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Agentur für Arbeit Lübeck

Kultur Wissenschaft Ausbildung

Heute ist 4. Advent - das vierte Lichtlein brennt

20. Dezember 2009 (HL-Red.) Viele Tausend Fotos habe ich gemacht, geknpist - ich gebe es zu - , aber auch "fotografiert". Wichtig jedoch allein die Idee, die dahinter steckt(e). Heute zeige ich erneut eine wirkliche "Arbeit", die mir vor Jahren gelungen ist. Leicht zu erkennen am Schmuck der Weihnachtstanne - nicht nur Lichter da. "Böse Buben" waren der Grund, dass heute "nur" noch Lichter brennen. Große Tannenbaumkugeln waren zuvor bis Stockelsdorf zerbrochen am Straßenrand zu finden. Zerstörungswut, Graffitis aus persönlichem Frust -Schwachköpfe zeigen damit im Grunde ihren "Neid", im Grunde ihre Sehnsucht - nach Weihnacht. So begeben sie sich dieser wunderbaren Zeit.

Zurück zu meinem Foto und wie es mir gelang: ein wenig lichtstärker Kleinbildfilm, meine "älteste" Kamera - ein Praktika aus 1963. Tja - und dann vom Stativ aus 6 oder 8 Aufnahmen. Zurück nach Hause - eine dunkle Decke als Hintergrund, den Adventskranz etwas angeschrägt, den Film zurückge"spult", und abgeschätzt vorsichtig wieder geschätzt vorangedreht. Dann gespannt von der Entwicklung geholt - und "auch mit Glück" Erfolgt. Von allen Aufnahmen eine passgerecht, andere links und rechts der Tannenbaum nicht mittig. Aber ein "Glücksschuss" reicht - oder nicht?

Heute ist der 4. Advent. Wie zu der Zeit, als ich besagtes Foto machte. Weihnachten ist nicht anders geworden, auch nicht der 4. Advent - immer noch "brennen" die Lichter des Adventskranzes - und bald auch wieder die des Tannenbaums. Die im vergangenen Jahr neu beschafften elektrischen Kerzen am Tannenbaum - schrecklich. Vor ein paar Tagen haben wir zufällig wieder die mit dem "warmen" Licht kaufen können. Eigentlich könnten wir auch wieder "echte Kerzen" nehmen, die haben wir noch immer. Aber, zugegeben, dafür sind wir - zu bequem geworden. Vielleicht ist uns das "Steckdosen-Licht" sicherer. Vor allem, wenn die Enkelkinder auf Besuch kommen...

Heute ist 4. Advent. Viele Menschen erfreuen sich daran, an dieser Zeit des "Erwartens". Viele Menschen aber "erwarten" kaum noch etwas, viele Menschen sind allein. "Brauchen wir nicht (mehr)", wenn sie nach Adventskranz oder Tannenbaum gefragt werden - für wen? Wirklich nicht? Vielleicht meinen sie in diesem Augenblick genau das Gegenteil. Vielleicht sehnen sie sich in Wirklichkeit mehr danach, als sie zugeben. Sehnen sich nach dem Licht, von dem gleich Lübecks nachbarlicher Dichter Matthias Claudius (1740-1815) berichten wird. Ein Licht, das auch für die oder sogar gerade für die da ist, die allein und einsam sind. Die dieses Licht für sich nicht mehr zu erkennen glauben.

Helfen Sie doch jemandem, etwa einsamem Nachbarn, mit einer kleinen Nachmittagsstunde bei Plätzchen und "Dampfendem", dieses Licht wieder zu finden. So wie Gott, der uns Menschen dieses Licht geschenkt hat - und immer wieder schenken will.


Lied im Advent

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!

Matthias Claudius (1740-1815)




Foto(© Reinhard Bartsch, Lübeck): Weihnachtstanne vor dem Lübecker Holstentor


Einen wunderbaren 4. Advent wünscht Ihnen, liebe Gäste in Lübeck-TeaTime
Ihr
Reinhard Bartsch
Herausgeber
















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