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Agentur für Arbeit Lübeck

Kultur Wissenschaft Ausbildung

Zehntscheune auf Bauspielplatz Roter Hahn: Dach gedeckt!

03. Oktober 2009 (HL-red.) Die Klosteranlage auf dem Bauspielplatz Roter Hahn wächst weiter: Am Montag haben Lehrlinge der Landesberufsschule für das Dachdeckerhandwerk die letzten Schindeln auf dem Dach des Zehnhauses befestigt. Im Jahr 2014 soll das Kloster komplett fertig sein. Nachdem im vergangenen Jahr der erste Bauabschnitt einer mittelalterlichen Klosteranlage, die mittelalterliche Wandstabkirche St. Nikolai, nach einem Vorbild aus dem Jahr 1169, durch Lübecks letzte amtierende Bischöfin, Bärbel Wartenberg-Potter, feierlich in den Dienst gestellt wurde, befindet sich nun die so genannte "Zehntscheune" kurz vor der Vollendung. Das Projekt wird anteilig über den Schleswig Holstein-Fonds finanziert und fördert die Zusammenarbeit zwischen Schule und einem außerschulischen Lernort, dem Bauspielplatz Roter Hahn - Geschichtserlebnisraum Lübeck.

Wie bei den historischen Rekonstruktionsbauten auf dem Bauspielplatz üblich, arbeiten auch hier wieder eine Vielzahl von Kindern und Jugendlichen, aber vor allem auch Schulklassen mit und erfahren Geschichte und Handwerk auf einer handlungsorientierten Ebene. Am Montag trugen Lehrlinge der Landesberufsschule für das Dachdeckerhandwerk (LBS), einer Außenstelle der Emil-Possehl-Schule, die letzten Holz-Schindeln auf das Dach auf. Zudem stellt eine kleine Gruppe aus dem Bereich des AVJ Ausbildungsvorbereitendes Jahr) der Emil-Possehl-Schule Lehmsteine her und vermauert diese auch in das Fachwerk. Dem Putz wird Pferdemist beigemischt und bekommt damit erst richtig Halt.

Bis 2014 wird eine komplette Klosteranlage entstanden sein, wie sie zu Beginn der Christianisierung üblich war. Kücknitz ist dafür auch der passende Standort. Es wurde als Außenstelle des Lübecker Klosters St. Johannis gegründet, wie Projektleiter Jörn Puhle berichtet. Er ist sichtlich stolz: Der ganze Stadtteil trage die Bauarbeiten mit.




Foto (RB): Die Zehntscheune - hier sollen zunächst Schafe und Ziegen ihr "Zuhause" finden. Zu historischer Zeit lagerten in solcher Scheune die Abgaben an Kirche bzw. Klöster.




Foto(RB): Dachdeckermeister Johann Jung und Studienrat Karsten Frobel von der Landesberufsschule für das Dachdeckerhandwerk befestigten die letzten Holz-Schindeln.


Weitere Fotos von den Arbeiten an der Scheune:









Fotos: © Reinhard Bartsch, HL












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