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L. Gallinat zu K. Irmschers ""Genarrt, geäfft, geEulenspiegelt"

28. Januar 2010 (HL-Red.). "Es war eine amüsante und originelle Soiree", schreibt Lutz Gallinat. "Am letzten Dienstag präsentierte Klaus Irmscher, Mölln, unter dem Motto "Genarrt, geäfft, geEulenspiegelt" im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Lübeck-Herrenwyk Lieder über Till Eulenspiegel nach den alten und neuen Eulenspiegeleien.

Der Sänger und Songschreiber aus der Eulenspiegelstadt Mölln widmete dabei seinem berühmten "Mitbürger" ein abendfüllendes Programm.
Im historischen Kostüm gewandet erzählte er als Bote von Hermann Bote, dem Autor der Eulenspiegel-Geschichten, in Liedern, Gedichten und Prosa anschaulich und lebendig Eulenspiegels Lebensgeschichte. Klaus Irmscher hat sich beim Texten in alter Moritatensprache sehr genau an Botes Volksbuch von 1515 gehalten und die abwechslungsreichen Melodien im damaligen Stil komponiert. Dabei sind viele Ohrwürmer entstanden, die man so schnell nicht mehr loswurde.
Im zweiten Programmteil ließ er Eulenspiegel im 21.Jahrhundert auferstehen und ihn u.a. auf Ebay, Fastfood, windige Geldanlagen und politische Missstände reagieren. Wie in den alten Geschichten führte er die Menschen mit ihrer eigenen Maßlosigkeit und Dummheit aufs Glatteis- hielt ihnen den Spiegel vor. Der Künstler übte dabei scharfzüngig, sarkastisch und bitterböse subtile Zeit-, Gesellschafts- und Medienkritik. In einem faszinierenden Rap gestaltete er die virtuelle Realität der dromokratischen Welt des Internets. Eulenspiegels Streiche stoßen auf keine Grenzen und sind an keine Zeit gebunden, und Klaus Irmschers Spaß an ihm wirkt ansteckend.
Er sang mit voller, tiefer Stimme, spielte gekonnt mit Mundarten wie sächsisch, plattdeutsch, bayerisch, bewegte sich schauspielerisch auf der Bühne und begleitete sich versiert auf Gitarre und Mandola. Irmscher präsentierte die phantasievollen, poetischen und lyrischen Texte mit viel Verve, Esprit, Leidenschaft und Hingabe und phantastischer Mimik und Gestik.Es gelang ihm außerdem oft, das begeisterte Publikum in den Gesang einzubeziehen.
Der Songwriter wurde schließlich bei dieser Veranstaltung im Rahmen des Kulturprogramms in der Geschichtswerkstatt mit sehr viel Beifall bedacht, für den er sich mit einer Zugabe bedankte."

Lutz Gallinat

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