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Agentur für Arbeit Lübeck

Kultur Wissenschaft Ausbildung

HS-Kulturkorrespondenz zum Spielplan Theater Lübeck 2010/11

01. Mai 2010 (HL-Red-RB) Auf der Pressekonferenz der Theater Lübeck gGmbH am 30. April 2010 zum Spielplan der Saison 2010/11, sagte der Geschäftsführende Theaterdirektor Christian Schwandt: »Das Theater und das Orchester sind seit etwa zwei Jahren so erfolgreich wie seit zehn Jahren nicht mehr. Wir haben in den vergangenen drei Spielzeiten die Eigeneinnahmen inklusive Spenden und Sponsoring von ca. 1,9 Mio. Euro auf fast 3 Mio. Euro erhöht und gleichzeitig bei den Kosten etwa 4 bis 500.000 Euro pro Jahr eingespart. In der vergangenen Saison hatten wir einen Selbstfinanzierungsgrad von 17,73 %. Eine Eintrittskarte wird in Lübeck mit 87 Euro subventioniert. Vor drei Jahren waren es noch 104 Euro. Auch die übrigen Zahlen können sich sehen lassen. Wir haben die Zuschauerzahlen von 144.000 über 165.000 auf 178.000 in der Spielzeit 2008/09 erhöht, werden in der laufenden Saison 2009/10 auch etwa bei 172.000 Zuschauern landen. Wir haben eine ausgesprochen erfolgreiche Jungendarbeit. Die Schüler-Abos konnten in den vergangenen drei Jahren von 350 auf 700 verdoppelt werden. Wir haben in dieser Saison ein neues Azubi-Abo eingerichtet, bei dem wir mit der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer kooperieren. Dort gibt es inzwischen etwa 50 Abos.
Unser Problem ist die Personalkostenentwicklung im Öffentlichen Dienst. Die Personalkosten haben in der Saison 2007/08 noch 12,7 Mio. Euro betragen, in der Saison 2008/09 13,3 Mio. Euro und werden sich in der laufenden Saison 2009/10 auf 13,98 Mio. Euro steigern und in der Saison 2010/11 auf 14,2 Mio. Euro. Mit der Sitzung vom 25.03.2010 hat die Hansestadt Lübeck den Zuschuss für das Theater von 5.776.700 Euro auf 6.618.800 Euro erhöht. Es handelt sich bei dem Erhöhungsbetrag um die tarifmäßig entstandenen Mehrkosten im Kalenderjahr 2010 Der Zuschuss aus den FAG-Mitteln wird 2010 und 2011 nach heutigem Stand bei 9,8 Mio. Euro bleiben.
Im Zentrum des Spielplans 2010/11 steht das Wagner-Mann-Projekt mit insgesamt 18 Aufführungen von Wagner-Opern und 22 Vorstellungen von Thomas-Mann- Dramatisierungen. Das ist eine Herausforderung, wie wir sie am Theater Lübeck lange nicht hatten. Natürlich in erster Linie für die Künstler, aber auch für die doch recht spärlich besetzten technischen Abteilungen des Theaters, die große logistische Aufgaben meistern müssen.
Im Musiktheater haben wir statt 8 nur noch 7 Premieren. Im Schauspiel hatten wir in den Kammerspielen in der Saison 2007/08 noch 9 Premieren und haben in der kommenden Saison nur noch 6. Möglich geworden ist dies, weil wir sehr viele erfolgreiche Stücke sowohl im Schauspiel als auch im Musiktheater haben, die noch nicht abgespielt sind und deshalb über mehrere Spielzeiten im Spielplan gehalten werden können. Wir planen, unser Abonnement-System umzustellen und in Zukunft für die Tage Montag bis Mittwoch uns auf Proben zu beschränken und den Spielbetrieb auf die Tage Donnerstag bis Sonntag zu konzentrieren. Dadurch werden wir Einnahmen verlieren aber auf der anderen Seite erhebliche
Produktivitätsfortschritte gewinnen. Wir sind durch diese Maßnahmen bis zum 31.12.2011 finanziert und das ist Zeiten wie diesen ein schöner Erfolg.«

