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Agentur für Arbeit Lübeck

Kultur Wissenschaft Ausbildung

Musikhochschule Lübeck mit den "Highlights" Februar 2010

31. Januar 2010 (HL-Red.). Von der Musikhochschule Lübeck erreichte Lübeck-TeaTime folgende Medieninformation zu den Highlights für Februar 2010: Do, 4.2. 19.30 Uhr (Premiere) | Fr, 5.2. 19.30 Uhr | Sa, 6.2. 17 Uhr | So, 7.2. 17 Uhr, Großer Saal - Così fan tutte - Opernprojekt an der Musikhochschule Lübeck: Am Donnerstag, 4. Februar um 19.30 Uhr lädt die Musikhochschule Lübeck im Rahmen ihres neuen Opernprojektes zur Premiere von Mozarts Opera buffa „Così fan tutte“ ein. Die anspruchsvollen Solopartien singen Gesangsstudierende der Musikhochschule in italienischer Sprache, begleitet vom Hochschulorchester unter Leitung von Gastdirigent Marcus Bosch (Aachen). Regie führt Hermann Schneider (Würzburg), Bühnenbild und Kostüme entwickelte Falko Herold (Wien). In dem von Mozart 1789 komponierten Masken- und Verwirrspiel, der letzten seiner drei Buffa-Opern, wird die partnerschaftliche Treue durch eine Wette zwischen drei Freunden auf eine harte Probe gestellt. Gastregisseur Hermann Schneider, Intendant des Mainfranken-Theaters Würzburg, verlegt die Handlung in einen zeitgemäßen Wellness-Bereich, einen „Gesundheits- und Entspannungstempel“ wie er unserer Tage Kultstatus erlangt hat. Er scheint ihm als der geeignete Raum für das Treue-Experiment: Die Akteure finden sich dort auf der Suche nach Regeneration und Erholung ein. Doch statt zur Ruhe zu kommen, drohen sie sich selbst zu verlieren und erliegen dem zunehmend aus den Fugen geratenen Verwirrspiel, das ihre Emotionen und Glaubenssätze gehörig durcheinander wirbelt. Das Libretto, dessen Handlung auf älteren literarischen Vorlagen, unter anderem Ovids „Metamorphosen“ basiert, verfasste Lorenzo da Ponte, mit dem Mozart bereits mehrfach zusammengearbeitet hatte, so bei der „Hochzeit des Figaro“ und „Don Giovanni“. War die Oper zunächst erfolgreich, verlor sich das Interesse an ihr im 19. Jahrhundert. Zwar wurde stets die Schönheit von Mozarts Musik hervorgehoben, doch verdammten Kritiker und Publikum die „Frivolität“ und „Unwahrscheinlichkeit“ der Handlung. Erst im 20. Jahrhundert erlebte „Così fan tutte“ eine Renaissance und löste durch ihre farbige Harmonik und psychologische Raffinesse weltweit Begeisterung aus, die bis heute ungebrochen ist.

Weitere Aufführungen finden am Freitag, 5. Februar um 19.30 Uhr sowie am Samstag, 6. Februar und Sonntag, 7. Februar jeweils um 17 Uhr statt. Karten für 10 Euro bis 15 Euro (ermäßigt 5 bis 8 Euro) gibt es bei der Konzertkasse im Hause Weiland und im Klassik-Kontor, Restkarten an der Abendkasse.

Marcus Bosch, geboren 1969, ist seit 2002 Generalmusikdirektor in Aachen. Er dirigierte unter anderem die Staatskapelle Dresden, die Münchner Philharmoniker sowie das Deutsche Symphonie Orchester Berlin. Er arbeitete mit Orchestern in Belgien, Luxemburg und Italien zusammen sowie mit Ensembles zahlreicher Opernhäuser, unter anderem der Göteborger Oper und der Komischen Oper Berlin. Hermann Schneider, geboren 1962, widmete sich als Chefdramaturg, Regisseur und Initiator verschiedener Opernstudios sowohl der Theaterarbeit als auch in verschiedenen Lehraufträgen dem Unterrichten. Aktuell ist er Intendant des Mainfranken-Theater Würzburg. Falko Herold, geboren 1972 in Mölln, erhielt seine Ausbildung im Fach Bühnenbild an der Akademie der Bildenden Künste in Wien und ist derzeit an der Bayerischen Staatsoper München tätig.


