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Ausstellung "Friedrich Leopold Graf zu Stolberg" (1750-1819)

02. Mai 2010 (HL-Red-RB) Die Stiftung Eutiner Landesbibliothek übermittelte folgenden Beitrag zu der Ausstellung "Friedrich Leopold Graf zu Stolberg (1750-1819) – Standesherr wider den Zeitgeist - Ausstellung der Eutiner Landesbibliothek und des Gleimhauses Halberstadt 9. Mai - 27. Juni 2010 - Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin Di - Fr 10 - 13 u. 14 - 17 Uhr, Sa u. So 10 - 17.30 Uhr.
Ausstellungseröffnung
9.5.2010 um 11.30 Uhr in der Eutiner Landesbibliothek, Schlossplatz 4 und dem Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1.
Wie ward Fritz Stolberg ein Unfreier? fragte Johann Heinrich Voß 1819 bewusst provozierend – und er meinte damit die Aufsehen erregende Konversion seines früheren Freundes, des Dichters und Eutiner Kammerpräsidenten Friedrich Leopold Graf zu Stolberg, zum Katholizismus im Jahr 1800. Stolberg und Voß waren die bedeutendsten Dichtergestalten in Eutins ›großer Zeit‹ am Ende des 18. Jahrhunderts. Während man über den Homer-Übersetzer Voß inzwischen relativ gut Bescheid weiß, ist Stolberg jedoch noch weitgehend ein Unbekannter. Dies zu ändern ist das Ziel einer Ausstellung, die die Eutiner Landesbibliothek und das Gleimhaus Halberstadt vom 9. Mai bis zum 27. Juni im Ostholstein-Museum zeigen.




Gemälde ü/Vweranstalter


Friedrich Leopold Graf zu Stolberg (1750-1819) – Standesherr wider den Zeitgeist lautet der Titel der Ausstellung, die den Dichter, Übersetzer, Diplomaten und Staatsmann Stolberg als ebenso widersprüchlichen wie konsequenten Menschen zeigt, der stets im Widerspruch zu den herrschenden Tendenzen seiner Zeit stand. Als junger Sturm-und-Drang-Dichter hatte der junge Reichsgraf gegen die Willkür der europäischen Fürsten gewettert, die Freiheit besungen und poetisch Tyrannenblut fließen lassen. Mit seinem Übertritt zur katholischen Kirche setzte er dann ein ganz anderes Signal wider den Zeitgeist im protestantischen Norden. Zahlreiche seiner Freunde wurden zu Gegnern, ja, Feinden. Stolberg, der als Teil der neuen, aufgeklärten deutschen Literatur gegolten und sich als Staatsmann um soziale Reformen bemüht hatte, war – so schien es vielen – ins Lager der »Geistesknechtschaft« (Voß) gewechselt.
Die Exponate der Ausstellung stammen überwiegend aus den zwei großen Stolberg-Sammlungen, die die Eutiner Landesbibliothek in den Jahren 2006 und 2007 mit Hilfe zahlreicher Spender erwerben konnte. Sie werden ergänzt durch wichtige Leihgaben aus Privatbesitz und öffentlichen Museen. Besonders froh sind die Ausstellungsmacher Dr. Ute Pott (Gleimhaus Halberstadt) und Dr. Frank Baudach (Eutiner Landesbibliothek), dass es möglich wurde, drei wertvolle Gemälde des berühmten Porträtisten Anton Graff vom Goethe-Haus in Frankfurt a.M. auszuleihen. Sie zeigen Stolberg und seine beiden Ehefrauen Agnes und Sophie. Auch ein bislang unbekanntes zeitgenössisches Stolberg-Porträt aus Privatbesitz, das die Eutiner Landesbibliothek vor kurzem als Dauerleihgabe erhalten hat, wird in der Ausstellung erstmals öffentlich präsentiert.
Die von der Sparkassen-Stiftung Eutiner Landesbibliothek und den Freunden der Eutiner Landes­bibliothek geförderte Ausstellung wird vom 9. Mai bis zum 27. Juni im Ostholstein-Museum Eutin, danach vom 4. Juli bis 19. August im Gleimhaus in Halberstadt und dann noch einmal vom 16. September bis 10. Oktober im Schloss Ahrensburg gezeigt.
Die Eutiner Ausstellungseröffnung beginnt am Sonntag, dem 9. Mai, um 11.30 Uhr im Seminarraum der Eutiner Landesbibliothek mit Grußworten von Kreispräsident Joachim Wegener (Kreis Ostholstein), Sparkassendirektor Peter Becker (Vorstand Sparkassen-Stiftung Eutiner Landesbibliothek) und Wittchen von Schönfels (Vorstand Freunde der Eutiner Landesbibliothek) sowie einer Einführung in das Thema von Dr. Ute Pott und Dr. Frank Baudach. Anschließend wird zur Ausstellungsbesichtigung im Ostholstein-Museum eingeladen. Gäste sind herzlich willkommen."


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