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Agentur für Arbeit Lübeck

Kultur Wissenschaft Ausbildung

Förderung für Gesundheits-Akademie Uni-Krankenhaus Eppendorf

27. August 2009 (HL/red.) Dr. Klaus Röhrer, Ortskurator Hamburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), überbringt am 31. August 2009 um 10.00 Uhr erneut einen Fördervertrag für die Restaurierungsarbeiten an der ehemaligen Pathologie des Universitätskrankenhauses Eppendorf. Professor Dr. Adolf-Friedrich Holstein vom Freundes- und Förderkreis des Universitäts-Krankenhauses Eppendorf e.V. kann damit weitere 40.000 Euro für die Arbeiten an dem 1911 von Fritz Schumacher projektierten Bau entgegennehmen.

Zukünftig sollen hier eine Akademie für Gesundheit mit
medizinhistorischem Museum und das Institut für Geschichte und Ethik der
Medizin untergebracht werden. Bei der laufenden Umstrukturierung des
Universitätskrankenhauses Eppendorf (UKE) im Rahmen des Masterplans
setzt sich der Freundes- und Förderkreis für den Erhalt und die
sinnvolle Nutzung der historischen Bauten ein.

Am Ende des ausgehenden 19. Jahrhunderts genügte das einzige Krankenhaus
Hamburgs in St. Georg den Anforderungen resultierend aus einer
wachsenden Bevölkerungszahl und den grassierenden Seuchen - wie etwa der
Cholera - nicht mehr. Abhilfe sollte ein Neubau auf einem großen freien
Gelände in Eppendorf schaffen, der 1889 weitgehend fertiggestellt war.
Es war eine Pavillonanlage in einer parkähnlichen Grünanlage mit 55
Pavillons. Das Krankenhauskonzept markiert den Übergang vom
kasernenartigen Armenhospital zum modernen Behandlungskrankenhaus nach
dem Stand der medizinischen Erkenntnis.

Eines der bereits 1911 von Professor Fritz Schumacher, dem damaligen
Oberbaudirektor der Hansestadt, projektierten Gebäude ist das sogenannte
Institutsgebäude mit seinen Hörsälen und Laboratorien. Bedingt durch den
1. Weltkrieg verzögerte sich die Bauausführung bis 1926. Bis 2007 war
auch die Pathologie hier untergebracht. Es war das erste
Institutsgebäude für medizinische Forschung in Hamburg, von dem aus sich
die medizinische Fakultät der Universität Hamburg entwickelte.

Es handelt sich um eine dreigeschossige Dreiflügelanlage aus dem
typischen roten Backstein mit rotem Ziegeldach. Im Gebäude sind noch die
wichtigsten Innenräume der Bauzeit erhalten, wie die mit Keramikfliesen
verkleidete Eingangshalle, die Treppenhäuser, der große Hörsaal und
insbesondere der Sektionssaal. Er ist trotz späterer Umbauten ebenso wie
die Ausstattung im Ursprungszustand überliefert. Nach dem Umzug der
Pathologie besteht die einmalige Gelegenheit, den baulichen
Ursprungszustand wieder herzustellen. Dazu zählt auch die Freilegung und
Wiederherstellung des ursprünglichen Glasdachs über dem Sektionssaals,
für die die Mittel der DSD bestimmt sind. Bereits 2001-2003 beteiligte
sich die Denkmalschutz-Stiftung mit rund 230.000 Euro an der
Restaurierung des Erika-Hauses.

Das UKE ist eines der bisher 19 Denkmale - darunter die Millerntorwache,
die Hauptkirchen St. Katharinen und St. Petri oder der Ohlsdorfer
Friedhof - die die DSD bisher allein in Hamburg dank privater Spenden
und Mitteln der Fernseh-Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von
Lotto, fördern konnte. Aus den Erträgnissen der GlücksSpirale werden
jährlich bundesweit Projekte aus den Bereichen Wohlfahrt, Sport und
Denkmalpflege mit rund 50 Million Euro gefördert.

Quelle: DSD

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