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Den Wahlausgang spekulieren auf dem Prognosemarkt der CAU

27. August 2009 (HL/red.) Die Trends der letzten Wochen scheinen sich auch auf dem Prognosemarkt der Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu bestätigen. Anders als bei konventionellen Umfragen werden hier Vorhersagen ermittelt, indem man die Parteien über Aktien handelbar macht. Für die verschiedenen Szenarien des Wahlausgangs hat jede dieser Aktien einen bestimmten Wert. Je nachdem, welches Wahlergebnis ein Teilnehmer erwartet, entsteht für ihn ein subjektiver Aktienpreis. Ziel ist nun, neue Aktien möglichst unter diesem Betrag zu kaufen und erst darüber zu verkaufen. Durch Kauf und Verkauf entsteht ein Marktpreis, der die Prognose für die Bundestagswahl wiedergibt. Analog hierzu werden auch Erwartungen für die verschiedenen Koalitionswahrscheinlichkeiten entgegen genommen. Derzeitiger Spitzenreiter ist Schwarz-Gelb.

Der Vorteil von Planspielen zu Wahlen liegt darin, dass kontinuierliche und stabile Prognosen vorliegen. Erfahrungsgemäß ändern sich die Meinungen zu den einzelnen Parteien schneller als zu den Erwartungen über den Wahlausgang. "Eine aussagekräftige Prognose lässt sich deshalb schon mit kleinen Teilnehmergruppen erstellen", sagt Juniorprofessor Eric Linhart, Angewandte Politische Ökonomie. Gemeinsam mit Doktorand Friedrich Hedtrich, Abteilung Marktlehre, arbeitet er an einer politikwissenschaftlichen Anwendung von Börsenspielen. Gute Vorhersagen über politische Entscheidungen und Entwicklungen sind in allen Bereichen von Interesse, da sie die Unsicherheit der Akteure über zukünftige Entwicklungen reduzieren. „Mit Prognosemärkten lassen sich nicht nur politische Entscheidungen vorhersagen. Sie erzielten auch bei der Vorhersage von Kinoumsätzen, Verkaufszahlen, Ausgang von Sportereignissen usw. gute bis sehr gute Vorhersagequalitäten“, so Hedtrich.

Bis zum 28. September kann sich jeder an dem Prognosemarkt der CAU beteiligen und über die Entwicklung von Parteiaktien spekulieren. Die Teilnahme ist kostenlos.

Link zum Prognosemarkt:
https://www.forecastmarkets.org/unikiel/


Quelle: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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