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HS-Kulturkorrespondenz: Rezension: A. Franz – Spiel der Teufel

21. September 2009. HS-Kulturkorrespondenz: Rezension: Andreas Franz –Spiel der Teufel - Von Horst Schinzel.
Nein – dieses Buch ist kein Krimi mehr. Vielmehr ein Thriller, nichts für schwache Nerven Zwar gehört das Buch des gebürtigen Quedlinburgers (55) in das Genre der heute beliebt gewordenen lokalbezogenen Kriminalgeschichten. Und die hat der Autor in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel angesiedelt. Aber bei allem Lokalkolorit hat diese furchtbare Geschichte mit dieser Literaturgattung eigentlich nichts mehr zu tun. Dafür ist der Inhalt zu brutal, zu schrecklich, durchaus nicht als Gute-Nacht-Lektüre geeignet.

Die Handlung ist im Milieu der russischen Maffia angesiedelt. Sie nimmt ihren Ausgangspunkt in der Ostseemetropole St. Petersburg, wohin es ja über den baltischen Raum hinweg vielfältige Verbindungen gibt. Und die nutzen diese maffiosen Strukturen, um über Kiel und die Bäder an der Förde in das Geschäft mit Organen einzusteigen. In die Strukturen eingeschlossen sind ein Kommissariatsleiter der Kieler Kripo, ein schöne Russin, die auf einen Hauptkommissar dieser Behörde angesetzt ist und ihn geheiratet hat und viele andere Menschen in und um Kiel. Selbst der Zoll mischt mit.
Alles beginnt mit dem vermeintlichen Selbstmord dieses Beamten. Schnell wird klar: Der hat sich nicht selbst getötet, sondern ist getötet worden.
Bei ihren Ermittlungen stoßen seine Kollegen auf Abgründe. Und fürchterliche Verdachte keimen in ihnen auf. Als am Ende alles aufgeklärt wird, darf die Öffentlichkeit nicht unterrichte werden, wird niemand verurteilt – um der Staatsräson wegen. Denn der Verfassungsschutz wusste längst bescheid….
Der Vater von fünf Kinder Andreas Franz gilt als einer der erfolgreichsten deutschen Kriminalautoren. Seine abenteuerlichen Geschichten – die sich in mehrere Serien gliedern – schreibt er sozusagen am Fließband Inzwischen sind achtzehn Titel erschienen. Das vorliegende ist das zweite in seiner Kiel-Reihe. . Erstaunlich, dass sich das Fernsehen noch nicht seiner Stoffe angenommen hat.
Andreas Franz: Spiel der Teufel, München 2009, Kaurr Taschenbuch Verlag

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