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Agentur für Arbeit Lübeck

Allgemein/ Pol/RettungsD Verkehr

Demos in Lübeck: Gewalt, ja, Verletzte nein - und wann Ende?

28. März 2009 (HL-red.) An dieser Stelle aktualisiert(e) Lübeck-TeaTime wie angekündigt regelmäßig über eingehende Polizeimeldungen: Erste Hinweise wie "ruhig und ohne Störungen" waren rasch überholt. Denn aus zuverlässiger Quelle wurde informiert, dass angeblich (auch) von Demonstranten Reizgas eingesetzt wurde, von Verletzten und auch von Steine werfenden Vermummten zu hören war. "Andere Ereignisse" wurden verständlicherweise aus Einsatzgründen zurückgehalten. Für diejenigen, die sich "besonders" dafür interessierten, gab und gibt es leider und bekanntermaßen immer noch andere "Möglichkeiten", sich zu informieren.

Zwischenzeitlich wurde das Ende der "NPD-Veranstaltung" gemeldet. Leider galt oder gilt das nicht für die "Gegen-Demo". Jetzt - gegen 18.30 Uhr - rücken zwar Sicherheitskräfte ab. Ein nun wirkliches "Einsatz-Ende"? Schau'n wir mal...

So lange auch Chaoten nicht auch "gestoppt" werden können, sollten sich demokratische Demonstrations-Initiaven nicht vorschieben und missbrauchen lassen.


Originaltexte:

1. Meldung (10.14 Uhr)
Auftaktveranstaltungen in der Hansestadt Lübeck verlaufen ruhig

Seit heute Morgen haben sich mehrere hundert Menschen in Lübeck versammelt, um gemeinsam gegen einen Aufzug der NPD, der heute Mittag stattfinden soll, zu demonstrieren.

In zahlreichen Kirchen fanden ab 09 Uhr Gottesdienste statt, in deren Anschluss knapp 400 Teilnehmer im Rahmen von Prozessionen in Richtung Hauptbahnhof gegangen sind.

Der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Lübeck, das Bündnis „Wir können sie stoppen“ sowie die Kreisgruppe der SPD haben zu einer Kundgebung um 10 Uhr am Bahnhofsvorplatz aufgerufen.
Dort haben sich bereits mehrere hundert Versammlungsteilnehmer eingefunden.

Die Polizei weist daraufhin, dass ab 10 Uhr mit Verkehrsbeeinträchtigungen im Bereich des Hauptbahnhofes zu rechnen ist.

Die Veranstaltungen verlaufen ruhig und ohne besondere Vorkommnisse, die Polizei musste ein Auto aus dem Veranstaltungsraum abschleppen lassen.

2. Meldung (11.32 Uhr)
Etwa 1500 Teilnehmer am Bahnhofsvorplatz (11.32):
Inzwischen ist die Zahl der Teilnehmer auf dem Bahnhofsvorplatz des Bündnisses „Wir können sie stoppen“, des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Lübeck und der Kreisgruppe der SPD auf rund 1500 angewachsen.

Erste Teilnehmer des Aufzuges der NPD sind ebenfalls am Hauptbahnhof Lübeck eingetroffen.

Die Veranstaltung verläuft nach wie vor ohne Störungen.

3. Meldung (13.14 Uhr)

Beginn des Aufzugs der NPD
Kurz nach 12 Uhr hatten sich im Bereich des Bahnhofes, Steinrader Weg, rund 300 Teilnehmer des Aufzuges der NPD versammelt. Nach Prüfung der Auflagen und Überprüfung der Ordner begann die Demonstration der NPD.
Der Aufzug setzte sich um 13 Uhr ohne Auftaktkundgebung in Bewegung.

Zuvor hatten Demonstranten der Versammlung auf dem Bahnhofsvorplatz versucht, in das Bahnhofsgebäude zu gelangen.

Einsatzkräfte der Bundespolizei drängten diese Personen aus dem Gebäude heraus.

