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GEMEINNÜTZIGE lädt zum letzten Literarischen Caféhaus 08

18. November 2008. Die GEMEINNÜTZIGE weist auf ihr letztes und in Kooperation mit NDR Kultur im Großen Saal ihres Hauses Königstraße 5 stattfindende, sich auf das Jahr der Bürgerlichkeit beziehende Literarische Caféhaus am 1. Advents-Sonntag, dem 30. November 2008 (Beginn 11.00 Uhr), hin. Wend Kässens (bis Sommer 2008 Leiter der Literatur-Redaktion von NDR Kultur) moderiert. Eintritt frei.

Dazu heißt es: "Das Thema dieses Literarischen Caféhauses ist als eine Art Abschluss des Jahres der Bürgerlichkeit und des Bürgersinns konzipiert: Wend Kässens wird mit vier illustren Gästen unter dem Thema „Bürger auf Irrwegen?“ über die Renaissance des Bürgerlichen sprechen. Jens Bisky schrieb dazu in der SZ, dass Bürgerlichkeit in unserer Zeit eine Leerformel sei, in die jeder hemmungslos hineinlesen darf, was er gerne hätte. „Ist also Bürgerlichkeit eine hilflose Beschwörung einer Lebensform, die unwiederbringlich entschwunden ist?“ Oder hat Manfred Hettling recht, der in seinem Buch „Bürgertum nach 1945“ von der Prägung der Bundesrepublik durch ein sich ständig wandelndes Kulturmuster >Bürgerlichkeit<“ schreibt, dass als konstituierende Bestandteile die „Wertschätzung des Individuums“, die „Befähigung zu individueller Lebensführung“, die „Orientierung auf Arbeits- und Leistungsethik“, die „Vermittlung scheinbar zweckfreier Bedürfnisse wie Ästhetik und Lebensstil“ sowie den „Anspruch auf politische Teilhabe“ hält? Tatsache ist, dass das Bürgerliche nicht mehr für eine gesellschaftliche Klasse und den Muff von tausend Jahren steht, sondern ihm verstärkt positive Aspekte abgewonnen werden. Ja, brauchen wir nicht angesichts der Schwäche des (Sozial-) Staates eine neue Bürgerlichkeit? Das Bürgerliche verstanden als humane Kraft, die die Gesellschaft kraftvoll mitgestaltet. Was steckt hinter all dem?

Wend Kässens befragt dazu Cora Stephan, 1951 geborene Politologin und Publizistin, die gleichwohl unter Pseudonym Kriminalromane schreibt; Manfred Hettling, 1956 in Ulm geboren, seit 2001 Prof. für Neuere Geschichte an der Universität Halle; Mathias Horx, geboren 1955 in Düsseldorf, lebt in Wien, er gründete 1998 das „Zukunftsinstitut“, als Referent ist er landesweit bekannt für seinen Zukunftsoptimismus, dem widmen sich auch seine jüngsten Veröffentlichungen („Anleitung zum Zukunfts-Optimismus -2007; „Wie unsere Zukunft sich entwickelt-2008“); und Wolfram Weimer, 1964 geboren, lebt in Berlin, nach dem Studium von Geschichte und Germanistik in Frankfurt und Washington, 1990-94 Redakteur der FAZ, 1994-98 Korrespondent in Madrid; 2000-02 Chefredakteur der WELT, ab 2001 auch der Berliner Morgenpost, 2003 gründete er das Magazin „Cicero“, 2004 wurde er „Journalist des Jahres“."

Quelle: GEMEINNÜTZIGE

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