen „Monopol“ bereits unter anderem als "Kabarett" die Bretter, die die Welt bedeuten, geboten haben, und in die dieser
Geis(ler)t damit - Zufall oder nicht - längst überzeugend zurückgekehrt ist.

Im Vorraum liegen im Licht brennender Kerzen vor dem Portrait der Verstorbenen Kondolenzseiten aus, in denen sich die Lübeckerinnen und Lübecker eintragen mögen. Damit still ihre Verbundenheit zeigen können einem Menschen gegenüber, der nicht nur im "Spiel" von sich selbst beste Vorbereitung und Leistung abverlangt hat, sondern demensprechende Kompetenz und Disziplin auch von ihren "Mitspielerinnen und Mitspielern". Aber
sie zeigte auch ganz besondere Menschlichkeit: So
unterstützte sie viele zoziale Dinge und war besonders für alte, in "Einrichtungen" lebende Menschen engagiert, in deren Kreis sie sich dann nach ihrem Bühnen-Abschied vor einigen Jahren später sogar noch einfügte. Einfach so als eine der ihrigen, als deren direkte "Nachbarin", und dabei selbstverständlich liebevoll umhegt und gepflegt von ihrer Familie. Angemessen abgeschirmt nun aber vor der Öffentlichkeit, die - als Publikum zuvor - viele Jahrzehnte ihr Leben war.




Foto (© Reinhard Bartsch – Lübeck )


Tommy Geisler wird den Angehörigen nach angemessener Zeit das Lübecker Kondolenzbuch zuleiten. Ein Buch, in das dann viele Gedanken der Erinnerung und der Verbundenheit eingeflossen sein werden.

Noch aber liegt es aus im Volkstheater Geisler, Dr. Julius-Leber-Straße 25: Di - Fr 14 -18 und Sa 10 - 14 Uhr.


Autor:
Reinhard Bartsch
Herausgeber Lübeck-TeaTime

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