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Agentur für Arbeit Lübeck

Allgemein/ Pol/RettungsD Verkehr

Abschlussmeldung der Lübecker Polizei zur HL-Groß-Demo

28. März 2009 (HL-red.) Nun liegt die Abschlussmeldung vor: Die Polizeidirektion Lübeck zieht eine positive Bilanz nach dem Demonstrationsgeschehen in der Hansestadt. Von einer etwaigen "Fortsetzung" am morgigen Sonntag wurde nichts bekannt.

Im Einzelnen schreibt die Polizeidirektion Lübeck: "Das Ziel, ein Zusammentreffen der Demonstrationsteilnehmer zu verhindern, und somit die Sicherheit der angemeldeten Versammlungen zu gewährleisten, wurde erreicht.
Die Polizei war mit rund 1800 Kräften aus Schleswig-Holstein sowie anderen Bundesländern im Einsatz.

Wie erwartet hatte sich der Bereich des Hauptbahnhofes zu einem Dreh- und Angelpunkt im Demonstrationsgeschehen entwickelt.

Bereits am Morgen waren mehrere hundert Bürgerinnen und Bürger dem Aufruf des Bündnisses „Wir können sie stoppen“, sowie dem evangelisch-lutherischem Kirchenkreis und dem Kreisverband der SPD gefolgt.
Sie hatten sich am Bahnhofsvorplatz eingefunden, um gegen den Aufzug der NPD zu demonstrieren.
Bis zum Mittag war die Teilnehmerzahl auf etwa 1500 angewachsen.

Gegen 12 Uhr trafen die ersten Teilnehmer des NPD-Aufzuges ein, deren 300 Teilnehmer sich eine Stunde später in Bewegung setzten.

Während die angemeldeten Versammlungen friedlich verliefen, kam es von überwiegend jungen Menschen zu teilweise massiven Angriffen auf Polizeibeamte.
Während des Aufzuges der NPD kam es von rund 500 Personen in Klein- und Großgruppen zu Angriffen Übergriffen auf Polizeibeamte.

Besonders erschreckend war hierbei die hohe Gewaltbereitschaft junger Menschen gegen unbeteiligte Personen, Einsatzkräfte der Polizei und fremdes Eigentum.

So wurden beispielsweise im Bereich der Hansestraße Polizeikräfte angegriffen, die als Verkehrsposten und Absperrkräfte eingesetzt waren.
Hierbei kam es zu Beschädigungen von Führungs- und Einsatzmitteln, von den Beamten wurde glücklicherweise niemand verletzt.
Vier Funkstreifenwagen wurden durch Steinwürfe beschädigt.

Gegen 16 Uhr war die Demonstration der NPD zu Ende.
Kurze Zeit später wurde die Veranstaltung des Bündnisses „Wir können sie stoppen“ ebenfalls für beendet erklärt, der angemeldete Aufzug durch die Lübecker Innenstadt fand nicht statt.

Im Laufe des Tages nahm die Polizei 2 Personen in Gewahrsam, welche am späten Nachmittag, nach erfolgter Personalienfeststellung, wieder entlassen wurden.

Die Polizei nahm insgesamt 179 Personen fest, es wurden Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs, der Körperverletzung sowie des Verstoßes gegen das Waffengesetz und mehrerer Sachbeschädigungen eingeleitet.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurden zwei Polizeibeamte leicht verletzt, sie sind weiterhin dienstfähig."

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