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Ökumene: Ratsvorsitzende Käßmann erwartet 'nichts' vom Papst

05. Februar 2010 (HL-Red.). Zum "neuen" Tag stellt Lübeck diesen Beitrag aus dem Newsletter von theology.de (in deren Einvernehmen) vor: "Die EKD-Ratsvorsitzende, Margot Käßmann (Hannover), erwartet von Papst Benedikt XVI. in der Ökumene „nichts“. „Wenn etwas zu erwarten gewesen wäre, hätte sich das bis jetzt gezeigt“, sagte Käßmann bei einer Veranstaltung am 17. Januar im Deutschen Theater in Berlin.

Die 51-jährige Käßmann wünsche sich schon, es noch zu erleben, mit einem katholischen Bischof Abendmahl zu feiern. Aber sie respektiere, dass es zur Zeit keine Abendmahlsgemeinschaft gebe, sagte sie unter Verweis auf Unterschiede beider Kirchen im theologischen Grundverständnis. Sie wünsche sich auch, dass diese Frage beim Zweiten Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) im Mai 2010 in München zum Thema werde. Die Kirchen, so Käßmann weiter, sollten zu „versöhnter Verschiedenheit“ und damit auch zur Mahlgemeinschaft kommen.

Kritik äußerte Käßmann auch an der öffentlichen Darstellung des Sterbens von Benedikts Amtsvorgänger, Papst Johannes Paul II. (1920-2005). Das Sterben sei ein intimer und zarter Prozess und gehöre nicht in die Öffentlichkeit, so Käßmann. Sie hätte bei der Geburt ihrer vier Töchter auch keine Kamera dabei haben wollen.

Quellen: Berlin (kath.net/idea) (Januar 2010)

Zollitsch will mit Käßmann Ökumene voranbringen
Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat Margot Käßmann zur Wahl als Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gratuliert. Er lud die hannoversche Landesbischöfin ein, weiter an der Zukunft der Ökumene zu arbeiten. "Unser Weg als Christen ist ein Weg der Ökumene", schrieb Zollitsch am Mittwoch in einem Brief an Käßmann. Dabei sei es wichtig, "sich nicht nur das noch nicht Erreichte vor Augen zu führen, sondern ganz besonders auch die schon erlangten Gemeinsamkeiten".

Laut Zollitsch sollte der Weg der Ökumene "gemeinsam und auf Augenhöhe" gegangen werden: "Das erwarten die Christen in Deutschland von uns."
Quelle: epd (28.10.2009)

Hans Küng attackiert Papst wegen Anglikaner
Als "Tragödie" und "unökumenische Piraterie" hat der Theologe Hans Küng die neue Initiative des Vatikan gegenüber konversionswilligen Anglikanern bezeichnet. "Dieser Papst fischt in rechten Gewässern", schreibt der Geistliche in einem Beitrag der Tageszeitung "La Repubblica" vom Mittwoch, 28. Oktober. Papst Benedikt XVI. wolle die schrumpfende Schar der römischen Katholiken mit anglikanischen Sympathisanten auffüllen. Gegner der Frauenordination sowie der Weihe homosexueller Geistlicher und Bischöfe könnten innerhalb der katholischen Kirche eigene Sonderdiözesen bilden und Teile ihrer Liturgie und Tradition bewahren."


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