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Grass und Schlöndorff diskutieren über die Blechtrommel

15. Dezember 2009 (HL-Red.) Podiumsgespräch am 19. Dezember über die Verfilmung des Romans vor 30 Jahren: Doppeltes Jubiläum: In diesem Jahr wurde der Roman „Die Blechtrommel“ 50 Jahre alt, die Verfilmung der Blechtrommel feierte ihren 30. Geburtstag. Am Sonnabend, 19. Dezember 2009, treffen der Autor Günter Grass und der Regisseur Volker Schlöndorff aufeinander. Im Rahmen eines Podiumsgesprächs im Filmhaus Lübeck wollen sie über die Verfilmung der Blechtrommel, über Volker Schlöndorffs weiteres filmisches Schaffen und den Nachkriegsfilm im Allgemeinen diskutieren. Das Gespräch wird von Jörg Philipp Thomsa, dem Leiter des Günter Grass-Hauses, moderiert.


Volker Schlöndorff, der in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag feierte, ist einer der erfolgreichsten deutschen Filmregisseure. Für seine Verfilmung der „Blechtrommel“ erhielt er den Oscar in der Kategorie „ bester ausländischer Film“.
Ein kurzer Blick in sein Leben: Nach einer Jugend in Hessen drängte er darauf, ein Internat in der Bretagne besuchen zu dürfen. Er blieb fast zehn Jahre in Frankreich, lebte später auch in Italien und den USA. Nach seinem Abitur in Paris lernte er die Filmkunst bei den Größen der „Nouvelle Vague“, Alain Resnais, Louis Malle und Jean-Pierre Melville. Ironischerweise lehnten diese Regisseure Literaturverfilmungen ab - genau das Genre, mit dem Schlöndorff später weltberühmt werden sollte. Filmgeschichte schrieben seine Adaptionen von „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ nach Heinrich Böll und „Homo Faber“ nach Max Frisch. Für seine Verfilmung der „Blechtrommel“ erhielt er 1979 die Goldene Palme in Cannes und ein Jahr später den ersten deutschen Nachkriegs-Oscar.
Im vergangenen Jahr erschien seine viel gelobte Autobiographie „Licht, Schatten, Bewegung“, aus der er auch in Lübeck lesen wird. Die Veranstaltung findet im Filmhaus Lübeck (Königstraße 38-40) statt. Der Eintritt kostet 9 Euro/ 6 Euro. Karten können im Museumsshop des Günter-Grass-Hauses direkt oder unter 0451/ 122 4230 sowie über das Filmhaus Lübeck erworben werden.

Quelle: LÜBECK Pressedienst

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