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Hamburg: Ein-Meter-Spiegelteleskop glänzt wieder

27. April 2010 (HL-Red-RB) Feierliche Übergabe des sanierten Gebäudes an die Stadt und die
Universität in Hamburg: Rund 19 Monate wurde an dem Gebäude gearbeitet, nun erstrahlt der Standort des Ein-Meter-Spiegelteleskops der Hamburger Sternwarte in Bergedorf wieder im alten Glanz. Zur feierlichen Übergabe an die Freie und Hansestadt Hamburg und die Universität Hamburg laden am Mittwoch, den 28. April 2010 um 11.30 Uhr die Vorsitzende des Fördervereins Hamburger Sternwarte e.V., Professor Dr. Gudrun Wolfschmidt, und der Geschäftsführende Direktor der Hamburger Sternwarte, Professor Dr. Jürgen Schmitt, ein. Bei der Veranstaltung sprechen auch Professor Dr. Karin von Welck, die Senatorin der Behörde für Kultur, Sport und Medien, und Professor Dr. Dieter Lenzen, der Präsident der Hamburger Universität. Anwesend ist auch Dr. Klaus Röhrer, Ortskurator Hamburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), die für die Sanierung des Gebäudes des Ein-Meter-Spiegelteleskops im vergangenen Jahr 40.000 Euro zur Verfügung gestellt hat.

Ende des 19. Jahrhunderts konnte die alte Hamburger Sternwarte an ihrem
Standort Millerntor durch Streulicht, Rauch, Erschütterungen und Lärm
von Hafen, Industrie und Stadt keine sinnvollen Messungen mehr
durchführen. Sie musste daher dem Museum für Hamburgische Geschichte
weichen und erhielt von 1906 bis 1912 einen neuen Standort in Bergedorf.
Nach einem Entwurf des Bauinspektors Albert Erbe entstand auf dem
Gojenberg eine der größten und modernsten zeitgenössischen Sternwarten
Europas. Mitsamt der bauzeitlichen Ausstattung ist hier beispielhaft
eine nahezu komplette historische Sternwarte von internationalem Rang
erhalten, die ihre besondere Bedeutung für Hamburg aus der engen
Verknüpfung von Seefahrt und Astronomie erhält. Die Anlage besteht aus
einer ganzen Reihe verstreut liegender repräsentativer Kuppelbauten in
neobarocken Formen: Dienst- und Wohngebäude, ein Gebäude für den
Refraktor, eines für den Meridiankreis, jeweils ein Bau für das
Spiegelteleskop und das fotographische Fernrohr sowie etliche
Nebengebäude.

Die historischen Gebäude sind mitsamt der optischen Geräte und den
technischen Details in einem außergewöhnlich guten Erhaltungszustand.
Sie dienen bis heute der Ausbildung, der Erprobung neuer Instrumente und
dem Training der Wissenschaftler. Die Ausstattung der neuen Sternwarte
mit Instrumenten der berühmten Hamburger Firma A. Repsold & Söhne war
richtungsweisend für die ganze Welt. Die Technik der Kuppeln und
Schiebedächer kam aus dem Hause Carl Zeiss Jena.

Auch der ein Meter messende Spiegel des so genannten Ein-Meter-Teleskops
wurde von Carl Zeiss in Jena hergestellt. Es steht in einem 1909
errichteten Gebäude, das 1925 durch ein eingeschossiges Vorgebäude
erweitert wurde. Bei seiner Inbetriebnahme 1911 war es das viertgrößte
Spiegelteleskop der Welt und blieb noch bis 1960 das größte in
Deutschland.

Die Bergedorfer Sternwarte ist somit eines von über 20 Denkmalen, die
die private Denkmalschutz-Stiftung aus Bonn bisher dank privater Spenden
und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in
Hamburg fördern konnte, darunter die Riepenburger Mühle und die
Hamburger Hauptkirchen St. Jakobi, St. Petri, St. Katharinen und St.
Michaelis.

Quelle: DSD


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