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Agentur für Arbeit Lübeck

Kultur Wissenschaft Ausbildung

Veranstaltungsprogramm des Theater Lübeck Monat Februar

02. Januar 2010 (HL-Red.)
Julia Voije, Ltg. Öffentlichkeitsarbeit / Marketing, übermittelte Informationen um das Veranstaltungsprogramm des Theaters Lübeck für den Monat Februar 2010 und bemerkt dazu: "Am 04. Februar präsentiert das Theater Lübeck mit »Flying down to Rio (Arbeitstitel)« die Uraufführung eines Schauspiels zur Finanzkrise. Der Romancier Michael Wallner hat ein neues Stück geschrieben, das die Charakterstudie eines Derivate-Gurus mit einer exotisch-dramatischen Liebesgeschichte mit weltanschaulichen Reibungsflächen verbindet. Einen Tag darauf, am 05. Februar, hebt sich im Großen Haus der Vorhang für die Premiere von »Nathan der Weise«; Regisseur Andreas Nathusius zeigt seine Sichtweise der Ringparabel. Im Musiktheater steht im Februar die Wiederaufnahme von »Die Walküre« auf dem Programm (ab 13. Februar). Das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck präsentiert im Februar beim 5. Sinfoniekonzert am 21. und 22. Februar Werke von Schubert, Lutoslawski und Brahms. Mit »Phil und Moni besuchen die Zauberflöte« steht am 12. Und 14. Februar das 2. Kinder-, Jugend- und Familienkonzert auf dem Spielplan – wie immer im Großen Haus des Theater Lübeck. Das

5. Kammerkonzert steht unter dem Motto »Russischer Winter«; gespielt werden Stücke von Schostakowitsch, Glasunow und Gubaidulina.

Übersicht:
Presseinformationen Februar 2010
Musiktheater
Wiederaufnahme Die Walküre
Der Ring des Nibelungen. Bühnenfestspiel von Richard Wagner
Wiederaufnahme Samstag, 13. Februar 2010, 17.00 Uhr, Großes Haus
Schauspiel
Nathan der Weise
Dramatisches Gedicht von Gotthold Ephraim Lessing
Premiere Freitag, 05. Februar 2010, 19.30 Uhr, Großes Haus
Flying down to Rio
Schauspiel zur Finanzkrise von Michael Wallner
Uraufführung: Donnerstag, 04. Februar 2010, 20.00 Uhr, Junges Studio
Niederdeutsche Bühne Mit Fuust un Hart
Lustspiel von Lutz Hübner
Premiere Dienstag, 09. Februar 2010, 20.00 Uhr, Kammerspiele
Konzerte
5. Sinfoniekonzert Streicher!
Werke von Franz Schubert, Witold Lutoslawski und Johannes Brahms
Sonntag, 21. Februar, 11.00 Uhr und Montag, 22. Februar 2010, 20.00 Uhr, MuK
5. Kammerkonzert Russischer Winter
Werke von Dmitri Schostakowitsch, Alexander Glasunow und Sofia Gubaidulina
Montag, 15. Februar 2010, 20.00 Uhr, Scharbausaal in der Stadtbibliothek
2. Kinder-, Jugend- und Familienkonzert
Phil und Moni besuchen die Zauberflöte
Freitag, 12. Februar, 9.00 + 11.00 Uhr, und Sonntag, 14. Februar 2010, 11.00 Uhr, Großes Haus
Für Kinder ab 6 Jahren
Gastspiel
Salut Salon Klassisch verführt
Freitag, 05. Februar 2010, 20.00 Uhr, Kammerspiele
Don Quixote
Eine Produktion der American Drama Group Europe in Kooperation mit TNT Britain
In spanischer Sprache
Dienstag, 23. Februar 2010, 11.00 Uhr, Kammerspiele
Musiktheater
Die Walküre
Der Ring des Nibelungen. Bühnenfestspiel von Richard Wagner
Wiederaufnahme Samstag, 13. Februar 2010, 17.00 Uhr, Großes Haus
Mit der Wiederaufnahme von »Die Walküre« steht ab 13. Februar 2010 im Theater Lübeck
wieder der »Erste Tag« des Bühnenfestspiels »Der Ring des Nibelungen« von Richard
Wagner auf dem Spielplan. Erzählt wird die Vorgeschichte des »Siegfried«, der seit seiner
Premiere im September ebenfalls im Programm ist.
