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„Grenzenlos im Norden – 20 Jahre Mauerfall“ - Programme

29. September 2009 (HL-red.) „Grenzenlos im Norden – 20 Jahre Mauerfall“ - Newsletter Nr. 1: Sonnabend, 3.10., bis Freitag, 9.10.: Unter dem Titel „Grenzenlos im Norden – 20 Jahre Mauerfall“ erinnert der NDR mit einem Programmschwerpunkt im Oktober und November 2009 an die Ereignisse in Deutschland von vor zwei Jahrzehnten. Beteiligt sind alle NDR Radioprogramme, das NDR Fernsehen und das NDR Internetangebot. Im Mittelpunkt dieses trimedialen Projektes stehen die Menschen im Norden – ihre Erinnerungen und die Bedeutung des Mauerfalls für sie persönlich. Aber auch die welthistorische und gesamtdeutsche Bedeutung des Mauerfalls sind im Blick.

Um Ihnen einen besseren Überblick über das Gesamtangebot dieses Programmschwerpunktes zu geben, erscheint dieser Newsletter von jetzt an wöchentlich bis zur ersten Novemberwoche.

Sendungen von Sonnabend, 3. Oktober, bis Freitag, 9. Oktober 2009

NDR FERNSEHEN

Fortlaufend bis Freitag, 6. November

13.30 Uhr und 13.45 Uhr: „60 x Deutschland“
Die von Sandra Maischberger moderierte Jahresschau dokumentiert 60 Jahre deutsche Geschichte von der Gründung der Bundesrepublik und der DDR 1949 bis heute. „60 x Deutschland“ sind 15-minütige Kalenderblätter, die erzählen, was die Deutschen in West und Ost bewegte – eine deutsch-deutsche Chronik im Nachrichtenformat, kompakt, informativ und unterhaltsam.

Sonnabend, 3. Oktober

15.15 Uhr: „20 Jahre Mauerfall“ live aus Schlutup
Bis auf ein kleines Grenzmuseum erinnert in Schlutup kaum noch etwas an die ereignisreichen Tage im Herbst 1989. 20 Jahre später wird mit einem großen Volksfest noch einmal an den Mauerfall am nordöstlichsten Grenzübergang erinnert. Das NDR Fernsehen ist live dabei und zeigt Menschen und ihre deutsch-deutsche Geschichte.

Montag, 5. Oktober

23.00 Uhr: „Ein Land – zwei Welten?“
In ihrem Film „Ein Land – zwei Welten?“ zeigt Eilika Meinert die Lebenswege von zwei Menschen, beide 40 Jahre alt. Der eine ist in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen, der andere in Schleswig-Holstein. Wie haben die beiden Männer die zweite Hälfte ihres bisherigen Lebens im vereinten Deutschland erlebt?


LANDESPROGRAMME

Sonnabend, 3. Oktober

19.30 Uhr: Gemeinsames „Nordmagazin“ und „Schleswig-Holstein Magazin“ aus Lübeck-Schlutup
Bis zum Mauerfall waren sich der Lübecker Stadtteil Schlutup in Schleswig-Holstein und das mecklenburgische Selmsdorf so nah und doch so fern. Seit der Grenzöffnung gibt es ein reges Miteinander zwischen beiden Gemeinden. Das wird in diesem Jahr rund um den Tag der Deutschen Einheit mit einem großen Fest gefeiert. Das „Schleswig-Holstein Magazin“ und das „Nordmagazin“ sind bei der großen Party live mit dabei und senden am 3. Oktober gemeinsam vom ehemals nördlichsten Grenzübergang zwischen beiden deutschen Staaten – mit Grenzepisoden von damals und heute, mit Zeitzeugen und viel deutsch-deutscher Geschichte. Eine gemeinsame Sendung von zwei NDR Regionalmagazinen als „Vereinigung“ der ganz besonderen Art.

„Niedersachsen 19.30 das Magazin“
Schwerpunkt: Auch nach 20 Jahren nicht vereint? Die Situation in Ost- und Westharz
Eine Klage um den Namen „Oberharzer“ entzweit aktuell Gemeinden in Ost- und Westharz. Beide wollen mit diesem Begriff um die Gunst der Übernachtungsgäste buhlen. Der Streit vor Gericht bestätigt nur, dass hier auch 20 Jahre nach dem Mauerfall nicht zusammengewachsen ist, was zusammengehört. Während die Westharzer der Zonenrandförderung nachtrauern, werden weiterhin Investoren mit Zuschüssen in den Osten gelockt. Anlässlich des Tages der Deutschen Einheit fragt „Niedersachsen 19.30“ nach, ob es um die Wiedervereinigung im Harz wirklich so schlecht steht.

Sonnabend, 3. Oktober bis Mittwoch, 21. Oktober

19.30 Uhr, „Hamburg Journal“
In seiner Reihe „Historisch“ berichtet das „Hamburg Journal“ im Oktober über den Mauerfall aus Sicht von Hamburgern, die sich in Neuankömmlinge aus dem Osten verliebt haben, sich durch sie bedroht fühlten oder neue wirtschaftliche oder politische Möglichkeiten in der Grenzöffnung erblickten. Zudem porträtiert das „Hamburg Journal“ Menschen, die in der Hansestadt ihr neues Zuhause gefunden haben.


