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Agentur für Arbeit Lübeck

Kultur Wissenschaft Ausbildung

Theater Kiel: 3. Philharmonisches Konzert im Kieler Schloss

19. November 2009 (Kiel/HL-red.) Sonntag | 29. Nov | 11 Uhr | Kieler Schloss | 12 – 31,50 € | Karten: (0431) 901 901 - Montag | 30. Nov | 20 Uhr | Kieler Schloss | 12 – 31,50 € | Karten: (0431) 901 901: 3. Philharmonisches Konzert
Programm: Olivier Messiaen: Les Offrandes oubliées (Die vergessenen Opfergaben) - Charles-Marie Widor: Sinfonie für Orgel und Orchester g-Moll, op. 42 - Gabriel Fauré: Requiem, op. 48.
Solisten: Martin Schmeding (Orgel)
ªen Acar und Tomohiro Takada (Gesang)
Philharmonischer Chor Kiel
Dirigent: Georg Fritzsch

Einführung um 10.15 Uhr bzw. 19.15 Uhr

Zu Gott führen viele Wege: Obwohl sich alle drei Werke des 3. Philharmonischen Konzerts in weitestem Sinne mit dem Weg des Menschen zu Gott befassen, und obwohl ihre Komponisten alle aus Frankreich stammen, vereinen sich hier höchst unterschiedliche Klangsprachen. Gemeinsam ist diesen Werken allerdings die nach mehr oder minder dramatischen Entwicklungen deutlich hörbare Zuversicht, durch den Glauben aus allem Unheil errettet zu werden. In Olivier Messiaens Les Offrandes oubliées erinnern z.B. von schmerzvoller Chromatik geprägte Streicherkantilenen, die sich sinfonisch zu einer theatralisch-düsteren Höllenfahrt verdichten, an die Qualen des Gekreuzigten; ebendiese Qualen werden jedoch letztendlich die sündige Welt erlösen, wie der verklärte musikalische Ausdruck im Schlussteil der Offrandes oubliées verspricht. Von dieser Glaubensüberzeugung tief durchdrungen scheint auch das außergewöhnliche Requiem Gabriel Faurés, das sich den Schrecken des Jüngsten Gerichts verweigert und durch seine ätherischen Klangmischungen, weitschwingenden Melodien und zarten Soli zur tröstlichsten Totenmesse aller Zeiten wurde. Ebenso eindringlich drückt sich das Lob Gottes in dem jubelnden Klangrausch von Charles-Marie Widors Orgelsinfonie aus: einer der ganz wenigen Kompositionen, in denen Widor die „Königin der Instrumente“ mit einem vollen Sinfonieorchester vereinte.

Der Solist des Orgelkonzerts:
Martin Schmeding (Orgel)
Martin Schmeding studierte u.a. am Sweelinck Conservatorium Amsterdam und an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf Orgel, Kirchenmusik, Dirigieren und Cembalo. Für sein Orgelspiel wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: vom Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" (acht 1. Preise) über den Deutschen Musikwettbewerb Berlin oder den Europäischen Wettbewerb junger Organisten Ljubljana bis zum Musica antiqua Competition Brugge. Von 1997 bis 1999 war Martin Schmeding Kantor und Organist der Nazareth-Kirche Hannover, 1999 wurde er Kirchenmusikdirektor an der Neanderkirche in der Düsseldorfer Altstadt. Als Dresdner Kreuzorganist wirkte er von 2002 bis 2004. Nach Lehraufträgen in Hannover, Leipzig, Weimar und Dresden ist Martin Schmeding seit Herbst 2004 Professor für Orgel an der Hochschule für Musik Freiburg. Rundfunk- und CD-Aufnahmen, Konzerte als Solist, Kammermusiker und mit Orchestern im In- und Ausland sowie bei bedeutenden Festivals, das Unterrichten bei internationalen Meisterkursen, die Tätigkeit als Wettbewerbsjuror, Dirigent und Komponist ergänzen sein künstlerisches Profil.

Quelle: Theater Kiel

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