Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

Kultur Wissenschaft Ausbildung

Kunst in Petrikirche HL: horst bartnig • konkret

30. März 2010 (HL-Red/RB.). Nach der gestrigen Vernissage ist heute Ausstellungsbeginn. Dauer der Ausstellung bis 09.05.2010, 11 bis 16 Uhr, außer montags, Eintritt frei. Zum Künstler: "Der 1936 in schlesien...(Pardon: ich, der Herausgeber von Lübeck-TeaTime, sehe jetzt gerade, nachdem ich "korrigieren" wollte, dass der gesamte Pressetext "klein" geschrieben ist. Ich habe dazu meine eigene Meinung - nur soviel: Daraus muss keine "besondere" Beziehung zur Kunst entstehen)...und seit jahrzehnten in berlin lebende künstler horst bartnig arbeitet seit mehr als 45 jahren im feld der konkreten kunst. konzentration, ausdauer, klarheit sind begriffe, die diese künstler kennzeichnen. konkret vor allem deshalb, weil hinter der konkreten linie, der konkreten farbe, der konkreten form keinerlei symbolik liegt, die bildnerischen elemente werden nicht metaphorisch eingesetzt, sie stehen für sich.
 
horst bartnig spielt in diesem reigen konkreter künstler eine besondere rolle, weil er sein werk in der ddr entwickelt hat. im atelier entwickelte er völlig unabhängig sein werk, das sich heute als selbständig und – trotz der reduzierten ausdrucksweise – als ganz und gar individuell zeigt. wie persönlich dieses werk ist, kann das publikum mit unserer ausstellung – auch im vergleich mit dem werk von hd schrader, der in lübeck in den vergangenen jahren häufig zu sehen war – erfahren. wie auch für hd schrader ist für horst bartnig das quadrat basis der entwicklung des künstlerischen werks. wir zeigen in st. petri – im grundriss ist ebenfalls das quadrat mannigfaltig zu finden – malerei und skulptur von horst bartnig und beziehen uns dabei ganz deutlich auf den zentralen raum der kirche, der chorbereich bleibt unberührt. die bilder hängen frei in den jochen rücken an rücken und die skulpturen gruppieren sich zu den bildern, die architektur reflektierend, auf dem terrakottaboden. ansonsten bleibt der kirchenraum leer.
 
gleichzeitg hat horst bartnig seit über 45 jahren jeweils zum jahreswechsel eine kleine arbeit als mail art an freunde und gesinnungsgenossen verschickt. die aktuelle „jahreswechselgabe“ ist in einer auflage von 600 exemplaren versandt worden. in der sakristei wollen wir diese grafischen arbeiten zeigen, die somit auch im kleinen eine retrospektive des werks von horst bartnig darstellt.
 
bartnig, der in den ddr-jahren selten und anfangs mehr oder weniger illegal ausstellte, wurde in den letzten jahren in größerem zusammenhang gezeigt: 1996 in der ostdeutschen galerie in regensburg (kunst als konzept), 1999 bis 2001 im quadrat. josef albers museum in bottrop, in der galerie für zeitgenössische kunst in leipzig und im neuen museum in nürnberg (retrospektive 1968-1998) und auch international wahrgenommen 2004 in der tretjkov galerie in moskau (berlin-moskau/moskau-berlin), 2006 im austria center vienna in wien (motiva) oder 2008 im kunstraum engländerbau in vaduz, liechtenstein. 1993 erhielt er den will grohmann preis der akademie der künste zu berlin und 2001 den hannah höch preis der berlinischen galerie. er ist mit seinen arbeiten in den sammlungen forum konkrete kunst in erfurt, der galerie für zeitgenössische kunst in leipzig und dem haus konstruktiv in zürich

Impressum