Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

Kultur Wissenschaft Ausbildung

Modernste Mammographie-Technologie in UK S-H Campus HL

09. Februar 2010 (HL-Red.). Mit bislang unerreichter Bildqualität Brustkrebs entdecken UK S-H diagnostiziert mit modernster Mammographie-Technologie in Norddeutschland: Das interdisziplinäre Brustzentrum des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UK S-H) hat jetzt als erste Klinik in Norddeutschland ein Mammographie-System mit innovativer Technik in Betrieb genommen.

„Tomosynthese heißt die neue Technik, bei der 1
Millimeter dicke Schichtaufnahmen der Brust angefertigt werden“,
erklärt Prof. Dr. Jörg Barkhausen, Direktor der Klinik für Radiologie
und Nuklearmedizin, Campus Lübeck. Dieses neue Gerät vermeidet bildliche
Überlagerungen und ermöglicht daher detaillierte Einblicke in alle
Abschnitte der Brust.




Foto (UK S-H): Die neueste Generation der Mammografie am UK S-H, Campus Lübeck, erkennt lebensrettende Details in der weiblichen Brust. Claudia Köbke, verantwortliche MTRA im interdisziplinären Brustzentrum, bereitet das neue System für die nächste Untersuchung vor.



„Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung und kann jede Frau
unabhängig vom Alter treffen“, sagt PD Dr. Dorothea Fischer,
leitende Oberärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am UK
S-H, Campus Lübeck. Durch moderne Therapien können viele Patientinnen
geheilt werden, insbesondere wenn der Tumor früh entdeckt wird.

Neben der klinischen Untersuchung und dem Ultraschall ist die
Röntgen-Mammographie das wichtigste bildgebende Verfahren zur
Früherkennung von Brustkrebs. Bei der Mammographie werden
üblicherweise zwei Aufnahmen aus unterschiedlichen Richtungen
angefertigt, um alle Abschnitte der Brust beurteilen zu können. Doch bei
jeder Aufnahme wird die dreidimensionale anatomische Struktur der Brust
auf ein zweidimensionales Bild reduziert. Tumoren, die von dichtem
Drüsengewebe überlagert werden, können daher häufig dem
mammographischen Nachweis entgehen. Die neue Tomosynthese unterscheidet
sich von der konventionellen Mammographie wie das Bild der
Computertomographie von einem klassischen Röntgenbild: Während der
Untersuchung schwenkt die Röntgenröhre in einem 50-Grad-Bogen um die
Brust und nimmt dabei 25 Einzelbilder mit jeweils sehr niedriger Dosis
auf, die dann als Rohdaten zu hoch aufgelösten 3D-Bildern rekonstruiert
werden. Eine hohe räumliche Auflösung und ein großer
Schwenkwinkelbereich ermöglichen ein Mammographie-Bild mit bisher
unerreichter Bildqualität - und das bei einer Gesamtstrahlendosis, die
der einer normalen Röntgenuntersuchung der Brust entspricht.

„Mit der Tomosynthese erleben wir die faszinierende Weiterentwicklung
der digitalen Mammographie. Diese 3D-Technologie bietet beeindruckende
Verbesserungen der Detailerkennbarkeit, wodurch Patientinnen und
Radiologen gleichermaßen profitieren. Wir gewinnen mehr Sicherheit in
der Diagnostik und reduzieren die Anzahl unklarer Befunde, die die
untersuchten Frauen verunsichern und belasten“, sagt Dr. Isabell
Grande-Nagel, Oberärztin der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin.
Nach den bisherigen Erfahrungen werden insbesondere bei jungen
Patientinnen mit dichtem Drüsengewebe zusätzliche Läsionen entdeckt und
andererseits können durch die bessere Charakterisierung von
Veränderungen Zusatzuntersuchungen und/oder Interventionen mit gutem
Gewissen vermieden werden.

Über das neue System freut sich auch Prof. Dr. Klaus Diedrich,
Ärztlicher Direktor des UK S-H, Campus Lübeck, und Direktor der
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe. „Im interdisziplinären
Brustzentrum in Lübeck, das zu den größten universitären Zentren dieser
Art in Deutschland zählt, werden pro Jahr mehr als 350 Patientinnen mit
neu diagnostiziertem Mammakarzinom behandelt, die von der neuen Technik
profitieren werden“, so Prof. Diedrich.


Quelle: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - Campus Lübeck

Impressum