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Agentur für Arbeit Lübeck

Kultur Wissenschaft Ausbildung

Intern. Teilnehmer arbeiten freiwillig ein Jahr in Denkmalpflege

06. April 2010 (HL-Red/RB). Die von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) initiierte Jugendbauhütte Stade hat im Beisein von Kultusminister Lutz Stratmann ihren Betrieb aufgenommen. Seit September 2009 leisten hier junge Menschen in Denkmalpflegebetrieben und -institutionen ein Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege. In einem Pressegespräch im Schloss Agathenburg in Agathenburg stellten Professor Dr. Gottfried Kiesow, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), und Dr. Norbert Heinen, Geschäftsführer des Vereins "Jugendbauhütten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz e.V.", dieses gemeinsame Projekt vor.

Die Jugendbauhütte Stade, die von den
Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd) - vertreten durch
Vorstandsmitglied Dr. Torsten Löser - als langjährigem erfahrenem
Partner und Träger betreut wird, wird vom Land Niedersachsen, der
Klosterkammer Hannover, den Städten Stade und Buxtehude, dem Landkreis
Stade, der Kreissparkasse und den Sparkassen Stade - Altes Land und
Harburg-Buxtehude, den Lion´s Clubs und der Wohnstätte Stade gefördert.

Die DSD will durch die Jugendbauhütten verstärkt junge Menschen an das
Thema Denkmalpflege heranführen. Durch den freiwilligen einjährigen
Einsatz haben die Jugendlichen aus ganz Europa bis zum Alter von 26
Jahren die Chance, Klarheit über ihre eigenen Fähigkeiten und
beruflichen Neigungen zu gewinnen. Daher berichten als Teilnehmer des
ersten Jahres Carina Hoppe, Kristina Straub und Daniel Herold von ihren
seit Herbst gemachten Erfahrungen aus erster Hand. Nach einem ersten
Pilotprojekt in der Welterbestadt Quedlinburg konnte die Deutsche
Stiftung Denkmalschutz mittlerweile zwölf solcher Jugendbauhütten
starten.

Betreut von Silke Strauch als pädagogischer Leiterin der ijgd und an der
Seite erfah-rener Fachleute erhalten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen
einen unmittelbaren Eindruck von der Vielfalt denkmalpflegerischer
Themen. Sie sind dabei in den verschiedensten denkmalpflegerischen
Betrieben und Einrichtungen tätig: in Handwerksbetrieben, aber auch bei
Restauratoren und Architekten, bei Denkmalbehörden, Museen und anderen
Denkmalorganisationen. Die Einsatzstellen sind schwerpunktmäßig im
Landkreis Stade in der näheren Umgebung verteilt. In ihrem freiwilligen
Jahr setzen sich die Jugendlichen auch mit Fragen des interkulturellen
Lernens, dem sozialen Lernen, der Selbstorganisation, Emanzipation und
Ökologie auseinan-der.

Zusätzlich werden in sieben über das Jahr verteilten Seminarwochen
allgemeine Grundlagen der Denkmalpflege vermittelt. Dabei geht es um die
Geschichte des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege, die Bedeutung des
europäischen Kulturerbes, Stil- und Materialkunde sowie Forschungs- und
Arbeitsmethoden. Auch die rechtlichen Grundlagen und die einschlägigen
Berufsbilder spielen in den Seminaren eine Rolle.

Die "Jugendbauhütte Stade" kommt nach Ansicht des Geschäftsführers des
Vereins "Jugendbauhütten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz e.V.", Dr.
Norbert Heinen, dem Wunsch der Jugend nach freiwilligem Engagement in
Fragen und Vorhaben entgegen, die für die Gesellschaft wichtig sind.
Heinen hofft, dass der Erfolg des Projektes zu einer langfristigen
Finanzierung führt. Die Dauerhaftigkeit der bundesweit zwölf
Jugendbauhütten hinge jedoch ganz wesentlich davon ab, in welchem Umfang
sich private Stifter und Spender engagieren.

Quelle: DSD

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