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Agentur für Arbeit Lübeck

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ANGEDACHT: Gedanken zur Jahreslosung 2010

31. Dezember 2009 (HL-Red.) Nun wird Lübeck-TeaTime doch langsam zu 10, 9, 8, 7 usw. kommen. In gut einer halben Stunde ist es soweit: das Jahr 2010 wird dann begonne haben. Mit einem Beitrag von "theology.de", treuer Begleiter durch 2009, soll darauf eingestimmt werden: „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!“ Johannesevangelium 14,1: Die Jahresrückblicke, die traditionell zum Jahreswechsel ausgestrahlt werden, machen noch einmal deutlich, was alles an Schönem und Schrecklichen in diesem Jahr passiert ist. Im Zeitraffer werden einem Immobilien-, Finanz- und Wirtschaftskrise vor Augen gebracht. Kriege und Terror bekommen in den Medien Gesichter. Armut in der Dritten Welt und in unserer Nachbarschaft kommen uns immer näher. Bedenklicherweise werden Schrecken und Angst instrumentalisiert, damit Bürgerrechte und Errungenschaften der Demokratie einschränkt. War man früher Fluggast, so wird man heute als potenzieller Terrorist behandelt. Das ist schrecklich.

Mit Blick auf das neue Jahr fragt man sich: Wie wird es weitergehen? Besser? Schlechter? Was wir hinter uns haben, wissen wir. Was wir vor uns haben, wissen wir nicht, das macht das Herz schwer. In dieser Situation, dem Übergang von Altem zu Neuem, spricht Jesus zu seinen Jüngern: . „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!“
Mit diesen Worten verabschiedet sich Jesus von seinen Jüngern. Er weiß, wie schwer für sie die neue Situation sein wird: Die Jünger müssen ohne ihn zurechtkommen, sie werden geschockt sein, dass er Leid und Tod auf sich nehmen wird, sie werden verspottet, verfolgt und manche von ihnen getötet. Jesus bereitet seine Freunde auf Neues vor.

Wie macht Jesus den Menschen Mut?
Jesus verdrängt nicht die Sorgen und Nöte durch frömmelnde Worte oder banale Aufforderung wie: „Kopf hoch!“ oder Vertröstungen: „Das wird schon wieder!“ Jesus weiß, wovon er spricht, er hat Enttäuschungen erlebt und um seinen verstorbenen Freund Lazarus geweint. Er hat Schmähungen, Schmerzen, Todesängste durchlitten und hat einen qualvollen Tod am Kreuz auf sich genommen. Das war mehr als nur das Herz erschrecken. Was hat ihm da Kraft gegeben? Diese Kraft und sein Vertrauen gibt er uns weiter: „Glaubt an Gott!“ Dieser Glaube hat ihn gerade im Leid Gott näher gebracht. Wenn Jesus zu uns sagt: „Euer Herz erschrecke nicht!“, dann verspricht er uns keine leidfreie und unbeschwerte Glückseligkeit. Vielmehr verspricht er uns Seligkeit inmitten unserer ganz realen Nöte, Sorgen und Ängste, - im Schrecken der Welt.

Glaubens-Erfahrung contra Belehrung
Gegen das Erschrecken helfen keine Berechnungen, Prognosen und Jahresausblicke. Gegen das Erschrecken hilft nur der Glaube, hilft allein das Vertrauen. Wir wissen aus Kindertagen, dass bei Angst vor Blitz und Donner keine Belehrungen und ach so klugen Erklärungen halfen, - die Nähe von Vater und Mutter waren da viel stärker, schenkten Mut und Vertrauen.

„Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!“Dieser Glaube, dieses tiefe Vertrauen in Gott, kommt in diesem kurzen Satz sogar zweimal vor. Es ist der Glaube an Gott und der Glaube an den durch Jesu Worte und Taten erfahrbaren Gott.
Dieser Glaube wird uns durch alle Abschiede und durch ein neues Jahr tragen. Diese Nähe Gottes und die Kraft des Glaubens, dieses unerschrockene Herz wünsche Ihnen und mir für das neue Jahr. Möge Sie unerschrocken und mutig Dinge anpacken. „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!“, - dann mag das neue Jahr bringen, was es will.

Pfr. Otto W. Ziegelmeier

Quelle: www.theology.de

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