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Agentur für Arbeit Lübeck

Allgemein/ Pol/RettungsD Verkehr

Nun "Rosensonnabend" wieder eher 3xLübeck-Aheul als Ahoi?

08. Februar 2010 (HL-Red.). Man muss ja in der Ernsthaftigkeit des (auch Lübecker) Karnevals beinahe vorsichtig sein. Immerhin ist als Nachricht für die geschlossene Gesellschaft einer Papier-Publikation bekannt geworden, dass aus dem bisherigen Rosenmontagszug in diesem Jahr ein "Rosensonnabendzug" werden soll. Grund: In die Hochburgen des Karnevals wieder einmal enteilenden Musikgruppen stehen zumindest am Sonnabend hier noch zur Verfügung. Man darf also gespannt sein, was daraus wird.

Dazu folgende Lübeck Lupe/M e i n u n g vorab aus der "Bütt"*): Die Idee, rosenmontäglichen Karnevals-(Um)zügen aus dem Weg zu gehen, um unterschiedlichen Problemen wie Musikgruppen- oder Publikums-Flucht zu vermeiden, ist so alt wie Rosenmontagszüge selbst. Gerade in Groß-Regionen dieser Art finden Umzüge auch an anderen Tagen statt.

Wenn nun geglaubt wird, dass etwa mehr Musikgruppen den Lübecker Rosenmontagszug - nun eben Sonnabend - attraktiver machen und mehr Publikum anlocken, ist das m. E. eine weitgehende Fehleinschätzung. Deswegen machen nicht mehr (Fuß-)Gruppen mit, und Publikum dreht sich nicht mehr danach um oder kommt in größerer Zahl. Aus Lübeck ist nicht mehr zu machen, wenn man nicht endlich mehr auf Kinder und Jugendliche setzt. Wie von mir seit vielen Jahren vorgeschlagen, diese in entsprechendem Outfit statt in die Schule in Begleitung Eltern pp. / Schule zum Umzug in die Stadt zu "schicken". Das ergäbe die "Grundlage" für einen dann lohnenden Umzug - auch mit mehr Musikgruppen. Denn warum "fliehen" diese in die Hochburgen des Karnevals? Ganz einfach: Dort "lohnt" es eben, wenn auch oftmals aus anderen Gründen. Aber zu diesem - bei aller Anerkennung um die Mühen der Lübecker Organisatoren - eher "bescheidenen" Straßenkarneval - stellt sich nach wie die Frage: Was will man eigentlich wirklich (endlich)? Und wann ebenso "endlich" schafft man/frau es endlich, wieder komplette Prinzenpaare - also Ki/Jugend und Erwachsene) zu rekrutieren? "Amtswiederholung" - peinlich, peinlich...

Nach wie dürfte der - wenn auch abgeänderte - Spruch gelten: "Stellen Sie sich vor es ist "Karneval - und keiner geht hin?" Vielleicht ein Tipp: Mehr Gewichtung bei den (vielen) Stadtteil-Vereinen, nicht nur vorwiegend das "eigene" Süppchen zu kochen. Es muss zur wirklichen Ehre werden, Stadtprinzenpaar zu werden! Wer mag schon LückenbüßerIn sein?

Zurück zur Frage, warum nicht alle Medien dieser Stadt am Geschehen beteiligt werden. Denn nicht alle Leute "lesen" Papier. In bester Gesellschaft also wie einmal im Rathaus die "Schausteller" zum Vorwurf, warum nur monopolisiert ein Medium beteiligt wird, die Aussage "...dann lesen Sie die doch auch, dann haben Sie die Infos!"

Darauf ein dreifaches Lübeck "Aheul", pardon - Ahoi!

Autor:
Reinhard Bartsch, Herausgeber Lübeck-TeaTime, aufgewachsen im Rheinland und Träger des Karnevalsordens der Kölschen KG von 1945


*) aus einem (halb) offenen darf im Karneval ungestraft die "Wahrheit" gesagt werden

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