Es herrscht Krieg. Auf der Flucht begegnet Siegmund seiner verloren geglaubten Schwester
Sieglinde. In seinem großen Plan hat der Göttervater Wotan die beiden dazu ausersehen, als
geschwisterliches Liebespaar den menschlichen Helden zu zeugen, der den Göttern aus der
Klemme helfen soll: Siegfried. Lange schon weiß auch Siegmund, dass ihm ein
Wunderschwert namens Nothung aus höchster Not zu helfen bestimmt ist. Doch Wotan gerät
mit seinem Plan in ein neues Dilemma: Als Hüterin der Ehe ist seine Frau Fricka strikt gegen
die Verbindung der beiden Wälsungen Siegmund und Sieglinde. Sie fordert Siegmunds Tod.
Wotans Tochter aber, die Walküre Brünnhilde, ist bereit, Siegmund im Kampf gegen Hunding
auch gegen einen väterlichen Befehl zu retten. Schicksalhaft verquickt sich die Tragödie der
Wälsungen mit der des Wotan.
Musikalisch webt die Partitur der »Walküre« das im »Rheingold« angelegte Motivgeflecht im
Sinne des »Beziehungszaubers« (Thomas Mann) weiter. Dazu glänzt sie in einzelnen
Höhepunkten wie dem großen Duett zwischen Sieglinde und Siegmund, dem – als
Begleitmusik für Kriegsnachrichten der NS-Wochenschauen missbrauchten und so zu
zweifelhaftem Ruhm gelangten – Walküren-Ensemble oder Wotans anrührendem
Schlussmonolog. Libretto und Partitur der »Walküre« entstanden zwischen 1852 und 1854,
also vergleichsweise früh in der 28jährigen Entstehungszeit des vierteiligen
Bühnenfestspiels. 1870 erzwang Ludwig II. gegen den Willen Wagners bereits die
Uraufführung im Münchener Hoftheater. 1876 dann konnte Wagner das Stück endlich als Teil
der ersten Gesamtaufführung seiner Tetralogie im neu erbauten Bayreuther Festspielhaus
sehen.
Anthony Pilavachis Inszenierung der »Walküre« wurde 2008 zu einem weit über die Region
hinaus wahrgenommenen Erfolg des Lübecker Musiktheaters. Wieder sind nun unter der
musikalischen Leitung von Roman Brogli-Sacher u.a. Andrew Sritheran als Siegmund, Marion
Ammann als Sieglinde, Stefan Heidemann als Wotan, Rebecca Teem als Brünnhilde und
Veronika Waldner als Fricka zu erleben.
Musikalische Leitung Roman Brogli-Sacher
Inszenierung Anthony Pilavachi
Bühnenbild Momme Röhrbein
Kostüme Angelika Rieck
Mit Marion Ammann, Anna Baxter / Velina Bezhilova, Sonja Freitag, Hyo-Sung Na, Sandra
Maxheimer, Roswitha S. Müller, Elena Suvorova, Rebecca Teem, Veronika Waldner, Frauke
Willimczik; Andreas Haller, Stefan Heidemann Andrew Sritheran
Wiederaufnahme Samstag, 13. Februar, 17.00 Uhr, Großes Haus
Weitere Vorstellung Sonntag, 07. März, 17.00 Uhr
Veranstaltungsort Großes Haus
Schauspiel
Nathan der Weise
Dramatisches Gedicht von Gotthold Ephraim Lessing
Premiere Freitag, 05. Februar 2010, 19.30 Uhr, Großes Haus
Kampfzone Wirklichkeit: die Illusion der einen Wahrheit
»Der Wunder höchstes ist, dass uns die wahren, echten Wunder so alltäglich werden
können.«
Das »Heilige Land«, Brennpunkt eines unheiligen Konfliktes, ist der rätselhafte Magnet der drei
monotheistischen Weltreligionen. Was bindet die Menschen an diesen Ort? Was sind ihre
Hoffnungen und Ängste? Ist eine Lösung der Konflikte im heutigen Nahen Osten
menschenmöglich? Lessing zwingt uns in seinem bekanntesten Stück, der Wahrheit ins Auge zu
blicken: Seine radikale Formel von Toleranz und Menschenliebe bedingt die Akzeptanz eines
Gegenübers, mit dem man sich streiten kann und soll.
Nathan, ein reicher jüdischer Kaufmann, kehrt von einer Handelsreise nach Jerusalem zurück und
erfährt, dass in seinem Haus ein Brand gewütet hat, dem seine Pflegetochter Recha nur knapp
entronnen ist. Ausgerechnet ein christlicher Tempelherr, erklärter Feind aller Nichtchristen, hat
sie aus den Flammen gerettet. Ein Wunder oder schlichte Menschlichkeit? Lessing zeigt
Jerusalem als Schauplatz menschlicher Widersprüche – und als Labor menschlicher Utopien. Das
macht sein Stück so aktuell. Genau hier, wo Hass und Utopie aufeinander prallen, soll der
Schlüssel liegen für Glück und Toleranz. Die Figuren wirken wie Idealbilder, wie Überlebende
einer traumatischen Situation. Lessing entzieht sich jedem Realismus und trifft doch die Wahrheit.