RADIO

Mittwoch, 30. September bis Montag, 9. November

NDR 2, „Der Morgen“, „Der Vormittag“ und „Der Nachmittag“: Living History – unsere Hörer erzählen ihre Geschichten
„Ich bin heute zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise ...“ Die „Balkonrede“ des damaligen Außenministers Hans-Dietrich Genscher geht am 30. September im Jubel der DDR-Bürger unter, die in der deutschen Botschaft in Prag auf genau diese Worte gewartet hatten. Ebenso ergreifend sind die ersten Interviews mit all jenen, die wenige Tage später am Bahnhof im grenznahen Helmstedt eintreffen. Parallel dazu setzten sich immer mehr Menschen in allen großen Städten der DDR auf zahlreichen „Montagsdemos“ für eine friedliche Revolution ein. NDR 2 hat Zeitzeugen von damals interviewt. Viele dieser Geschichten werden zusammen mit authentischen O-Tönen von 1989 in kurzen „Living History Features“ auf NDR 2 zu hören sein. In loser Folge, zeitlich zum Datum passend.

Freitag, 2. Oktober

NDR Kultur, 20.00 Uhr: „Zwiespältige Erinnerungen – die Deutschen und die DDR“
Aufzeichnung mit Joachim Gauck, Christoph Links und Julia Schoch, Moderation: Claus Röck
Die friedliche Revolution in der DDR von 1989/90 hat die gesellschaftliche und politische Situation in unserem Land geprägt wie kein anderes Ereignis der Nachkriegszeit. Auch zwanzig Jahre später bestehen noch tiefe Gräben zwischen Ost- und Westdeutschen, die vor allem eine Folge der unterschiedlichen Biografien sind. Was bleibt von der DDR in der privaten und öffentlichen Erinnerung? Was verbinden junge Deutsche heute mit der DDR? Und welches DDR-Bild wird in den Schulen vermittelt? Diese und andere Fragen hat NDR Kultur auf einer Veranstaltung am 17. September 2009 in Rostock mit drei hochkarätigen Gesprächspartnern erörtert: mit dem Theologen und Publizisten Joachim Gauck, der als früherer Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR wie kein anderer für die Aufarbeitung ihrer Geschichte und die der Verbrechen des SED-Regimes steht. Mit dem unabhängigen Verleger Christoph Links, der seit zwanzig Jahren Bücher zu gesellschaftlichen und historischen Themen der DDR herausgibt. Und mit der Schriftstellerin Julia Schoch, die für ihren Wenderoman „Mit der Geschwindigkeit des Sommers“ für den Preis der Leipziger Buchmesse 2009 nominiert war.

Sonnabend, 3. Oktober

NDR Info, 6.30 Uhr: „Die Reinigungsgesellschaft kommt – Kunst für Grambow“
Autorin: Alexa Hennig
Was passiert eigentlich in den ostdeutschen Dörfern, wenn da kaum noch Arbeit ist und die Leute dort nur noch schlafen und den Garten harken? Ist es schlechter oder besser oder einfach nur anders als vor der Wende? Was kann man daraus machen? Diese Fragen möchten die 715 Einwohner von Grambow in Mecklenburg gern geklärt haben, und zwar auf künstlerische Weise. Sie beteiligten sich an dem von der „Deutschen Stiftung Kulturlandschaft“ ausgeschriebenen Wettbewerb „Kunst fürs Dorf - Dörfer für die Kunst“ und gewannen. Also kommt die „Reinigungsgesellschaft“, eine Zwei-Mann-Künstlergruppe aus Dresden, für ein gemeinsames Kunstprojekt. Was kann daraus werden?

NDR Info, 11.05 Uhr: „Grenzläufer – 1393 Kilometer zu Fuß durch Deutschland“
Im Wald, wo Bayern, Sachsen und Tschechien aneinanderstoßen, nimmt ein Wanderer eine Spur auf: die alte Grenze zwischen zwei Deutschlands und zwei Welten. Der Wanderer läuft 1393 Kilometer über Berg und Tal bis ans Meer und trifft Menschen, die links und rechts dieser Nahtstelle leben. Auf seinem Fußmarsch findet er Antworten auf viele deutsch-deutsche Fragen: Wo blühen die Landschaften? Wo ist das grüne Band entstanden, der Lebensstreifen, der die Naturschützer begeistert? Wie ist heute die Temperatur an den „hottest spots“ des Kalten Krieges? Ein Feature zum Tag der Deutschen Einheit von Peter Schanz.

NDR Info, 17.30 Uhr: „Ich wollte immer das andere“
Als Mädchen träumt Carmen Rohrbach von der Mongolei. Dorthin möchte sie, wenn sie groß ist. Damals lebt sie in Bischofswerda in der DDR. Als 23-Jährige will sie fliehen, zusammen mit einem Freund. Nach 36 Stunden auf der Ostsee werden sie von der NVA aufgegriffen. Carmen Rohrbach sitzt zwei Jahre im Gefängnis, dann wird sie ausgewiesen. Viele Jahre später schreibt sie ihre Geschichte auf. Eine Versöhnung mit den eigenen Wurzeln.

Sonntag, 4. Oktober

NDR Info, 17.30 Uhr: „Frauenlos: Mecklenburg-Vorpommern leidet unter Frauenmangel“
Die starke Abwanderung von Frauen hat in vielen Regionen Ostdeutschlands zu einem erheblichen Überschuss an Männern geführt; in einigen Gegenden Mecklenburg-Vorpommerns liegt er bei 25 Prozent. In Europa ist dieser Frauenmangel beispiellos – sogar am Polarkreis, im Norden Schwedens und Finnlands, ist der Frauenanteil höher als in manchen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns.

Freitag, 9. Oktober

NDR Kultur, 13.00 Uhr: „Klassik à la Carte“
Gast: Christian Führer
Der evangelische Pfarrer und Mit-Initiator der Montagsdemonstrationen in Leipzig, die entscheidend zur friedlichen Revolution und dem Ende der DDR beitrugen, im Gespräch.



Informationen zu dem NDR Schwerpunkt „Grenzenlos im Norden. 20 Jahre Mauerfall“ gibt es auch im Internet unter www.ndr.de/grenzenlosimnorden.


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