Einzelheiten zu den Maßnahmen der Bundespolizei bitte ich bei der Pressestelle der Bundespolizei zu erfragen.

Der Aufzug der NPD bewegt sich zurzeit langsam und kontrolliert auf der Aufzugsstrecke.


4. Meldung (13.34 Uhr)
Verkehrsbeeinträchtigungen – Nicht die Fackenburger Allee benutzen

Derzeit kommt es im Bereich der Fackenburger Allee zu starken Beeinträchtigungen im Straßenverkehr durch Demonstrationsteilnehmer.

Die Polizei bittet Verkehrsteilnehmer, nicht über die Fackenburger Allee in Richtung Innenstadt zu fahren, sondern über die Lohmühle kommend die Nordtangente – über die Straßen „Bei der Lohmühle – Karlstraße – Einsiedelstraße- Eric-Warburg-Brücke-Hafenstraße“ - zu benutzen.


5. Meldung (14.19 Uhr)
Aktuelle Lagemeldung – Vermummte greifen Verkehrsposten der Polizei an

Der Aufzug der NPD befindet sich mit seinen etwa 300 Teilnehmern weiterhin auf der Aufzugsstrecke im Bereich Gluckstraße.
Hierbei kam es zu keinen nennenswerten Störungen.

Beamte, die im Bereich Marienbrücke sowie Drehbrücke als Verkehrs- und Absperrposten eingesetzt waren, wurden von vermummten, dunkel gekleideten Personen angegriffen und deswegen bis auf weiteres abgezogen.

Ob Personen bei diesen Vorfällen verletzt wurden, steht zurzeit nicht fest.

Die Polizei bittet die Autofahrer um erhöhte Aufmerksamkeit und bittet eindringlich, den Bereich des Demonstrationsgeschehens, Fackenburger Allee/ Schönböckener Straße sowie die Ziegelstraße weiträumig zu umfahren und die Nordtangente – „Bei der Lohmühle-Karlstraße-Einsiedelstraße-Eric-Warburg-Brücke“ zu nutzen.

6. Meldung (16.10 Uhr)
Aktuelle Lageentwicklung – Ende der NPD-Veranstaltung

Gegen 15.50 Uhr wurde die Veranstaltung der NPD beendet, die Teilnehmer begeben sich zur Abreise in den Bahnhof.
Während des Aufzuges versuchten immer wieder dunkel gekleidete und vermummte Kleingruppen, die Demonstration zu stören.
Dieses wurde größtenteils durch starke Polizeikräfte verhindert. Vereinzelt drangen Personen in die Nähe des Aufzuges, ohne diesen jedoch nennenswert zu stören.

Aus Sicherheitsgründen wurde kurzfristig eine Änderung der Aufzugsstrecke vorgenommen, so dass der Aufzug nicht von der Richard-Wagner-Straße in die Pfitzner- und Schönböckener Straße einbog, sondern den direkten Weg in die Artlenburger Straße nahm.
Die Gegenkundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz mit durchgehend 250-300 Teilnehmern dauert nach wie vor an.

Am frühen Nachmittag wurden im Bereich der Innenstadt und Hansestraße zwei Container angezündet, ohne dass es zu Folgeschäden kam.

Im Innenstadtbereich, Breite Straße, beschädigten vermummte Randalierer die Scheibe eines Schnellrestaurants.
Im Bereich der Hansestraße wurden die Einsatzkräfte der Polizei zum Teil massiv von dunkel gekleideten und Vermummten mit Gegenständen beworfen.
In der Hansestraße wurde das Gebäude des 2. Polizeireviers sowie mehrere Privatfahrzeuge mit Gegenständen beworfen.

Die Polizei setzte im Bereich Meierbrücke kurz den Wasserwerfer ein, nachdem Polizeibeamte aus einer Gruppe Störer heraus angegriffen wurden.

Die Einsatzkräfte nahmen bis 16 Uhr 77 Personen in Gewahrsam, nach bisherigem Kenntnisstand wurden keine Personen verletzt.


Quelle: PD Lübeck


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