Welchen Sinn hat Religion? Ist Nathan aufgrund seiner eigenen schmerzhaften Erfahrungen –
einem Pogrom, dem vor Jahren seine Frau und seine sieben Söhne zum Opfer fielen - nicht längst
zu einem Atheisten, einem zweiten Hiob, zu einem Zyniker, geworden? Ist das Maß der Wahrheit
nicht allein der Mensch – und nicht das Bild eines eifersüchtigen Gottes?
Andreas Nathusius, der in der vergangenen Spielzeit mit großem Erfolg Henrik Ibsens »Peer Gynt«
inszeniert hat, stellt sich diesen Fragen und konfrontiert Lessings Aufforderung zur Toleranz mit
dem Wahrheitsfanatismus von heute.
Inszenierung Andreas Nathusius
Bühne / Kostüme Annette Breuer
Musik Felix Huber
Dramaturgie Peter Helling
Mit Ulrike Knospe, Viola Neumann, Luise Wolfram; Till Bauer, Renato Grünig, Andreas Hutzel,
Jörn Kolpe, Sven Simon, Will Workman
Kostprobe Montag, 01. Februar 2010, 18.30 Uhr, Großes Haus
Premiere Freitag, 05. Februar 2010, 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen Sonntag, 14. Februar, 18.00 Uhr; Freitag, 19. Februar, 19.30 Uhr;
Samstag, 13. März, 19.30 Uhr; Mittwoch, 24. März, 19.30 Uhr; Freitag, 02. April, 19.30 Uhr;
Samstag, 17. April, 19.30 Uhr; Mittwoch, 28. April, 19.30 Uhr; Sonntag, 09. Mai, 16.00 Uhr;
Donnerstag, 20. Mai, 18.00 Uhr; Donnerstag, 03. Juni, 19.30 Uhr.
Veranstaltungsort Großes Haus
Flying down to Rio
Schauspiel zur Finanzkrise von Michael Wallner
Uraufführung: Donnerstag, 04. Februar 2010, 20.00 Uhr, Junges Studio
Auf den globalen Finanzmärkten scheint der letzte Rest von Realität verbrannt zu sein. Gegen die
ruinösen Auswüchse einer Schicht von Spekulanten versuchen die staatlichen Regierungen neue
Wirklichkeiten durch Finanzspritzen in geradezu virtueller Höhe zu schaffen. Um jeden Preis
muss ein Bankrott der Banken verhindert werden, doch im Banker-Milieu gehört es nicht zum
guten Ton, Mitverantwortung zu übernehmen.
Mehr als Grund genug für eine Auftragsarbeit, die der bekannte Romancier (»April in Paris«)
Michael Wallner für das Theater Lübeck schrieb. »Flying down to Rio« ist eine Charakterstudie
eines Derivate-Gurus, eine Erzählung von der Flucht vor der Verantwortung nach Rio de Janeiro
und eine exotisch-dramatische Liebesgeschichte mit weltanschaulichen Reibungsflächen.
Inszenierung Christoph Roos
Ausstattung Gesine Kuhn
Musik Volker Hahm
Mit Claudia Hübschmann, Anne Schramm; Jörg Heinrich Benthien, Henning Sembritzki
Uraufführung Donnerstag, 04. Februar 2010, 20.00 Uhr
Weitere Vorstellungen Freitag, 05. Februar 2010, 20.00 Uhr
Veranstaltungsort Junges Studio
Niederdeutsche Bühne Mit Fuust un Hart
Lustspiel von Lutz Hübner
Premiere Dienstag, 09. Februar 2010, 20.00 Uhr, Kammerspiele
Der Berliner Regisseur Lutz Hübner ist der zur Zeit am häufigsten gespielte Autor in Deutschland.
Seine Stücke wurden und werden auch in Lübecker Theatern aufgeführt. Sein Erfolgsstück »Das Herz
eines Boxers« mit dem Untertitel »Die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft« ist in einer
gelungenen Übertragung ins Niederdeutsche erschienen. Der Titel ist »Fuust un Hart«.
Der alte ehemalige Boxer Leo vegetiert in der geschlossenen Abteilung eines Pflegeheims. Dort trifft
er auf Jojo, der eine Gerichtsstrafe durch sozialen Dienst abbüßt. Die Handlung zeigt, wie sich die
anfängliche Abneigung der beiden zueinander zu einer vertrauensvollen Freundschaft entwickelt. Die
unterschiedlichen Sprachebenen, die Rückgriffe auf die Ereignisse im Leben der beiden machen das
Stück zu einer aktuellen Dokumentation, die durch die situationsbedingte Komik aufgelockert wird.
