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Agentur für Arbeit Lübeck

Allgemein/ Pol/RettungsD Verkehr

Polizeimeldungen zur heutigen Lübeck-Demo

31. März 2012 (HL-Red-RB) Die Polizeidirektion Lübeck übermittelte folgende Meldungen: Nr. 1: Hansestadt Lübeck - Hansestadt Lübeck, St.- Lorenz Nord
Demonstrationen am 31. März 2012 in der Hansestadt Lübeck: Für den heutigen Tag wurden in Lübeck mehrere Demonstrationen angemeldet. Die Nacht von Freitag auf Samstag verlief ruhig. Es wurden einige Personen im Bereich des Ziegeltellers und Steinrader Weg überprüft. Es kam zu keinen besonderen Vorkommnissen. Im Steinrader Weg war das Halten und Parken ab Freitag, 17 Uhr, nicht mehr gestattet. Die Haltverbote wurden rechtzeitig beachtet, so dass kein Fahrzeug abgeschleppt werden musste. Ab etwa 9 Uhr haben sich mehre hundert Bürger auf dem Markplatz versammelt und sind gemeinsam am Holstentor vorbei zunächst bis zum Bahnhofsvorplatz gegangen. Dort war die Anzahl der Versammlungsteilnehmer auf etwa 2.500 angewachsen. Nach einer Zwischenkundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz ging der Aufzug dann weiter über die Hansestraße – Meierbrücke – Wisbystraße bis zum Ziegelteller. Dort sind etwa 1.500 Versammlungsteilnehmer angekommen.

Die Veranstaltung verläuft bis jetzt absolut friedlich. Die Verkehrsteilnehmer werden noch einmal vorsorglich darauf hingewiesen, den Bereich um den Ziegelteller und ZOB großräumig zu umfahren.

Meldung 2 (Abschluss):
Am Ausgang des Hauptbahnhofs, Steinrader Weg, waren bis etwa 12 Uhr 120 NPD-Anhänger eingetroffen. Sie waren überwiegend mit dem Zug angereist.
Der angemeldete Lautsprecherwagen der NPD konnte nicht bis in den Steinrader Weg gelangen, da sich auf dem Weg dorthin zu viele Gegendemonstranten in den Weg stellten.
Während der Anfahrt zum Versammlungsort war der Lautsprecherwagen, ein roter VW Pritschenwagen, an einem Unfall mit einem Polizeifahrzeug beteiligt. Dabei wurden zwei Polizeibeamte (36 und 40 Jahre alt) verletzt und wurden vorsorglich in ein Lübecker Krankenhaus gefahren. Der Pritschenwagen wurde lediglich an der rückwärtigen Beleuchtung beschädigt. Der zivile Streifenwagen aus Schleswig-Holstein ist nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Eine Anzeige wurde geschrieben.
Gegen 12.20 Uhr setzte sich der Aufzug der NPD in Bewegung und führte um 12.30 Uhr in der Mitte des Steinrader Weges eine Zwischenkundgebung durch.

Zur selben Zeit waren die Redebeiträge auf dem Ziegelteller der Gegendemonstration beendet worden.
Nach der Zwischenkundgebung gingen die Teilnehmer der NPD-Veranstaltung zurück zum Bahnhof, von wo der größte Teil um kurz vor halb zwei mit dem Zug abreiste.
Die verbliebenen Teilnehmer warteten noch auf eine andere Zugverbindung.

Auch die Versammlung am Ziegelteller löste sich daraufhin auf.

Es wurden drei weitere Strafanzeigen gefertigt:
- An einem Werbewagen der SPD wurden in der vergangen Nacht zwei Reifen zerstochen.
- Aus einem Haus heraus in der Ziegelstraße wurde der so genannte Hitlergruß
gezeigt. Ein Mann wurde daraufhin in Gewahrsam genommen.
- Eine Person hatte gegen das Vermummungsverbot verstoßen.

Für die Polizei in Lübeck ist dieser Einsatztag insgesamt als erfreulich zu bezeichnen, insbesondere deshalb, weil er ausgesprochen friedlich verlief und die polizeilichen Ziele insgesamt erreicht werden konnten. Es kam zu keinerlei Ausschreitungen. Alle Demonstrationen konnten störungsfrei stattfinden; und auch die Verkehrsbeeinträchtigungen hielten sich in Grenzen."



Zum jetzigen Zeitpunkt sind Kräfte aus dem Lübecker Einsatz zur Polizeidirektion Kiel entsandt worden, um die dortige Polizei bei einem weiteren Einsatz zu unterstützen.

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