Mi, 10.2. 20 Uhr, Villa Eschenburg
„Zwischen Verlust und Aufbruch“ - Themenabend über das Altern in Medizin und Kultur
Das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck lädt am Mittwoch, 10. Februar um 20 Uhr zu einem Themenabend „Zwischen Verlust und Aufbruch“ in die Villa Eschenburg ein. In Wort und Musik beleuchtet die Veranstaltung das Altern aus medizinischer, kulturhistorischer und musikalischer Sicht. Der Medizinhistoriker Prof. Dr. Dietrich von Engelhardt und der Musikhistoriker Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck, thematisieren das Spannungsfeld, das mit dem Alter verbunden ist, unter dem Motto „Verlust und Aufbruch“. Die Pianistin Sofja Gülbadamova und das Philos Quartett werden Spätwerke verschiedener Komponisten, unter anderem von Haydn, Rossini, Chopin, Schumann und Brahms vorstellen. Das Altern ist - mit dem Arzt, Dichter und Essayisten Gottfried Benn gesprochen - „ein Problem“ für Maler, Dichter und Komponisten, die sich um das Nachlassen ihrer produktiven Kräfte sorgen. Der alternde Komponist Telemann meinte etwa, er habe sich mit den Jahrzehnten „marode melodiert und viel tausend mal copiert“. Dennoch umgibt Alters- und Spätwerke eine besondere Magie: Sie sind oft radikal, entrückt oder künden gar vom Jenseits. Das Alter bringt es mit sich: Niemandem mehr ist etwas zu beweisen, der Beifall des Publikums zweitrangig, der Komponist nur ganz mit seiner Kunst beschäftigt. So wird das Spätwerk auch zu einem experimentellen Aufbruch in neue Welten.

Karten zum Themenabend sind für 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) ab 19 Uhr ausschließlich an der Abendkasse in der Villa Eschenburg (Jerusalemsberg 4) erhältlich.


Fr, 12.2. 20 Uhr, Großer Saal
Harmonie und Saiten“ - Selten Gehörtes von Weill, Ibert und Schostakowitsch
Am Freitag, 12. Februar um 20 Uhr lädt die Musikhochschule Lübeck unter dem Motto „Harmonie und Saiten“ zu einem Klangerlebnis mit selten aufgeführten Werken von Weill, Ibert und Schostakowitsch ein. Auf dem Programm stehen das Konzert für Violine und Blasorchester op. 12 von Kurt Weill, das Konzert für Violoncello und Bläser von Jacques Ibert sowie die Scarlatti-Sonaten für Bläser op. 17 von Dmitri Schostakowitsch. Solisten sind Teresa Krahnert (Violine) und Troels Svane (Violoncello). Es spielt ein Ensemble mit Studierenden der Musikhochschule Lübeck unter der Leitung des Lübecker Dirigenten Gerd Müller-Lorenz, Professor an der Musikhochschule Lübeck. Die Solokonzerte für Violine und Blasorchester sowie für Violoncello und Bläser, beides selten aufgeführte Werke, komponierten Weill und Ibert nahezu parallel in den Jahren 1924 und 1925. Die spezifische Klangfarbe der sogenannten „Harmoniemusik“ beziehen sie aus ihrer Besetzung: Die Komponisten sahen ausschließlich Bläser vor und verzichteten - bis auf einen Kontrabass - auf die im Orchesterklang gewohnte Streicherbesetzung. Trotz dieser Ähnlichkeiten spiegeln die beiden Werke unterschiedliche kompositorischen Traditionen wider: Finden sich bei Weills Violinkonzert Einflüsse seines Lehrers Ferruccio Busoni, Schönbergs und Hindemiths sowie vorsichtige Jazz-Anklänge, steht Iberts Cellokonzert in der impressionistisch-französischen Tradition Debussys, Ravels und Faurés. Ibert, der hauptsächlich für Ballett und Oper schrieb, lässt in diesem Werk musikalischen Witz und Ironie durchscheinen. Weiterhin erklingen zwei Sonaten von Domenico Scarlatti, ursprünglich für Cembalo geschrieben, die Schostakowitsch für eine vielfarbige Bläserbesetzung bearbeitet hat.

Karten für 10 Euro bis 15 Euro (ermäßigt 5 bis 8 Euro) gibt es bei der Konzertkasse im Hause Weiland und im Klassik-Kontor, Restkarten an der Abendkasse.