Der Erfolg von »Das Herz eines Boxers« durch die Mischung von Anspruch und lebendiger
Unterhaltung wird sich in der plattdeutschen Fassung von »Fuust un Hart« fortsetzen, das sich
zudem in seiner Aussage problemlos in die norddeutsche Landschaft einfügt.
Regie Wolfgang Benninghoven
Premiere Dienstag, 09. Februar 2010
Weitere Vorstellungen Dienstag, 16. Februar, 20.00 Uhr; Mittwoch, 24. Februar, 20.00 Ur,
Sonntag, 28. Februar 16.00 + 20.00 Uhr, Donnerstag, 11. März, 20.00 Uhr
Veranstaltungsort Kammerspiele
Konzerte
5. Sinfoniekonzert Streicher!
Werke von Franz Schubert, Witold Lutoslawski und Johannes Brahms
Sonntag, 21. Februar, 11.00 Uhr und Montag, 22. Februar 2009, 20.00 Uhr, MuK
Franz Schubert (1797 - 1828) Sinfonie Nr. 2 B-Dur D 125
Witold Lutoslaswki (1913 - 1994) Musique funèbre
Johannes Brahms (1833 - 1897 Konzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102
Streichinstrumente stehen im Fokus des fünften Sinfoniekonzertes des Philharmonischen
Orchesters der Hansestadt Lübeck am 21. und 22. Februar 2010 in der Musik- und
Kongreßhalle.
Die »Musique funèbre« von Witold Lutoslawski sollte eine Trauermusik für Béla Bartók
werden – aber sein Werk beschäftigte den polnischen Komponisten weit über die geplante
Fertigstellung zu Bartóks 10. Todestag 1955 hinaus. Das Stück für Streichorchester enthält
zwar zahlreiche Verweise auf den ungarischen Kollegen, vor allem aber ist es zu einem
Wendepunkt in Lutoslawskis Schaffen geraten. Der Komponist selbst formulierte im Jahr der
Uraufführung 1958, es sei »das erste Wort – wenn auch offensichtlich nicht das letzte – das
ich in einer neuen Sprache gesprochen habe.« Weit weniger bedeutungsvoll äußerte sich
Johannes Brahms über sein Doppelkonzert. »Von mir kann ich Dir recht Drolliges erzählen«,
meldete er Clara Schumann. »Ich habe nämlich den lustigen Einfall gehabt, ein Konzert für
Geige und Cello zu schreiben.« So »drollig« die Idee gewesen sein mag, sich Ende des 19.
Jahrhunderts mit der überholten Form des Doppelkonzerts zu beschäftigen, die erst
Jahrzehnte später wieder in Mode kommen sollte: Wie so oft ist auch dieses Einzelstück aus
der Feder von Brahms zu einem Meisterwerk der gesamten Gattung geraten – und zugleich
zum Dokument der Versöhnung mit dem berühmten Geiger Joseph Joachim, mit dem sich
Brahms wegen dessen Scheidung überworfen hatte. Eröffnen wird diesen Abend reifer Werke
die Sinfonie B-Dur des jungen Franz Schubert, die zweite seiner so genannten
»Jugendsinfonien«. Geradezu irritierend einfach sind ihre Themen, opernhaft-leicht ist ihr an
Rossini erinnernder Ton – und doch brodelt im Inneren des Werks die Auseinandersetzung
des 18-jährigen Komponisten mit dem gewichtigen Erbe der Wiener Klassik, die traditionell
dem Streicherapparat die musikalische Hauptverantwortung in der Sinfonie anvertraute.
Der Dirigent und Cellist Heinrich Schiff kann auf eine über dreißigjährige Karriere
zurückblicken. Nach seinem Cellostudium bei Tobias Kühne und André Navarra debütierte er
1971 in Wien und London und ist seitdem regelmäßig zu Gast bei allen bedeutenden
Orchestern, in den großen Musikzentren und bei den wichtigen Festivals in Europa, den USA
und Japan. Seit Mitte der 80er Jahre nimmt das Dirigieren eine zunehmend wichtige Position
in seinem Schaffen ein. Zusammenarbeiten verbinden ihn mit renommierten Orchestern wie
Los Angeles Philharmonic, Orchestra of the Age of Enlightenment, Oslo Philharmonic,
Münchner Philharmoniker, Mahler Chamber Orchestra, Camerata Salzburg, Wiener
Symphoniker und Orchestre National de Lyon.