Der Spielplan für die nächste Saison

Im Rahmen der Jahres-Pressekonferenz haben Operndirektor und GMD Roman Brogli-Sacher und Schauspieldirektor Pit Holzwarth am heutigen Freitag, den 30. April 2010, vor zahlreichen Medienvertretern den Spielplan für 2010/2011 vorgestellt. Das Lübecker Projekt »Wagner-trifft-Mann«, das national und international auf Begeisterung bei Publikum und Presse stößt, findet mit »Götterdämmerung« und der Uraufführung von »Doktor Faustus«
seine Vollendung. Premiere des Dritten Tags von Richard Wagners Bühnenfestspiel ist am 5. September – die Regie übernimmt Anthony Pilavachi, die Musikalischen Leitung Roman Brogli-Sacher –, für John von Düffels Dramatisierung von Thomas Manns Roman hebt sich am 17. Oktober der Vorhang in der Beckergrube; Schauspieldirektor Pit Holzwarth zeichnet für die Inszenierung verantwortlich. Im September 2010, Februar 2011 und Mai 2011 wird »Der Ring des Nibelungen« als vollständiger Zyklus zu erleben sein, jeweils im Februar und im Mai 2011 steht zudem auch der komplette Thomas-Mann-Zyklus auf dem Programm des Lübecker Jugendstiltheaters. Musiktheater und Schauspiel verbinden sich zu diesem krönenden Höhepunkt und werden jeweils binnen 14 Tagen alle acht Produktionen zeigen. Das Theater Lübeck bietet für »Wagner-trifft-Mann« attraktive Paketpreise an: Wer sich für den reinen Wagner-Zyklus oder den reinen Mann-Zyklus entscheidet, spart ca. 20 Prozent
gegenüber dem Einzelkartenkauf; wer das Gesamtpaket »Wagner-trifft-Mann« wählt, erhält einen Rabatt von rund 30 Prozent!

Im Musiktheater dürfen sich Freunde des Musicals auf »Anatevka« von Jerry Bock freuen, die Regie übernimmt Jürgen Pöckel, die musikalische Leitung Ludwig Pflanz (P: 03/10/10). Es folgt mit »Hänsel und Gretel« von Engelbert Humperdinck eine beliebte Oper für die ganze Familie – Premiere ist rechtzeitig zur Vorweihnachtszeit, die Inszenierung macht Herbert Adler (P: 12/11/10). Das italienische Repertoire wird ergänzt durch Verdis Oper »Falstaff« nach der Shakespeare-Komödie, einer Zusammenarbeit von Roman Brogli-Sacher (Musikalische Leitung) und Anthony Pilavachi (Regie) (P: 30/12/10). Als Doppelabend präsentiert das Theater Lübeck die Kurzoper »The Lighthouse« von Peter Maxwell Davies und die Dramatische Kantate von Othmar Schoeck »Vom Fischer un syner Fru« (P: 11/02/11). Es folgen Arrigo Boitos Oper »Mefistofele« in der Inszenierung von Heinz Lukas-Kindermann (P: 25/03/11) und in Koproduktion mit dem Pfalztheater Kaiserslautern sowie die Neuproduktion von Georges Bizets »Carmen« (P: 30/04/11). Als Kinderoper zeigt das
Theater Lübeck in Kooperation mit der Taschenoper Lübeck »Die Entführung aus
dem Serail für Kinder« im Jungen Studio (P: 07/11/10).

Das Schauspiel präsentiert zum Saisonauftakt in den Kammerspielen Bertolt Brechts »Die heilige Johanna der Schlachthöfe« in der Inszenierung von Stephan Suschke (P: 03/09/10), gefolgt von William Shakespeares Komödie »Wie es euchgefällt«. Patrick Schlösser, der mit dem »Sommernachtstraum« einen großen Erfolg in Lübeck feierte, kehrt für diese Produktion zurück (P: 18/09/10). Klaus Hemmerle inszeniert nach mehreren Erfolgsproduktionen in den vergangenen Spielzeiten mit »Engel für Dylan« (Arbeitstitel) einen Liederabend und musikalischen Roadtrip mit der Stimme Amerikas (P: 15/10/10). Als Weihnachtsmärchen präsentiert das Theater Lübeck in der kommenden Spielzeit »Alice im Wunderland«; es inszeniert Barry Goldman (P: 26/11/10). Am 21/01/11 hebt sich im Großen Haus der Vorhang für »The Black Rider« von Tom Waits, Robert Wilson und William S. Burroughs. Michael
Wallner übernimmt die Regie, Willy Daum die musikalische Leitung. Weitere Premieren in den Kammerspielen sind »Verbrennungen« von Wajdi Mouawad,inszeniert von Andreas Nathusius (P: 10/12/10), »Der Fall der Götter« nach dem Drehbuch von »Die Verdammten« (P: 26/03/11) sowie »Amphitryon« von Heinrich von Kleist – für diese Produktion konnte erneut Niklaus Helbling gewonnen werden (P:15/04/11).
Im Jungen Studio zeigt das Theater Lübeck drei Neuproduktionen: DenMonolog von Franz Kafka »Ein Bericht für eine Akademie« (09/10/10) , den Soloabend nach dem Buch von Anne Frank »Das Tagebuch der Anne Frank« (Oktober 2010) sowie »Clyde und Bonnie« von Holger Schober (P: 20/01/11)
Zahlreiche Erfolgsproduktionen werden in der Spielzeit 2010/11 wieder aufgenommen, darunter – neben den sechs »Wagner-trifft-Mann«-Produktionen – Puccinis »Turandot«, Lloyd Webbers Musical »Evita«, »Das Rheingold für Kinder« nach Wagner, Lessings »Nathan der Weise«, Tschechows »Der Kirschgarten«, »Wie im Himmel« nach dem Film von Kay Pollak und »Rio Reiser« von Pit Holzwarth und Renato Grünig."

Quelle:
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