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Kultur Wissenschaft Ausbildung

Sonderausstellung "Janosch in Lübeck" im Günter Grass-Haus

15. März 2010 (HL-Red.). Schwarz-Gelb im Grass-Haus: Das Forum für Literatur und bildende Kunst präsentiert bis zum 27. Juni 2010 wunderbare Zeichnungen, Entwurfsskizzen, Aquarelle und Grafiken des berühmten Kinderbuchautors Janosch. Die Arbeiten veranschaulichen seinen künstlerischen Werdegang von den frühen 60er Jahren bis heute.

„Das Günter Grass-Haus verfolgt das bundesweit einmalige Konzept, dem Publikum
neben Günter Grass regelmäßig andere Doppelbegabungen vorzustellen. In den
vergangenen Jahren haben wir Ausstellungen über die Wort- und Bildkünstler J. W. v.
Goethe, Hermann Hesse, Wilhelm Busch, Robert Gernhardt und Friedrich Dürrenmatt
gezeigt. Und jetzt: Janosch. Er ist ein weltweit bekannter Geschichtenerzähler,
dessen Bücher Generationen geprägt haben, daher fiel unsere Wahl auf ihn. Ich bin
glücklich, dass wir die Ausstellung in dieser Form realisieren konnten“, erklärte Jörg Philipp Thomsa, Leiter des Günter Grass-Hauses. "Ich freue mich darüber, dass Janosch nach Lübeck kommt und die Ausstellung
persönlich besucht.“





Im Günter Grass-Haus wird es dann auch eine Signierstunde für
Kinder geben. Der Termin (voraussichtlich Mitte April) wird in der Presse bekannt
gegeben.
Die Ausstellung „Janosch in Lübeck“ spricht Kinder und Erwachsene gleichermaßen
an: Zu sehen sind Janoschs bekannte Helden wie Tiger und Bär aus „Oh wie schön
Panama“, Günter Kastenfrosch oder die Tigerente. Präsentiert werden aber auch
weithin unbekannte Seiten seines Werks, so etwa frühe Arbeiten, Entwürfe, Skizzen,
Grafiken und Erstausgaben seiner Romane. Leihgeber der Exponate ist die Galerie
„Popular Art“ in Düsseldorf.

Jörg-Philipp Thomsa dankt allen Förderern und
Sponsoren, die die Ausstellung „Janosch in Lübeck“ ermöglicht haben, darunter die
Sparkasse zu Lübeck, die Michael Haukohl Stiftung, die von Keller Stiftung, der
Freundeskreis des Günter Grass-Hauses, das Kunsthaus Lübeck, die Lübecker
Nachrichten, das Radisson Blu Senator Hotel Lübeck und das Theater Tribühne
Lübeck .



Zur Ausstellung hat das Günter Grass-Haus das umfangreichste Familien- und
Kinderprogramm erarbeitet, das es je zu einer Ausstellung im Hause gab, darunter
ein großer FamilienAktionstag am 28. März und kreative Angebote für die
Osterferien. (Das gesamte Begleitprogramm finden Sie im beigelegten Flyer und auf
der beigefügten CD).Der Sehnsuchtsort Panama wurde in der Ausstellung
nachinszeniert und lädt Kinder zum Lesen und Basteln ein.
Führungen für Schulklassen, Kindergärten und Familien können gebucht werden
unter Tel.: 0451-122 4230.
Für Lehrer bietet das Haus eine Janosch-Fortbildung mit praktischen Tipps für den
Unterricht (Grundschule/Sek I) an. Termin: Mittwoch, 28. April. Die Teilnahme ist
kostenlos. Anmeldungen werden unter Tel.: 0451-122 4230 entgegen genommen.
Aktuelle Informationen erhalten Sie auch unter www.grass-haus.de und www.dieluebecker-
museen.de ).

Zur Person: Janosch
Janosch wurde 1931 als Horst Eckert in Oberschlesien geboren. Nach Ende des
Zweiten Weltkrieges flüchteten seine Eltern mit ihm nach Westdeutschland. Er
arbeitete als Fabrikhelfer und besuchte eine Textilfachschule in Krefeld. Dort nahm
er an einem Lehrgang für Musterzeichnen bei dem Klee-Schüler Gerhard Kadow teil.
Nach einem Aufenthalt in Paris zog er 1953 nach München und studierte an der
Akademie der Bildenden Künste. Nach einigen Probesemestern musste er das
Kunststudium aufgrund „mangelnder Begabung“ abbrechen. Er wurde
freischaffender Künstler. 1956 begann seine schriftstellerische Tätigkeit im
Feuilleton. Ein Freund riet ihm, aus seinen Zeichnungen ein Kinderbuch zu fertigen
und sich „Janosch“ zu nennen. 1960 erschien sein erstes Kinderbuch „Die Geschichte
von Valek dem Pferd“.
Seine Kinderbücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und rangieren in ihrer
Bedeutung neben den Erzählungen von Astrid Lindgren. Der Künstler wurde mit dem
Deutschen Kinderbuchpreis, dem Prix Jeunesse International, dem Orden de Manuel
Amador Guerrero von Panama sowie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Katalog zur Ausstellung: „Janoschs phantastisches Universum“, 2009 (18,- €)
Öffnungszeiten des Hauses: Bis 31.3.: Di-So, 11-17 Uhr, ab 1.4.: Mo-So, 10-17 Uhr

Quelle: die LÜBECKER MUSEEN

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