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Thomas-Mann Forscher tagen in Göttingen

01. März 2010 (HL-Red.). War Thomas Mann (Foto über BBH) ein „kalter Künstler“? - Über Emotionen im Werk des Autors: Die Thomas Mann Gesellschaft und das Buddenbrookhaus in Lübeck stärken ihr wissenschaftliches Profil durch eine gemeinsame Tagung mit der Uni Göttingen. Am 5. und 6. März findet in Göttingen die Tagung der „Jungen Thomas Mann-Forscher“ statt.

Das Thema lautet: „Ein ‚kalter Künstler’? Emotionen und Aspekte von Emotionalität bei Thomas Mann“. Junge Spitzenforscher beschäftigen sich damit, Emotionsforschung und Thomas-Mann-Forschung miteinander zu verbinden. Der Präsident der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft, Prof. Dr. Hans Wißkirchen, wird gemeinsam mit Leibnitz-Preisträger Prof. Dr. Heinrich Detering in der Paulinerkirche die Tagung eröffnen.
Thomas Mann begleitete ein Leben lang der Ruf, ein „kalter Künstler“ zu sein. Schon anlässlich seines ersten Romans Buddenbrooks war dieser Vorwurf laut geworden, stellt doch der Autor hier Angehörige der eigenen Familie analytisch-distanziert dar. Der Tod Echos im Doktor Faustus vertiefte dieses Urteil; zu deutlich hatte Thomas Mann in dieser literarischen Figur seinen Enkel Frido porträtiert. Im Zuge einer Neuorientierung der Literaturwissenschaft hin zu emotionswissenschaftlichen Ansätzen wird das Bild des „kalten Künstlers“ Thomas Mann hinterfragt.
Emotionen spielen eine große Rolle in Thomas Manns Werk. Ihre literarische Darstellung und ihre Funktionsweisen sind vielfältig. Die Jungen Thomas-Mann-Forscher sind ein Kreis von Nachwuchswissenschaftlern innerhalb der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft Sitz Lübeck e.V. Der Kreis Junger Thomas Mann-Forscher setzt sich aus Forscherinnen und Forschern aller Phasen der wissenschaftlichen Qualifikation zusammen. Ziel ist der Aufbau eines wissenschaftlichen Nachwuchs-Netzwerkes. Die Tagung der Jungen Thomas-Mann-Forscher findet statt in Zusammenarbeit mit dem Seminar für deutsche Philologie der Georg-August-Universität Göttingen und der Deutschen Thomas-Mann-Gesellschaft, mit freundlicher Unterstützung der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften Göttingen.

Allen Interessierten steht die Teilnahme offen. Der Eintritt ist frei.

Quelle: LÜBECK Pressedienst

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