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"Kabarett & Kanapee" präsentierte den Berliner Otto Kuhnle

08. März 2010 (HL-Red.). Lutz Gallinat hat diese Vorstellung besucht und schreibt dazu: "Eine amüsante und abwechslungsreiche Soiree erlebten die Zuhörerinnen und Zuhörer am letzten Freitag im vollbesetzten soziokulturellen Zentrum "Neue Rösterei Lübeck e.V.". Im Rahmen der erfolgreichen Veranstaltungsreihe "Kabarett & Kanapee" präsentierte Otto Kuhnle aus Berlin sein Soloprogramm "Quatsch deluxe" - und machte Ernst!
Der Titel, das weiß Herr Kuhnle aus Erfahrung, wirft Fragen auf. Obwohl sein Motto: "Man kann Scheiße aussehen, Kacke reden, man muss halt gut angezogen sein!" hinlänglich bekannt sein dürfte und obendrein perfekt geeignet wäre, diese Fragen zu beantworten, schwang sich der selbsternannte Experte für alles, der sich nie zu schade ist, seinen eigenen Argumenten vehement zu widersprechen,zu einer Erklärung auf: "Quatsch" bezieht sich selbstverständlich auf den mit vollem Ernst fabrizierten Unsinn: inbrünstig vorgetragene Opernarien aus der "Zauberflöte" von Mozart und dem "Ring der Nibelungen" von Wagner, die berühmte Ping-Pong-Magie, Zwergendressuren, farbenreiche Jazzpräsentation, Geschichten aus Kuhnles bewegtem Berufsalltag und die "beste aber auch bescheuertste Nummer, die das Showgeschäft kennt", wie es zumindest die "Süddeutsche Zeitung" formulierte. Der Showstar konnte dabei chamäleonhaft in die verschiedensten Rollen schlüpfen. Er machte bei diesem Programm auch vor Sexualität und Obszönität nicht halt und rief bei dem begeisterten Publikum oft Lachsalven hervor. Otto Kuhnle affirmierte und dekonstruierte auch subtil die Eigenarten der Schwaben,zu denen auch er ursprünglich gehörte. Seine Texte muteten oft skurril an, er besitzt einen sehr individuellen, wunderbaren Humor.
Das Modewort "deluxe" hingegen - wie könnte es auch anders sein – zielte auf die von Herrn Kuhnle mit Fingerspitzengefühl für das Besondere ausgesuchte Garderobe ab. Denjenigen, die sich auf "Quatsch deluxe" einzulassen gedachten, wurde deshalb dringend geraten, es Herrn Kuhnle gleichzutun und den Verstand an der Garderobe abzugeben!
Der Entertainer wurde schließlich mit sehr viel Beifall bedacht.Er bedankte sich mit einer Jonglage über die Globalisierung des Humors, einem sentimentalen Abgesang auf der Mundharmonika und einer Parodie der achweizerischen Idylle auf einer Art Alphorn. Außerdem spielte er recht drollig die deutsche Nationalhymne auf einem Gartenzwerg als einer Art Dudelsack."

Lutz Gallinat

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