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Kultur Wissenschaft Ausbildung

Europatag? Ja. Aber herzlicheren Glückwunsch allen Müttern!

09. Mai 2010 (HL-Red-RB) Nach soviel Kultur - eine nun "andere" und tagesaktulle: Heute sind zwei "Tage" - der Europatag und der Muttertag. Europa - so hörte ich gestern, bedeutet im Ursprung in zwei Wortbestandteilen altgriech. eurís „weit“ und ops „Sicht“, „Gesicht“: „die mit der weiten Sicht“. Davon soll in diesem Augenblick nicht die Rede sein. Denn das würde auf Grund der politischen und wirtschaftlichen Lage im fernen "Athen" - bei aller Ehre um die Erfindung "Demokratie" - wobei die Politik dort auch Anteil an der dortigen Misere hat, den Sinn umkehren.

Muttertag heute hier in Deutschland (der Tag wird international völlig unterschiedlichen Datums begangen, und die Ehre soll heute allen Müttern gehören. Müttern von "Mama, Mutti bis Ma oder auch Mor", Müttern, die sich so gerne von ersten Lauten eines Kindes an hören und spannend durchaus, was zuerst zu verstehen ist: Ma-ma oder Pa-pa...).

Unvermeidlich die Frage auch nach dem Ursprung: wenn man nachvollzieht Amerika - zuvor hatten Griechen und Römer solches im Sinn. Vielleicht mehr auf ihre Göttinnen bezogen. Immerhin scheiterte unter Napoleon die Einführung eines solchen Festtages an der bevorstehenden Schlacht von Waterloo. Wie auch immer: 1922 waren die "Blumengeschäfte" mit diesem Feiertag wohl erfolgreich. Und dies bis heute. Jedenfalls eines steht fest: Gäbe es den Ehrentag für die Mütter noch nicht, müsste man diesen rasch "erfinden".




Foto (© Reinhard Bartsch – Lübeck): Mit diesem Rosenstrauß auch von Lübeck-TeaTime die allerherzlichsten Glückwünsche zum Muttertag



An dieser Stelle also gerne auch das Liebkosen der Mamas mit folgenden Versen des "Dichterfürsten" Johann Wolfgang von Goethe ( 1749 - 1832):

An meine Mutter

Obgleich kein Gruß, obgleich kein Brief von mir
So lang dir kömmt, lass keinen Zweifel doch
Ins Herz, als war' die Zärtlichkeit des Sohns,
Die ich dir schuldig bin, aus meiner Brust
Entwichen. Nein, so wenig als der Fels,
Der tief im Fluß vor ew'gein Anker liegt,
Aus seiner Stätte weicht, obgleich die Flut
Mit stürm'schen Wellen bald, mit sanften bald
Darüber fließt und ihn dem Aug' entreißt,
So wenig weicht die Zärtlichkeit für dich
Aus meiner Brust, obgleich des Lebens Strom
Vom Schmerz gepeitscht bald stürmend drüber fließt,
Und von der Freude bald gestreichelt still
Sie deckt und sie verhindert, daß sie nicht
Ihr Haupt der Sonne zeigt und ringsumher
Zurückgeworfne Strahlen trägt und dir
Bei jedem Blicke zeigt, wie dich dein Sohn verehrt.

Autor: Reinhard Bartsch

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