So, 14.2. 17 Uhr, Großer Saal
Werkstatt Popularmusik
Am Sonntag, 14. Februar lädt die Musikhochschule um 17 Uhr zur „Werkstatt Popularmusik“ in den Großen Konzertsaal ein. Sieben Ensembles aus dem Bereich Popularmusik mit rund 60 Mitwirkenden geben unter Leitung von Prof. Bernd Ruf mit Samba, Rock, Jazz, A-Cappella Gesang, Klezmer, Gospel und Pop Einblick in ihre Semesterarbeit. Höhepunkt ist die Uraufführung von „Seasons“, einer Suite für Big Band, die der Schulmusikstudent Hans-Christian Stephan im Rahmen seiner Staatsexamensarbeit komponiert hat. Erstmals treten Birte Prüfert und Jella Grossmann als „Vocal-Strings-Duo“ gemeinsam auf und begleiten ihren Gesang selbst mit Gitarre und Kontrabass. Rund 20 Musiker des Projeto-do-Samba-Ensembles unter Leitung von Dr. Michael Pabst-Krüger präsentieren heiße Rhythmen des brasilianischen Karnevals. Das Rock- und Pop-Ensemble der Klasse Ulrich Kringler wird Metal Rock der Indie-Band „Muse“ intonieren, während das in Lübeck inzwischen bekannte Klezmer-Ensemble „Yxalag“ mit neuen Arrangements traditioneller Klezmer-Lieder für die eher leisen Töne sorgt. Weitere Interpreten sind das Vocal-Sextett aus der Klasse von Christoph Gerl, die Big Band und der Pop-Chor der Musikhochschule aus der Klasse von Prof. Bernd Ruf. Karten für 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) gibt es bei der Konzertkasse im Hause Weiland und im Klassik-Kontor, Restkarten an der Abendkasse.


Sa und So, 27./28.2., Musikschule Bad Oldesloe
Musik wie eine Sprache lernen - Seminar zur „Music Learning Theory“ nach Gordon
Am Samstag, 27. und Sonntag, 28. Februar bietet die Musikhochschule in Kooperation mit der Oldesloer Musikschule und dem „Gordon-Institut für frühkindliches Musiklernen“ Freiburg (GIFM) ein Wochenendseminar für Musiklehrer, Instrumentalpädagogen, Musikvermittler und Interessierte an. Das Seminar gibt einen Einblick in die lernpsychologische Methode der Musikvermittlung nach Gordon, die sogenannte „Music Learning Theory“. Der amerikanische Forscher und Musikpsychologe Edwin Gordon fand heraus, dass Kinder Musik wie eine Sprache lernen können. Gestützt auf neurobiologische Erkenntnisse fördert seine Methode die musikalische Betätigung von Kindern und führt sie an Musik mit der Sprachvermittlung ähnlichen Methoden heran. Das Seminar gibt Jonas Falk, Leiter des GIFM in Freiburg. Es beginnt am Samstag, 27. Februar um 10 Uhr mit einer Einführung in die Lerntheorie und ihre Methodik. Von 14 bis 17 Uhr verdeutlichen Unterrichtsdemonstrationen mit Schülern den Ansatz in der Praxis. Am Sonntag, 28. Februar geht es von 10 bis 13 Uhr um die Auswertung der Praxisphase sowie Informationen zur Zusatzqualifikation für Musikpädagogen nach Gordon, die bei ausreichend großer Nachfrage in diesem Jahr beginnen soll. Die Teilnahme am Seminar kostet 45 Euro. Anmeldungen sind bis zum 15. Februar möglich, online über das Anmeldeformular der Musikschule Bad Oldesloe unter www.oldesloer-musikschule.de . Weitere Information sind unter www.kilemusik.de erhältlich.


Vorschau Sommersemester:
19. Brahms-Festival Lübeck „Neue Bahnen“ vom 30. April. bis 9. Mai 2010
Dozenten und Studierende präsentieren Werke unter anderem von Brahms, Schumann, Chopin, Mahler, Berg, Ligeti, Zemlinksy, Schönberg und Mack. Eröffnung am Sonntag, 1. Mai mit dem Hochschulorchester unter musikalischer Leitung von Christoph Altstaedt und Solistin Christiane Edinger mit Schumanns Violinkonzert, Brahms’ 3. Sinfonie und Dieter Macks „Terasi“ (Uraufführung). Einführung in „Terasi“ im Rahmen des Präludiums am 1. Mai um 18 Uhr: Friedhelm Döhl im Gespräch mit Dieter Mack. Kammerkonzerte an den darauf folgenden Tagen jeweils um 20 Uhr, Orgelsoirée in St. Jakobi am 5.5. um 18 Uhr, Kinderkonzerte im Großen Saal am Freitag, 30. April und Sonntag, 2. Mai jeweils um 11 Uhr.


www.mh-luebeck.de
Quelle: Musikhochschule Luebeck

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