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Fronleichnam: Prozession Gläubiger hinter Monstranz mit Hostie

03. Juni 2010 (HL-Red-RB) Vorbemerkung Lübeck-TeaTime/Reinhard Bartsch: "Heute wird in einigen Bundesländern "Fronleichnam" begangen. In durchaus immer noch in trüber Erinnerung das 1995 Opfern des - vor allem in der evangelischen Kirche hoch geschätzten - Buß- und Bettages als gesetzlicher Feiertag zur Finanzierung der Pflegeversicherung. Das Land Sachsen hat ein Zeichen gesetzt und sich dem nicht untergeordnet. Dort gilt der Buß- und Bettag nach wie vor als gesetzlicher Feiertag.
Ein völlig unverständliches Politikum, dass bei der bis heute unterschiedlichen Bandbreite der Zahl gesetzlicher Feiertage in den Bundesländern (SH = 10 - Bayern = 13!) ein Opfer "aller" verlangt hätte, also einen in allen Bundesländern geltenden, aber auf die Gesamtzahl "bereinigenden" gesetzlichen Feiertag. Im "persönlichen" Gespräch mit der damaligen Ministerpräsidentin Heide Simonis bestätigte diese dem Verfasser gegenüber einmal später in Lübeck bei einem Wahlkampf-Termin, sich gegen diese einseitige Abschaffung "nicht habe durchsetzen können". Nach wie vor mein Kommentar dazu: beschämend, und vor allem kein Zeichen von wirklichem Wunsch nach Ökumene."
Dessen ungeachtet gerne zu Bedeutung und Klarstellung, was "Fronleichnam" eigentlich bedeutet - vor allem, was Dr. Martin Luther schon als römisch-katholischer Mönch davon hielt.

Mit freundlicher Genehmigung der CFS GmbH - Otto W. Ziegelmeier und damit "theology.de" stellt Lübeck-TeaTime aus deren Juni-NEWSletter den dementsprechenden Beitrag vor:



Fronleichnam.
Das Fest geht zurück auf eine Vision der später heiliggesprochenen Augustinernonne Juliana von Lüttich im Jahre 1209. Sie habe, so wird berichtet, beim Beten den Mond gesehen, der an einer Stelle verdunkelt gewesen sei. Christus habe ihr erklärt, dass der Mond die Kirche bedeute, der dunkle Fleck das Fehlen eines Festes des Eucharistie-Sakraments.
Fronleichnam erhält durch die Prozession, bei der die Gläubigen hinter der Monstranz mit der Hostie herschreiten, ein besonderes Gepräge. In dieser Art wurde das Fest erstmals 1279 in Köln begangen.
Vor dem Hintergrund der mittelalterlichen Verzweckung des Festes (wie parallel des Reliquienkults) für die Gewinnung von Ablassgeldern ist es nicht verwunderlich, dass der vormalige Augustinermönch Martin Luther ein ausdrücklicher Gegner des Fronleichnamsfestes war; er bezeichnete es 1527 als das „schädlichste aller Feste“ und betrachtete die Prozessionen als unbiblisch und als Gotteslästerung. Heute dagegen wirken nicht selten evangelische Pastoren in Amtstracht bei der Fronleichnamsfeier mit.

In der Orthodoxen Kirche ist die Zurschaustellung des eucharistischen Brotes unbekannt.


... weiterlesen:
http://www.theology.de/kirche/kirchenjahr/fronleichnam.php."

Quelle: theology.de
Autor/Meinung: Reinhard Bartsch

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