Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

Allgemein/ Pol/RettungsD Verkehr

Freiwillige Feuerwehren aus NWM/HL probten Ernstfall

28. März 2009 (HL-red.) Am heutigen Samstag probten die Gefahrgutzüge der Freiwilligen Feuerwehren aus Lübeck und Nordwestmecklenburg in einer gemeinsamen Übung in Lübeck-Siems erstmalig gemeinsam den Ernstfall. Voraus gingen gemeinsame Ausbildungen zur Bekämpfung von
Gefahrguteinsätzen über einen mehrjährigen Zeitraum.

Etwa 80 Feuerwehrmänner und -frauen kamen in der ca. vier Stunden
dauernden Übung zum Einsatz. Bei Übungsbeginn fanden sie folgendes
Szenario vor: Auf einem Werksgelände war ein mit gefährlichen Gütern
beladener Sattelzug abgestellt. Aus dem Auflieger tropften zunächst
nicht definierte Flüssigkeiten. Der durch giftige Dämpfe verletzte
LKW-Fahrer befand sich bei seinem Fahrzeug.

Die zuerst eingetroffenen Feuerwehrkräfte brachten den LKW-Fahrer
aus dem Gefahrenbereich und übergaben ihn der Besatzung eines
Krankentransportwagens. Der Gefahrenbereich wurde abgesperrt und die
Erkundung der Übungslage wurde unter Atemschutz vorgenommen. Es
wurden sechs verschiedene Gefahrgüter in unterschiedlich großen
Gebinden an Bord des LKW festgestellt, von denen drei mit
hauptsächlich giftigen und umweltgefährdenden Flüssigkeiten
austraten. Die durch Chemikalienschutzanzüge geschützten Trupps
dichteten die umliegenden Gullis gegen einlaufende Schadstoffe ab und
verschafften sich Zugang zu den leckgeschlagenen Kanistern. Diverses
auf dem Auflieger verrutschtes Stückgut wurde beiseite geräumt. Unter
den Sattelzug wurden Behältnisse als Erstmaßnahme gestellt, um die
ausgetretenen Flüssigkeiten aufzufangen. Anschließend wurden die
beschädigten Kanister abgedichtet.

Insgesamt waren es personalintensive Arbeiten, da ein aus zwei
Feuerwehrleuten bestehender Trupp nur ca. 20 Minuten an der
Einsatzstelle arbeiten kann und dann durch einen weiteren Trupp
ersetzt werden muss. Diese kurze Einsatzdauer resultiert aus dem
mitgeführten Atemluftvorrat und der Tatsache, dass der eingesetzte
Trupp zunächst dekontaminiert werden muss, bevor er die
Chemikalienschutzanzüge ablegen und wieder die Außenluft atmen kann.

Durch unterschiedliche Führungs- und Funkstrukturen sowie
verschiedenartige Ausrüstungsgegenstände in Nordwestmecklenburg und
in Lübeck traten während der Übung kleinere Probleme auf, die
kurzfristig behoben werden konnten. Die unter den fachkundigen Augen
verschiedener Beobachter durchgeführte Übung war insgesamt
erfolgreich verlaufen. Einsatzleiter Bernd Radtke vom Lübecker
Löschzug Gefahrgut zum weiteren Vorgehen: "Wir werden die Übung in
den nächsten Tagen mit den Führungskräften aus Nordwestmecklenburg
und Lübeck auswerten und Lösungen überlegen, um durch die Übung
entdeckte Probleme zu beseitigen. Ein gemeinsamer Einsatz kann sich
rasch ergeben, wir brauchen nur an gemeinsame Autobahnabschnitte zu
denken."

Premiere hatte auch ein zentrales "Logistikzentrum" für den
Einsatz. Alle benötigten Geräte und Ausrüstungsgegenstände sowie die
Ausrüstung der Trupps mit Schutzanzügen erfolgte an einer zentralen
Stelle. Diese Einrichtung hat sich bewährt und wird künftig in dieser
Form weiter betrieben.

An der Übung nahmen Einsatzkräfte aus folgenden Einheiten teil: Freiwillige Feuerwehren aus Lübeck: Israelsdorf, Dummersdorf und
Dänischburg.
Freiwillige Feuerwehren aus Nordwestmecklenburg: Rehna, Gadebusch,
Grevesmühlen, Dassow, Selmsdorf und Neuburg.
Technisches Hilfswerk aus Gadebusch. Arbeiter-Samariter-Bund aus
Warin.

Quelle: Stadtfeuerwehrverband Lübeck

Impressum