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Agentur für Arbeit Lübeck

Allgemein/ Pol/RettungsD Verkehr

Streiche "HVV" für HL - setze "Lübeck-Segeberger Eisenbahn (LSE)

01. April 2018 (HL-Red-RB) Meinung: Verkehr beinhaltet eigentlich „Bewegung“, so sollte frau/man meinen. Wenn der nur regionale Blick jedoch auf den Fehmarn-Belt-Tunnel, die „Bäderbahn“ oder ganz aktuell den Anschluss Lübecks an den HVV gerichtet ist, muss die Frage erlaubt sein, das im Hüh-und-Hott vor allem wechselnder politischer Machtverhältnisse alles andere als „Sache“ angesagt ist. Das genau steht im Gegensatz zu Bewegung, die nun mal auch notwendige Voraussetzung für Verkehr ist. Den Menschen dienen soll und nicht irgendwelchem besagt politischem Machtstreben, die dann zu Gewalt ausartet, wenn es irgendwann statt Kompromissen aus gemeinsamer Zielrichtung eine – noch so knappe – Mehrheit zu eine eher einseitige Entscheidung kommt. Projekte eingeläutet und ggf. sogar in ersten Schritten verwirklicht werden, um irgendwann vielleicht sogar wieder gestoppt und „überarbeitet“ werden. Dann wird die Bewegung zum Stillstand, wobei als Einziges entstehende Kosten weiter in Bewegung bleiben, nämlich entstehen. So sammeln sich diese oftmals derart an, dass bei fachkundigem Handeln zuvor damit schon zumindest ein Großteil der Projektkosten vorzeitig verplempert werden. Das ist nicht nur in der kleinen, sondern auch der großen Politik ständig der Fall.

Nun ist in ein anderes Projekt, das bereits längere Zeit in den Planungsschubladen liegt, wieder aufgetaucht. Viele Jahrzehnte eine zuverlässige „Zusatzverbindung, die nicht nur oftmals für die Anwohner eine vorteilhaft zweckmäßige war, sondern auch darüber hinaus Arbeitsplätze bot. Dies die Lübeck-Segeberger Eisenbahn (LSE), zu der WIKIPEDIA u. a. ausführt: „Die Bahn verband den ländlichen Raum im Nordosten des Kreises Segeberg mit der Kreisstadt Bad Segeberg und Lübeck. Die regelspurige, eingleisige Strecke war etwa 29 km lang und wurde 1916 in drei Teilabschnitten eröffnet. Die Betriebsführung erfolgte von Anfang an durch die Lübeck-Büchener Eisenbahn, nach deren Verstaatlichung 1938 durch die Deutsche Reichsbahn und ab 1949 durch die Deutsche Bundesbahn.“

Leider, wie weiter nachzulesen, wurde „...der Personenverkehr der LSE am 26. September 1964 eingestellt, ebenso der Güterverkehr zwischen Arfrade und Westerrade. Der Güterverkehr zwischen Westerrade und Bad Segeberg endete am 31. Dezember 1966 und zwischen Lübeck und Arfrade am 31. Dezember 1967. Danach wurde die Strecke abgebaut.“

Eine interessante Alternative, die es nun gilt, überdacht zu werden. Immerhin sollten Verkehrskonzepte im Gesamtzusammenhang überdacht und entwickelt werden. Dies allerdings „in Bewegung“ - ohne Stillstand allerdings und von der Vision bis zur Verwirklichung. Dazu wäre es mehr als sinnvoll, wenn politische Mandatsträger begreifen, dass sie mit erfolgreicher Wahl eine Aufgabe übernommen haben, die nicht daran besteht, fortgesetzt Parteipolitik zu betreiben. Das führt weg von der Bewegung über Stillstand in Rückschritt – nennen sich auch Provisorien, die niemandem dienen. Höchstens denen, die diese finanzieren. Denen ist es sicherlich gleichgültig, für welche politische „Couleur“.