Hanna Weinmeister (Violine) absolvierte ihre Ausbildung bei Bruno Steinschaden am
Mozarteum Salzburg, bei Gerhard Schulz in Wien und in der Klasse von Zakhar Bron in
Lübeck. Als Solistin arbeitet sie mit Dirigenten wie Heinrich Schiff, Franz Welser-Möst,
Michael Gielen und Eliahu Inbal und Orchestern wie den Münchner Philharmonikern, den
Berliner Symphonikern und dem English Chamber Orchestra. Als Kammermusikerin ist sie
Mitglied des Tetzlaff Quartetts und des Trio Weinmeister sowie Partnerin von Musikern wie
Heinrich Schiff, Leonidas Kavakos, Heinz Holliger und Gidon Kremer. Seit 1998 ist Hanna
Weinmeister 1. Konzertmeisterin des Orchesters der Oper Zürich. Sie spielt auf der Bennett
Stradivarius aus dem Jahr 1692.
Der Salzburger Bruno Weinmeister studierte Cello bei Heinrich Schiff und Wolfgang
Boettcher sowie Dirigieren bei Eiji Oue. Noch während der Studienzeit wurde er 1.
Konzertmeister der Violoncelli bei der Staatskapelle Dresden. Er konzertierte in fast allen
bedeutenden Musikzentren Europas und arbeitete dabei mit Dirigenten wie Michael Gielen,
Leopold Hager und Hans Graf. Als Kammermusikpartner spielte er u. a. mit Heinz Holliger,
Emmanuel Pahud, Renaud Capuçon, Leif Ove Andsnes und Barbara Bonney und gastierte bei
internationalen Festivals. Daneben steht er am Pult diverser Orchester und ist Assistent von
Claudio Abbado u. a. beim Lucerne Festival Orchester. Bruno Weinmeister spielt auf einem
Cello von Domenico Montagnana.
Mit freundlicher Unterstützung der Philharmonischen Gesellschaft Lübeck / Lübecker
Philharmoniker e.V.
Einführung für Konzertbesucher eine Stunde vor Konzertbeginn in der MuK.
Musikalische Kinderbetreuung während des Sonntagskonzertes in Kooperation mit der
Musik- und Kunstschule Lübeck und mit der freundlichen Unterstützung der
Orchesterfreunde Lübeck e.V.
Dirigent Heinrich Schiff
Violine Hanna Weinmeister
Violoncello Bruno Weinmeister
Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck
Termine Sonntag, 21. Februar 2010, 11.00 Uhr; Montag, 22. Februar 2010, 20.00 Uhr
Veranstaltungsort Musik- und Kongreßhalle
5. Kammerkonzert Russischer Winter
Werke von Dmitri Schostakowitsch, Alexander Glasunow und Sofia Gubaidulina
Montag, 15. Februar 2010, 20.00 Uhr, Scharbausaal in der Stadtbibliothek
Dmitri Schostakowitsch (1906–1975) Streichquartett Nr. 10 op. 118
Alexander Glasunow (1865–1936) Cinq Novelettes op. 15
Sofia Gubaidulina (*1931) Klavierquintett
Drei russische Komponisten verbindet das Kammerkonzert des Ensembles »Quattro Mondi«,
für das sich die vier Künstler aus vier Nationen von Jacques Ammon zum Klavierquintett
verstärken lassen. Doch zu Beginn gibt es russische Quartettliteratur in Reinkultur: die
Novelettes op. 15, eine Suite von fünf Charakterstücken, die Alexander Glasunow 1886 für die
kammermusikalischen »Freitagabende« im Hause des St. Petersburger Musikmäzens
Belaiew verfasste, und Dmitri Schostakowitschs zehntes der insgesamt 15 Streichquartette.
