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Agentur für Arbeit Lübeck

Allgemein/ Pol/RettungsD Verkehr

Feuerwehren Garanten für flächendeckende Hilfe - "Feier"wehren?

24. Mai 2013 (HL-Red-RB) Feuerwehren = Feierwehren? Wer eine solche "Diskussion" auslöst, zeigt wenig Kompetenz im Zusammenhang mit vor allem dem Ehrenamt Feuerwehr. Selbstverständlich also dieser Beitrag des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein: "Feuerwehren sind Garanten für flächendeckende Hilfe und
keine "Feierwehren" - Der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein nimmt die im Kreis Ostholstein hochgekommene Diskussion zu der Frage, ob in den Feuerwehren zuviel gefeiert wird, mit Bedauern zur Kenntnis. Der Verband steht durchaus auch für kritische Betrachtungsfragen offen, jedoch ist die am 23.5.2013 im Hörfunk geführte Diskussion aus unserer Sicht in der derzeitigen Lage völlig überzogen und trifft nicht die wirklich wichtigen aktuellen Problemstellungen aller Freiwilligen Feuerwehren im Lande. Im Gegenteil: Diese Art der Diskussion macht die Probleme nur noch größer. Denn alle Feuerwehren stehen vor der schwierigen Frage, wie sie ihre Personalsollstärken angesichts des einsetzenden demografischen Wandels auch in Zukunft halten können. Mit vielen guten Ideen und Konzepten wird landauf landab an dieser Frage intensiv gearbeitet. Die in der aktuellen Hörfunk-Berichterstattung aus unserer Sicht überzogene Darstellung der Feuerwehr als „Feierwehr“ wirkt da äußerst kontraproduktiv und entspricht nicht der Realität bei den meisten der 1400 Freiwilligen Feuerwehren.

Die Aussagen des Kreisbrandmeisters Ralf Thomsen gehen auf die Jahreshauptversammlung
des Kreisfeuerwehrverbandes Ostholstein am 11. Februar 2012 (!) zurück.
Thomsen bezog sich damals auf wenige Einzelfälle, bei denen Freiwillige Feuerwehren
für feuerwehrfremde Tätigkeiten wie Veranstaltungen, Reinigungsarbeiten und
Ausrichtung von Festivitäten eingesetzt wurden, sich aber gleichzeitig über Arbeitsüberlastung
und verstärkte Anforderungen der Ausbildung beklagten.
Wir verkennen nicht, dass das Gemeinschaftsleben in einer Feuerwehr auch von geselligen
Treffen getragen wird, bzw. für ein gutes Klima innerhalb der Wehr auch unabdingbar
ist. Selbstverständlich sollten diese Treffen im Rahmen bleiben – und das
tun sie in der Regel auch. Wie in allen Gemeinschaften können auch wir „schwarze
Schafe“ jedoch nicht gänzlich ausschließen. Speziell an diese wenigen hat sich der
Aufruf von KBM Thomsen gerichtet. Pauschalierungen helfen den Freiwilligen Feuerwehren
dagegen überhaupt nicht.
In Schleswig-Holstein stehen knapp 50.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer
rund um die Uhr bereit, um unseren Bürgerinnen und Bürgern stets eine qualitativ
hochwertige Notfallhilfe zukommen zu lassen. Diese Aufgabe wird von allen Feuerwehrangehörigen
mit enormen Pflichtbewusstsein und Engagement wahrgenommen."

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