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Kultur Wissenschaft Ausbildung

Antje Peters-Hirt stellt 11. Literarische Nacht „Metropolen“ vor

26. Mai 2010 (HL-Red-RB) Antje Peters-Hirt vom St. Petri Kuratorium gestern Mittag im St. Petri Café. Auf dem Tisch ausgebreitet Notizen, Bücher, Bücher. Bücher neben sich auf der Bank - stapelweise. So begann sie mit der Vorstellung der 11. Literarischen Nacht, die ab dem frühen Abend des 12. Juni hier in eben der Kulturkirche St. Petri stattfinden wird. "Daten und Fakten" dabei soweit nötig, als vielmehr eine Fülle von "Vita und Werk" der Literaten, die erahnen ließ, dass sie sich "kurz" fassen musste, um einen gewissen zeitlichen Rahmen nicht zu sprengen. So fundiert und spannend geradezu, dass die angekündigte Literarische Nacht sich in diesem Gespräch schon zu einem Muss entwickelte...





Foto (© Reinhard Bartsch – Lübeck): Vermittelte ungemein kompetent die 11. Literarische Nacht in St. Petri: Antje Peters-Hirt

Und dies ihr vorbereiteter Beitrag:
"Die Literarische Nacht findet zum elften Mal in Lübeck statt und beschäftigt sich in diesem Jahr mit dem Thema „Metropolen“. Am Anfang war die Stadt oder zumindest das Bedürfnis danach. Schon seit Jahrtausenden haben sich immer wieder Menschen aufgemacht, dem Landleben, der Unfreiheit, der Kontrolle und den Ritualen zu entfliehen – in die Stadt. Zu reden sein wird über alte und neue Metropolen. Die Stadt Rom wird ebenso im Fokus der Literarischen Nacht stehen, wie New York. Die bislang größte Stadt der Welt, Mumbai (Bombay), kommt zu ihrem Recht wie die unter der Last ihrer Geschichte letztlich nicht untergegangene Metropole Wien. Und was ist eigentlich mit Berlin, der alten neuen Stadt, Deutschlands einziger Weltstadt, zurückerobert durch die deutsche Vereinigung?

Dass „Stadtluft frei macht“ wusste man schon früher, nicht nur in Lübeck! Es gibt aber auch eine Schattenseite: Die Individualität, die gesucht wird, hat vielfach auch die mit Einsamkeit verbundene Anonymität im Gefolge. Mit der Masse einher geht eine gewisse Melancholie und das Gefühl, in der Menge unterzugehen.

Zur Metropole gehört immer ihr Glanz: Bunte Bilder, Leuchtreklamen, Glamour, Reichtum, Luxus, große Autos, große Häuser, große Boulevards und große Hotels. Die, die draußen stehen, laden die Metropole mit ihren Fantasien auf. Nicht alle Menschen halten das aus: Dieses „Auf-sich-zurückgeworfen-sein“. Schließlich ist der Großstadtdschungel das letzte, große Abenteuer. Immer ist Zeit Geld. Es geht immer darum, der Erste zu sein. Das Schlendern des Flaneurs der Jahrhundertwende wird zur Gehetztheit des Young Urban Professionals von heute.

Der berühmte Niederländer Cees Nooteboom (*1933) schreibt als großer Reisender schon sein ganzes Leben über Metropolen. Insbesondere Berlin steht im Mittelpunkt seiner Gedanken und Aufzeichnungen. Dass Hanns-Josef Ortheil (* 1951) sich als Kenner und Liebhaber Roms eine Namen gemacht hat, ist bekannt. Nicht nur „Faustinas Küsse“, sondern auch sein jüngster Roman „Die Erfindung des Lebens“ spielen in der italienischen Hauptstadt.
Die 1949 in Ostberlin geborene Autorin Barbara Honigmann bringt in ihrem umfangreichen Werk mehrere große Städte dieser Welt in ihrer lebenslangen biographischen Erkundungssuche zusammen. Ausgehend von Straßburg entdeckt sie Jerusalem und vor allem New York. Ihr neues Buch „Das überirdische Licht“ lautet im Untertitel „Rückkehr nach New York“.

Von der Main-Metropole nach Rajasthan: Dass Martin Mosebach (* 1951) ein Weltenbummler ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Nachdem er sowohl Romane („Westend“) als auch Reiseessays über seine Heimatstadt („Mein Frankfurt“) geschrieben hat, beschäftigt sich sein neuestes Buch „Stadt der wilden Hunde“ mit Indien.
Das jüngste Mitglied der Runde ist die 1973 in München geborene Annika Reich, deren erster Roman „Durch den Wind“ seit wenigen Wochen vorliegt und die Bestsellerlisten im Sturm erobert hat. Die studierte Ethnologin und Autorin lässt vier junge Frauen im Mikrokosmos Berlins nach dem richtigen Leben suchen.
Anders Lilian Faschinger. Die 1950 in Österreich geborene Anglistin beschäftigt sich ihr ganzes Schriftstellerleben mit der Traditionsmetropole Wien. Nach ihrem vielgerühmten Roman „Magdalena Sünderin“ liegen inzwischen mit „Wiener Passion“ und „Stadt der Verlierer“ weitere Wien-Romane vor.




Plakat Veranstalter


Durch den Abend führt Ruth Fühner vom Hessischen Rundfunk, freie Redakteurin und unter anderem Moderatorin der ARD-Radionacht der Bücher.
Die Begrüßung und Einführung in den Abend übernimmt Antje Peters-Hirt.

Musikalisch wird die lange Nacht der Literatur begleitet vom New York Jazz Collective, bestehend aus Adam Larson (Tenorsaxophon), Nils Weinhold (Gitarre), Jonas Ganzemüller (Altsaxophon), Taylor Waugh (Bass) sowie Bastian Weinhold (Schlagzeug).

Mit Speisen und Getränken aus den Metropolen der Welt ist für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt.

Diese jährlich stattfindenden Nächte haben sich in ganz Norddeutschland als literarischer Veranstaltungshöhepunkt fest etabliert und stoßen auf ein großes Medien- und Publikumsinteresse. Das Ziel der Literarischen Nacht ist die Zusammenführung von Autorinnen und Autoren in Lese- und Gesprächssituationen zu einem Thema.
Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und endet gegen Mitternacht. In den Pausen werden musikalische wie kulinarische Genüsse angeboten. Insgesamt nehmen an der Literarischen Nacht ca. 400 Personen teil.

Veranstalter: Bücherstube Caterina Rex, Buchhandlung Weiland, Pressezentrum Lübeck, St. Petri-Kuratorium und Volkshochschule Lübeck.

Sponsoren: Hansestadt Lübeck (Fachbereich Kultur), Literaturhaus Schleswig-Holstein, Radisson Blu Senator Hotel, Stadtbibliothek Lübeck, Freunde der Stadtbibliothek, Buddenbrookhaus, Deutsche Auslandsgesellschaft.


METROPOLEN
Dr. Ruth Fühner im Gespräch mit den Autoren
Lilian Faschinger, Barbara Honigmann, Martin Mosebach, Cees Nooteboom, Hanns-Josef Ortheil und Annika Reich.
Musik: New York Jazz Collective
Samstag, 12. Juni 2010, 19 Uhr, St. Petri zu Lübeck
Eintritt 22,- / 16,- Euro ermäßigt

Kartenvorverkauf hat begonnen:
Buchhandlung Weiland, Pressezentrum,
Bücherstube Caterina Rex und St. Petri Turmshop"












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