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Spielzeit 2010/11 im Musiktheater Schwerin

16. Mai 2010 (HL-Red-RB) Mit seiner ersten Premiere am 19.11.2010 zeigt das Musiktheater mit Gaetano Donizettis „Lucia di Lammermoor“ wohl die Belcanto-Oper par excellence. Das Libretto der 1835 in Neapel uraufgeführten Oper entstand nach der Romanvorlage des damaligen „Bestsellerautors“ Sir Walter Scott. Die unglückliche Liebe der Titelheldin Lucia zu dem Erzfeind ihrer Familie Edgardo Ravenswood und schließlich die Zwangsverheiratung mit einem von ihrem Bruder ausgewählten Mann führt die psychisch labile, junge Frau in den Wahnsinn.

Die Koloraturen Lucias in der berühmten „Wahnsinnsszene“ sind nicht, wie in vielen anderen Opern jener Zeit, virtuoser Selbstzweck, sondern vielmehr furioser Ausdruck ihres delirierenden Geistes. Die Titelpartie der Lucia wird von der jungen koreanischen Sopranistin Hyunju Park gesungen, seit der Spielzeit 2009/2010 Ensemblemitglied des Musiktheaters. Als Edgardo kehrt der beliebte Tenor Alex Vicens als Gast an das Mecklenburgische Staatstheater zurück. Die musikalische Leitung hat GMD Matthias Foremny, Regie führt Oberspielleiter Arturo Gama.

Ab dem 21.1.2011 steht für die Freunde der Operette mit Carl Millöckers „Der Bettelstudent“ ein Klassiker des Genres auf dem Spielpan. Eine Premiere dieses Werks gab es in Schwerin zuletzt in der Spielzeit 1989/90. Die Regie übernimmt Andreas Baesler, der mittlerweile an die 120 Inszenierungen geschaffen hat, u.a. in Mannheim, Stuttgart, Braunschweig, Innsbruck, Kaiserslautern, Münster, Luxemburg, Oldenburg, Nancy, der Opéra du Rhin Strasbourg und den Internationalen Musikfestwochen Luzern. Von 2004 bis 2008 war Andreas Baesler Chefregisseur am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen.

Am 8.4.2011 hat dann Wolfgang Amadeus Mozarts dramma giocoso „Così fan tutte“ im Großen Haus Premiere. Mozarts heitere und zugleich weise Oper um die Fragilität partnerschaftlicher Liebesbeziehungen wird von einem mittlerweile glänzend aufeinander eingespielten Leitungsteam auf die Bühne gebracht: Wie schon bei „Hänsel und Gretel“ und „Die Großherzogin von Gerolstein“ liegt die musikalische Leitung bei Judith Kubitz. Die Regie übernimmt Arturo Gama

Im E-Werk wird in der kommenden Spielzeit die Reihe der Kammeropernprojekte weitergeführt. So werden am 3.12.2010 in Schwerin erstmals die „Eight songs for a Mad King“ von Peter Maxwell Davies zu hören sein. Es war das Schicksal des britischen Königs George III., das Peter Maxwell Davies 1969 zu seinem Monodrama „Acht Gesänge für einen verrückten König“ anregte. Der König litt an der seltenen Stoffwechselkrankheit Porphyrie, die ihn in die vollkommene geistige Umnachtung führte. Oberspielleiter Arturo Gama hat nun gemeinsam mit dem musikalischen Leiter der Produktion, Martin Schelhaas, ein Konzept entwickelt, das die Musik Maxwell Davies’ in Dialog treten lässt mit Liedern

und Instrumentalstücken von John Dowland und Henry Purcell. Der gesamte Abend heißt: „Eight Songs for a Mad King – George III. und der Wahnsinn“. Übrigens: George III. heiratete 1761 Sophie Charlotte von Mecklenburg Strelitz.

Mit Wilfried Hillers zauberhaftem Singspiel „Das Traumfresserchen“ erscheint dann ab dem 1.4.2011 eine neue Kinderoper auf dem Schweriner Spielplan. „Das Traumfresserchen“, zu dem Michael Ende das Libretto schrieb, wurde 1991 in Bremen uraufgeführt und erfreut sich seitdem beim jüngsten Publikum großer Beliebtheit. In Schwerin inszeniert es Sibylle Krantz, eine Regisseurin mit vielfältiger Erfahrung im Bereich des Kinder- und Jugendtheaters.

2011 erkunden die SCHLOSSFESTSPIELE SCHWERIN einen neuen Spielort, wenn Carl Maria von Webers romantische Oper „Der Freischütz“ auf die im barocken Schlossgarten gelegene Freilichtbühne kommt. Grund für den Ortswechsel sind umfassende Sanierungsarbeiten auf dem Alten Garten, der traditionellen Spielstätte der sommerlichen Open-Air-Produktionen. Zugleich stellt sich die historische Parkanlage des Schlosses mit ihren alten Bäumen als der ideale Ort für Webers Meisterwerk dar, indem sie als natürliche Kulisse einstimmt auf das phantastische Geschehen im unheimlichen Wald der Freischütz-Handlung. Die musikalische Leitung liegt bei GMD Matthias Foremny und die Regie übernimmt Frank Bernd Gottschalk.

Autor: HS

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