Dieses komponierte Schostakowitsch gemeinsam mit dem Quartett Nr. 9 1964 während eines
Kuraufenthaltes in Armenien. Und das nicht ohne sportlichen Ehrgeiz, hatte er es sich doch
fest vorgenommen, den Freund und Kollegen Wainberg und dessen neun Streichquartette zu
überbieten – ihm ist das Werk gewidmet. Wenige Jahre zuvor, 1957, verfasste die junge Sofia
Gubaidulina mit ihrem einzigen Klavierquintett eines ihrer ersten Werke. Neben der bereits
erkennbaren eigenen Handschrift prägen auch die Einflüsse Schostakowitschs und
Prokofjews das Quintett der Künstlerin, die über ihr Schaffen sagte, alles, was sie an
Eindrücken aufnehme, bilde »gleichsam die Wurzeln eines Baumes und das daraus
gewachsene Werk seine Zweige und Blätter. Man kann sie zwar als neu bezeichnen, aber es
sind eben dennoch Blätter, und unter diesem Gesichtspunkt sind sie immer traditionell, alt.«
Mit freundlicher Unterstützung der Heinz und Erika Wiggers Stiftung und der Stadtbibliothek
Violinen Carlos Johnson, Adrian Iliescu
Viola Joo-Hyun Kang
Violoncello Sigrid Strehler
Klavier Jacques Ammon
Termin Montag, 15. Februar 2010, 20.00 Uhr
Veranstaltungsort Scharbausaal in der Stadtbibliothek
2. Kinder-, Jugend- und Familienkonzert
Phil und Moni besuchen die Zauberflöte
Freitag, 12. Februar, 9.00 + 11.00 Uhr, und Sonntag, 14. Februar 2010, 11.00 Uhr, Großes Haus
Wie geht es eigentlich in der Oper zu? Das herauszufinden gibt es Gelegenheit im 2. Kinder-,
Jugend- und Familienkonzert des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck,
wenn die beiden Moderationsratten Phil und Moni, gespielt von Silke Technau und Stephan
Schlafke (KOBALT Figurentheater Lübeck), der fantastischen Welt von Wolfgang Amadeus
Mozarts Oper »Die Zauberflöte« mit Papageno und seinen Freunden begegnen. Die
musikalische Leitung liegt bei Alexander Bülow. Mit ihm zusammen hat die Regisseurin Effi
Méndez nach der Lübecker Zauberflöten-Inszenierung von Anthony Pilavachi eine ca.
70minütige szenische Kinderfassung kreiert.
Für Kinder ab 6 Jahren
Musikalische Leitung Alexander Bülow
Szenische Einrichtung. Effi Méndez
Figurenspieler Silke Technau, Stephan. Schlafke
Mit Anne Ellersiek, Sonja Freitag, Wioletta Hebrowska, Julie-Marie Sundal, Andrea Stadel;
Daniel Szeili, Steffen Kubach, Patrick Busert
Termine Freitag, 12. Februar, 9.00 Uhr und 11.00 Uhr und Sonntag, 14. Februar, 11.00 Uhr
Veranstaltungsort Großes Haus
Gastspiel
Salut Salon Klassisch verführt
Freitag, 05. Februar 2010, 20.00 Uhr, Kammerspiele
Bereits mit ihrem hinreißenden Programm »Herzenssache« eroberten die vier Musikerinnen
die großen Theaterbühnen. Nun geht das Quartett mit dem neuen, aufregenden Programm
»Klassisch verführt« wieder auf Tournee. Mit viel Charme, Leidenschaft und Musik begeistern
sie ihr Publikum wieder restlos. Lassen Sie sich von der neuen temperamentvollen
Bühnenshow überraschen! So drängt sich ja der Verdacht auf, dass der Bühnenauftritt nur
harte Arbeit und so gar kein Spaß sei. Ganz anders geben sich da Salut Salon: Dieses Quartett
hat einen Riesenspaß am Job! Mit Witz, Temperament und einer – trotz akrobatischer
Verrenkungen in Cocktailkleid und mit Pfennigabsatz – beeindruckenden Qualität an ihren
Instrumenten präsentieren die vier Damen ihr neues Programm. Sie führen schon mal den
eigenen Bogen auf der anderen Geige, spielen achthändig Klavier, und kugeln sich vor Lachen,
wenn der Kollegin die Saiten um die Ohren fliegen. Wer bei gediegener Klassik kichern will,
darf sich Salut Salon nicht entgehen lassen.
Termin Freitag, 05. Februar 2010, 20.00 Uhr
Veranstaltungsort Kammerspiele
Don Quixote
Eine Produktion der American Drama Group Europe in Kooperation mit TNT Britain
In spanischer Sprache
Dienstag, 23. Februar 2010, 11.00 Uhr, Kammerspiele
Zu Beginn des Jahres 1605 wurde der Roman El ingenioso hidalgo Don Quixote de la Mancha
von Miguel de Cervantes Saavedra zum ersten Mal veröffentlicht und zog sofort eine große,
begeisterte Leserschaft in seinen Bann. Die Geschichte handelt von einem kleinen,
spanischen Landadeligen, der nachdem er eine Vielzahl von Ritterromanen verschlungen hat,
dem Wahnsinn verfällt und sich selbst für einen Helden seiner Bücher hält. Angespornt von
diesen Glauben, beginnt er umherzureisen mit dem Ziel das Unrecht zu bekämpfen und
seinen ritterlichen Mut zu beweisen. Seine Obsession mit dem Rittertum lässt ihn von nun an
nicht mehr los und in seiner Vorstellung werden auch die alltäglichsten Dinge zu einem
heldenhaften Abenteuer. Auf dem Rücken seines Pferdes Rosinante und in Begleitung seines
treuen Gefährten Sancho Panza erlebt Don Quixote viele imaginäre Abenteuer, wobei sein
Kampf gegen die Windmühlen, das bekannteste dieser ist. In diesem Kampf geht es nicht
einfach um die Wahnvorstellungen eines älteren Mannes sondern um den Konflikt zwischen
Sein und Schein. Es ist gerade dieser Gegensatz von Realität und Ideal der sich als Hauptmotiv
durch das ganze Werk zieht. Auch wenn Cervantes mit diesem Roman anfänglich nur eine
Parodie über zeitgenössische Ritterromane geplant hatte, so hat er doch ein literarisches
Meisterwerk geschaffen, das auch heute noch immer wieder Leser begeistert.