Hier der gesamte „WIKIPEDIA“-Text:
Lübeck-Segeberger Eisenbahn (LSE)
Die Lübeck-Segeberger Eisenbahn (LSE) war eine normalspurige Kleinbahn in Schleswig-Holstein.
Vorgeschichte
Dem Bau der Lübeck-Segeberger Bahnverbindung gingen langjährige Verhandlungen voraus, in deren Verlauf verschiedene Streckenführungen diskutiert wurden. Sowohl die Stadt Segeberg als auch der Lübecker Senat waren an einer Schienenverbindung Lübeck–Segeberg interessiert, stießen jedoch auf Ablehnung bei der Königlichen Eisenbahndirektion Altona, die seit 1884 für das Netz der verstaatlichten Altona-Kieler Eisenbahn zuständig war und eine Schwächung des Verkehrsaufkommens auf der Strecke Neumünster–Segeberg–Oldesloe befürchtete. Daher wollte sie den Bau einer direkten Verbindung Segeberg–Lübeck lediglich als Schmalspurbahn genehmigen, ersatzweise das Verbot des durchgehenden Verkehrs von Segeberg bis Lübeck zur Auflage machen. Nach weiteren Verhandlungen, die unter anderem durch militärische Erwägungen Alfred Graf von Waldersees verzögert wurden, lag 1904 endlich die preußische Einverständniserklärung zum Bau einer Kleinbahn Segeberg–Lübeck vor. Die Lübeck-Büchener Eisenbahn (LBE) nahm daraufhin Nivellierungsarbeiten im Auftrag des Bahnbaukomitees vor.
Es folgten umfangreiche Gespräche über die Finanzierung der Bahn. Lübeck und der Kreis Segeberg erklärten sich bereit, den benötigten Baugrund kostenlos herzugeben, die übrigen Gebietskörperschaften zeigten sich eher zurückhaltend. Am 11. Januar 1913 konnte schließlich die Firma Lenz & Co. mit den Vorarbeiten auf der nun feststehenden Strecke beauftragen. Bis zum Mai desselben Jahres lagen auch die Konzessionen der beteiligten Regierungen vor, so dass die Lübeck-Segeberger Eisenbahn AG am 9. August 1913 mit einem Kapital von 1.816.000 Mark in das Lübecker Handelsregister eingetragen werden konnte. Bau und Betrieb der Strecke sollte die LBE auf Rechnung der neu gegründeten Bahngesellschaft übernehmen. Bereits auf ihrer Generalversammlung vom 6. Juni 1912 hatten die LBE-Aktionäre ihre Genehmigung hierfür erteilt.
Bedingt durch den zwischenzeitlich ausgebrochenen Krieg und das unerwartet schwierige Terrain ergaben sich beim Bahnbau jedoch erhebliche Verzögerungen. So konnte die Verbindung – nachdem die Teilstrecken von Lübeck bis Arfrade, Obernwohlde und Westerrade bereits am 1. Juli 1916 den Betrieb aufgenommen hatten – erst am 6. Dezember 1916 (statt wie geplant 1915) in voller Länge eröffnet werden. Auch die Baukosten lagen mit 2,4 Millionen Mark (davon 400.000 Mark für den Erwerb von Grundstücken) schließlich um 204.000 Mark über den Planungen.
Betrieb
Die Bahn verband den ländlichen Raum im Nordosten des Kreises Segeberg mit der Kreisstadt Bad Segeberg und Lübeck. Die regelspurige, eingleisige Strecke war etwa 29 km lang und wurde 1916 in drei Teilabschnitten eröffnet. Die Betriebsführung erfolgte von Anfang an durch die Lübeck-Büchener Eisenbahn, nach deren Verstaatlichung 1938 durch die Deutsche Reichsbahn und ab 1949 durch die Deutsche Bundesbahn.
Der Verkehr entwickelte sich mäßig. Es verkehrten drei Zugpaare täglich. Um 1930 wurden 37.000 Personen befördert und 13.000 t Güter transportiert. Als erstes eigenes Fahrzeug wurde 1934 ein Triebwagen der Waggonfabrik Uerdingen mit Gepäckanhänger eingesetzt (Eigentümer zunächst die LBE), der eine Beschleunigung des Personenverkehrs und eine merkliche Steigerung der Fahrgastzahlen mit sich brachte. Ende der 1930er Jahre wurden jährlich etwas 120 000 Fahrgäste befördert. Der Triebwageneinsatz endete allerdings 1939. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die beiden Haltepunkte Dornbreite und Mori eingerichtet. Ab 1950 verfügte die LSE wieder über eigene Fahrzeuge. Da ihre Konzession keine durchgehende Güterbeförderung über die Endpunkte hinaus erlaubte, blieben die Leistungen im Güterverkehr mäßig. Der Personenverkehr der LSE wurde am 26. September 1964 eingestellt, ebenso der Güterverkehr zwischen Arfrade und Westerrade. Der Güterverkehr zwischen Westerrade und Bad Segeberg endete am 31. Dezember 1966 und zwischen Lübeck und Arfrade am 31. Dezember 1967. Danach wurde die Strecke abgebaut. Auf dem westlichen Teil der Trasse verläuft bei Weede heute die Bundesautobahn 20 (früher Bundesstraße 206), auf dem östlichen ein Radwanderweg.
Als Fahrzeug wurde in den 1950er Jahren in der Regel ein Schienenbus Uerdinger Bauart (Vorserien-VT 95)
eingesetzt, der gelegentlich auch einen einachsigen Anhänger für den Gepäcktransport mit sich führte.



Foto (Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen): Schienenbus Baureihe VT 95.9 im

Während der Karl-May-Spiele in Bad Segeberg verkehrten auch Sonderzüge mit Dampflokomotiven.“

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