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"Weihnacht" - ein Gedicht, das einstimmen mag - auch trösten

23. Dezember 2009 (HL-Red.) Im "Quellen studieren" fiel Lübeck-TeaTime ein Gedicht auf, das zwar zunächst ein wenig verfrüht gelten könnte - zumindest, wenn man den Titel "Weihnacht" der Dichterin Anna Ritter liest und denkt, dass es erst morgen, übermorgen so weit ist. Beim Weiterlesen entdeckt man plötzlich, dass nicht "nur" Weihnachten dieser Jahres gemeint ist, sondern wohl vor allem die Erinnerung an viele frühere Weihnachten. Erlebt als Kind "mit Schaukelpferd und Hampelmann", dann Gedanken "aus der Schar der kleinen Leute werden Männer, werden Frauen". Heute vielleicht nicht einmal mehr mit Kindern oder Enkelkindern um sich herum, vielleicht nur noch allein mit und in allem nur erdenklich Vergangenen...
Lesen Sie also gerne

"Weihnacht!

Wie am Baum die Lichter prangen -
schöner war das Christfest nie!
Heiß erglüh’n der Kinder Wangen,
und ihr Mund singt unbewusst
mitten in der Weihnachtslust
eine süße Melodie,
wie sie schon der Ahn gesungen,
als er selbst im Lockenhaar
um den Lichterbaum gesprungen.
Leise schwindet Jahr für Jahr . . .
Schaukelpferd und Hampelmann
wandelt die Zerstörung an,
und das Bilderbuch, das heute
euer Kinderherz erfreute,
wird dereinst zerrissen sein.
Aus der Schar der kleinen Leute
werden Männer, werden Frauen,
die ihr eignes Nestchen bauen.
Gestern wird, was heute war,
aber bleiben immerdar
wird der Christnacht heller Schein,
wird der Klang der Weihnachtsglocken,
Kinderjubel und Frohlocken!

Anna Ritter, 1865 - 1921".

Kommen Sie gut über diesen Tag und hinein in morgen, den morgigen Heiligabend,

wünscht Ihnen
Reinhard Bartsch
Herausgeber Lübeck-TeaTime

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