Im Herbst 2009 und Frühjahr 2010 präsentieren die American Drama Group Europe und TNT
Britain die Inszenierung des Romans El ingenioso hidalgo Don Quixote de la Mancha von
Miguel de Cervantes auf vielen verschiedenen Bühnen Europas. Regisseur Paul Stebbings hat
es mit viel Einfühlungsvermögen geschafft aus diesem Klassiker der Weltliteratur eine
wunderbare Theaterinszenierung, mit viel Witz und Humor zu schaffen. Diese Geschichte über
einen tragischen Helden und dem Konflikt zwischen Sein und Schein wird das Publikum
sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken bringen.
Termin Dienstag, 23. Februar 2010, 11.00 Uhr
Veranstaltungsort Kammerspiele.

Weitere Informationen:

Monatsübersicht Februar 2010
Pressestelle Julia Voije – Tel. 0451 - 70 88 153
Fax 0451 - 70 88 210 – Mail j.voije@theaterluebeck.de
Seite 1 von 2
Mo. 01.02. 18.30 Großes Haus KOSTPROBE Nathan der Weise
Dramatisches Gedicht von Gotthold Ephraim Lessing; Premiere 05/02/10
Eintritt frei
19.00 MuK EINFÜHRUNG 4. Sinfoniekonzert
20.00 MuK 4. Sinfoniekonzert Trompete. Festlich. Historisch.
Werke von Johann Christian Bach, Johann Nepomuk Hummel und Paul Wranitzky
Mi. 03.02 20.00 Kammerspiele Hedda Gabler
Drama von Henrik Ibsen
Do. 04.02. 20.00 Kammerspiele NIEDERDEUTSCHE BÜHNE Vörnehme Bagaasch
Kriminalkomödie von Jack Popplewell
20.00 Junges Studio URAUFFÜHRUNG Flying down to Rio
Schauspiel zur Finanzkrise von Michael Wallner
Fr. 05.02 19.30 Großes Haus PREMIERE Nathan der Weise
Dramatisches Gedicht von Gotthold Ephraim Lessing
20.00 Kammerspiele GASTSPIEL Salut Salon: Klassisch verführt
20.00 Junges Studio Flying down to Rio
Schauspiel zur Finanzkrise von Michael Wallner
Sa. 06.02. 19.30 Großes Haus Arabella
Lyrische Komödie von Richard Strauss
20.00 Kammerspiele Don Karlos
Schauspiel von Friedrich Schiller
So. 07.02. 17.00 Großes Haus Zweiter Tag: Siegfried
Der Ring des Nibelungen Bühnenfestspiel von Richard Wagner
16.00 Kammerspiele Wie im Himmel
Tragikomödie nach dem weltbekannten Film von Kay Pollak
Di. 09.02. 20.00 Kammerspiele NIEDERDEUTSCHE BÜHNE – PREMIERE Mit Fuust un Hart
Lustspiel von Lutz Hübner
Do. 11.02. 20.00 Junges Studio Genannt Gospodin
Von Philipp Löhle
Fr. 12.02. 9.00 + 11.00 Großes Haus 2. Kinder-, Jugend- & Familienkonzert Phil und Moni besuchen die Zauberflöte
Für Kinder ab 6 Jahren
19.30 Großes Haus Evita
Musical von Andrew Lloyd Webber
20.00 Kammerspiele Rio Reiser – Der Kampf ums Paradies
Eine deutsche Geschichte: »Ton Steine Scherben« und Rio Reiser. Von Pit Holzwarth und Renato Grünig
Sa. 13.02. 17.00 Großes Haus WIEDERAUFNAHME Erster Tag: Die Walküre
Der Ring des Nibelungen. Bühnenfestspiel von Richard Wagner
20.00 Kammerspiele Wie im Himmel
Tragikomödie nach dem weltbekannten Film von Kay Pollak
20.00 Junges Studio ZUM LETZTEN MAL Huren wollen keine Ohren!
Ein Charles Bukowski / Tom Waits-Abend
So. 14.02. 11.00 Großes Haus 2. Kinder-, Jugend- & Familienkonzert Phil und Moni besuchen die Zauberflöte
Für Kinder ab 6 Jahren
18.00 Großes Haus Nathan der Weise
Dramatisches Gedicht von Gotthold Ephraim Lessing
18.30 Kammerspiele Hedda Gabler
Drama von Henrik Ibsen
Mo. 15.02. 20.00 Scharbausaal
in der Stadtbibliothek
5. Kammerkonzert Russischer Winter
Werke von Dmitri Schostakowitsch, Alexander Glanunow und Sofia Gubaidulina
Di. 16.02. 20.00 Kammerspiele NIEDERDEUTSCHE BÜHNE Mit Fuust un Hart
Lustspiel von Lutz Hübner
Mi. 17.02. 19.30 Großes Haus Arabella
Lyrische Komödie von Richard Strauss
20.00 Kammerspiele Wie im Himmel
Tragikomödie nach dem weltbekannten Film von Kay Pollak
Do. 18.02. 18.00 Großes Haus Jekyll & Hyde
Musical von Frank Wildhorn
20.00 Kammerspiele Der Gott des Gemetzels
Schauspiel von Yasmina Reza
20.00 Junges Studio Novecento
Solo nach dem Roman von Alessandro Baricco
Fr.19.02. 19.30 Großes Haus Nathan der Weise
Dramatisches Gedicht von Gotthold Ephraim Lessing
20.00 Kammerspiele Hedda Gabler
Drama von Henrik Ibsen
Sa. 20.02. 19.30 Großes Haus Un ballo in maschera
Melodramma in tre atti von Giuseppe Verdi
20.00 Kammerspiele Wie im Himmel
Tragikomödie nach dem weltbekannten Film von Kay Pollak
So. 21.02. 10.00 MuK EINFÜHRUNG 5. Sinfoniekonzert
11.00 MuK 5. Sinfoniekonzert Streicher!
Werke von Franz Schubert, Witold Lutoslawski und Johannes Brahms
18.00 Großes Haus ZUM LETZTEN MAL Faust. Der Tragödie Erster Teil
Von Johann Wolfgang von Goethe
18.30 Kammerspiele »Walking down Abbey Road« (Arbeitstitel)
Ein Abend der Popgeschichte nach dem legendären Album der Beatles
Mo. 22.02. 19.00 MuK EINFÜHRUNG 4. Sinfoniekonzert
20.00 MuK 5. Sinfoniekonzert Streicher!
Werke von Franz Schubert, Witold Lutoslawski und Johannes Brahms
Di. 23.02. 11.00 Kammerspiele GASTSPIEL Don Quixote
Eine Produktion der American Drama Group Europe in Kooperation mit TNT Britain
20.00 Kammerspiele Der Gott des Gemetzels
Schauspiel von Yasmina Reza
20.00 Junges Studio Novecento
Solo nach dem Roman von Alessandro Baricco
Mi. 24.02. 19.30 Großes Haus Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
Uraufführung der Bühnenfassung von Michael Wallner nach Thomas Manns Roman
20.00 Kammerspiele NIEDERDEUTSCHE BÜHNE Mit Fuust un Hart
Lustspiel von Lutz Hübner
20.00 Junges Studio Novecento
Solo nach dem Roman von Alessandro Baricco
Do. 25.02. 19.30 Großes Haus Arabella
Lyrische Komödie von Richard Strauss
20.00 Kammerspiele Rio Reiser – Der Kampf ums Paradies
Eine deutsche Geschichte: »ton Steine Scherben« und Rio Reiser. Von Pit Holzwarth und Renato Grünig
Fr. 26.02. 19.30 Großes Haus Jekyll & Hyde
Musical von Frank Wildhorn
20.00 Kammerspiele Don Karlos
Schauspiel von Friedrich Schiller
Sa. 27.02. 15.00 Treffpunkt vor
dem Theater
Öffentliche Führung durch das Theater Lübeck Eintritt 3,-- Euro (begrenztes
Kontingent)
19.30 Großes Haus Der Zigeunerbaron
Operette in drei Akten von Johann Strauß
20.00 Kammerspiele Hans Albers – Flieger, grüß mir die Sonne!
Schauspiel mit Musik über einen Mythos. Von Dirk Witthuhn
20.00 Junges Studio Die fetten Jahre sind vorbei
Nach dem Film von Hans Weingartner
So. 28.02. 17.00 Großes Haus Erster Tag: Die Walküre
Der Ring des Nibelungen. Bühnenfestspiel von Richard Wagner
16.00 + 20.00 Kammerspiele NIEDERDEUTSCHE BÜHNE Mit Fuust un Hart
Lustspiel von Lutz Hübner
20.00 Junges Studio Die fetten Jahre sind vorbei
Nach dem Film von Hans Weingartner.

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